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Alte Taschenuhren richtig pflegen

Das Erbstück vom Vater oder Großvater ist nicht nur ein besonderes Erinnerungsstück. Alte Taschenuhren werden vor allem unter Sammlern hoch geschätzt, denn sie sind zuverlässige und langjährige Begleiter – wenn sie richtig gepflegt werden.

Gefahren für alte Taschenuhren

Die größten Feinde einer hochwertigen Taschenuhr sind Schweiß, Staub, Nässe und Erschütterung. Je besser eine alte Uhr gepflegt wird, desto eher bleibt ihr Wert erhalten. Heute gehören Taschenuhren der Marken Glashütte Original, Vacheron Constantin, A. Lange & Söhne, IWC, Omega und Patek Philippe zu den Prunkstücken in Händlershops. Erbstücke von Familienmitgliedern haben für die meisten einen emotionalen und deshalb noch viel höheren Wert. Bei vielen landen die kleinen Prachtstücke dennoch im Schrank und werden oft über Jahre nicht hervorgeholt. Eine Uhr sollte man jedoch regelmäßig einer Inspektion unterziehen. Dazu zählen die richtige Reinigung, das regelmäßige Aufziehen und bei wertvollen Markenuhren auch die Getriebereinigung durch den Fachmann.

Die Uhr reinigen

Schweiß vermeiden

Menschlicher Schweiß führt zu chemischen Reaktionen, die den Alterungsprozess der Uhr beschleunigen. Einzelne Teile, besonders aber das Gehäuse können sich sogar verfärben. Damit das nicht passiert, solltest Du die Uhr abwischen, wenn sie mit Schweiß in Kontakt gekommen ist.

Staubfreie, weiche Tücher benutzen

Die Reinigung funktioniert am besten mit einem staubfreien Tuch aus Baumwolle oder einem Microfasertuch. So nämlich zerkratzt das Gehäuse durch die Reibung nicht. Bei wasserdichten Uhren kannst Du ein feuchtes Tuch verwenden. Uhren mit einer Dichtigkeit von 10 bar kannst Du auch unter fließendes Wasser halten. Auf keinen Fall solltest Du die dunkle Seite von Schwämmen zum Putzen der Uhr verwenden. Hier sind in der Regel feine Metallpartikel eingearbeitet, die Gehäuse, Glas und Metallarmband zerkratzen können.

Keine Standard-Reinigungsmittel verwenden

Handelsübliche Reinigungsmittel aus dem Haushalt sind für die Pflege der Uhr ebenfalls ungeeignet, da auch sie chemische Prozesse in Gang setzen. In Fachgeschäften oder auch im Internet gibt es zahlreiche Reinigungsmittel, die speziell für Uhren hergestellt wurden. Damit liegst Du auf der sicheren Seite.

Uhrwerk vom Fachmann reinigen lassen

Die Reinigung und Ölung/Ölwechsel des Getriebes sollte nur ein Uhrmacher vornehmen. Sie ist wichtig, um einen mechanischen Abrieb zu vermeiden. Auch bei gelagerten Uhren sollte der Ölwechsel durch den Fachmann alle drei bis fünf Jahre erfolgen, damit keine Lagerschäden entstehen.

Die Uhr aufbewahren

Staubdicht und trocken

Je mehr Schmutz in das Getriebe gelangt, desto eher bleibt die Uhr stehen. Im schlimmsten Fall kann sie sogar kaputt gehen. Eine Uhr, die in einem Etui oder einer Vitrine staubdicht und trocken aufbewahrt wird, hält am längsten.

Gleichmäßige Temperatur

Wenn das Liebhaberstück nicht getragen, sondern sicher aufbewahrt werden soll, ist ein gleichmäßig temperierter Ort perfekt. Uhren mögen keine großen Temperaturschwankungen, da das Öl im Uhrwerk darunter leidet und so die Ganggenauigkeit gestört wird. Direkte Sonneneinstrahlung führt zu einem starken Temperaturanstieg und zu Verfärbungen. Vor allem die Ziffernblätter einer Uhr sind sehr sonnenempfindlich.

Geringe Luftfeuchtigkeit

Ähnlich wie bei der Pflege antiker Möbel spielt bei der Lagerung von Uhren die Luftfeuchtigkeit eine wichtige Rolle. Hohe Luftfeuchtigkeit hat denselben Effekt wie hohe Temperaturen: Sie führt dazu, dass sich die Lebensdauer der Uhr verringert. Sorge also dafür, dass die Luft am Aufbewahrungsort der Uhr möglichst trocken ist.

Regelmäßig bewegen/aufziehen

Auch wenn sie nicht getragen werden, müssen Uhren regelmäßig bewegt oder aufgezogen werden, damit sich das Öl im Uhrwerk verteilt. Automatikuhren müssen alle zwei bis drei Monate bewegt werden. Taschenuhren mit Handaufzugswerk sollte man in regelmäßigen Abständen bis zum ersten Widerstand aufziehen. Uhren mit einem mechanischen Werk sollten alle fünf Jahre ein Fachmann auf Verschleißteile überprüfen.

Die Uhr tragen

Uhrentasche nutzen

Viele Jacketts und Hosen haben eine kleine Uhrentasche. Das wertvolle Erbstück sollte immer in solch einer Uhrentasche getragen werden, denn diese schützt es vor zu großer Reibung. Wichtig ist, dass die Uhrentasche immer sauber ist. Die Dichtungen der Uhr lassen im Verlauf der Zeit nach, weshalb sie anfälliger gegenüber Staubpartikeln und Feuchtigkeit wird.

Stöße vermeiden

Beim Sport und anderen Bewegungen mit großer Erschütterung sollte man die Taschenuhr nicht tragen. Eine Uhr besteht aus mehreren hundert Teilen, die sehr filigran und deshalb auch sehr anfällig sind. Heftige Erschütterungen können dazu führen, dass empfindliche Teile brechen.

 

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Kommentare

Sena 23. März 2018 um 22:24

Da habt ihr wirklich einen tollen Artikel zu Thema „Alte Taschenuhren“ geschrieben. Mal schauen, ob ich mir demnächst auch eine alte Taschenuhr auf dem Flohmarkt kaufe.

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