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Fragen, die man sich stellen sollte, bevor man versucht, mit dem Ex-Partner wieder zusammen zu kommen

Ist es eine gute Idee mit dem Ex-Partner wieder zusammen zu kommen? Man sollte sich zuvor einige wichtige Fragen stellen, bevor man den Ex zurückgewinnen möchte.

Die Trennung einer romantischen Beziehung kann sehr, sehr schmerzhaft sein. In einer wissenschaftlichen Studie wurde deutlich, dass soziale Ablehnung die gleichen Bereiche im Gehirn aktiviert, die auch körperlicher Schmerz aktiviert.

Fragen Ex-Partner wieder zusammenkommen© pixabay.com | CC 0

Es gibt Fragen, die man sich stellen sollte, bevor man versucht, mit dem Ex-Partner wieder zusammen zu kommen.

Die Wissenschafter zeigten Probanden, deren Gehirne gleichzeitig gescannt wurden, Bilder von ihrem Ex-Partner und zum Vergleich von ihren Freunden. Die Fotos des Ex- Partners lösten in vielen Fällen ähnliche Aktivität im Gehirn aus, wie auch körperlicher Schmerz. Demnach ist es leicht verständlich, dass viele Personen, deren Beziehung gerade zum Ende gekommen ist, den überragenden Wunsch spüren, mit dem Ex-Partner wieder zusammen zu kommen, um dem Trennungsschmerz ein Ende zu bereiten.

Doch wenngleich dieser Wunsch verständlich ist, kann es sich lohnen, zunächst darüber nachzudenken, ob es eine gute Idee ist, die Beziehung mit dem betroffenen Ex-Partner fortzuführen. Folgende Fragen können helfen:

1) War die Beziehung mit dem Ex-Partner eine toxische Beziehung?

Die Freude eine Beziehung wieder fortzusetzen, wird höchst wahrscheinlich nicht lange anhalten, wenn die Beziehung eine toxische war. Um eine toxische Beziehung in eine konstruktive Liebesbeziehung umzuwandeln, ist äußerst hohe Motivation beider Partner erforderlich, sowie langfristige hochqualitative Beziehungsberatung. Wenn die Motivation der Partner nicht ausreicht oder überhaupt vorhanden ist, ihre Beziehung grundsätzlich konstruktiv zu ändern, ist es zu empfehlen, von einer Fortsetzung der Beziehung abzusehen.

Es ist für Betroffene nicht immer leicht zu erkennen, ob ihre ehemalige Beziehung mit dem geliebten Ex-Partner toxisch war oder nicht. “Liebe macht blind.” ist ein bekanntes Sprichwort. Emotionaler Missbrauch kann sehr indirekt stattfinden und auch, was vielen nicht immer bewusst ist, regelmäßig unterbrochen werden, durch Momente, in denen der emotional missbrauchende Partner, sich selbst emotional verletzlich verhält. Diese Momente können den anderen Partner davon überzeugen, dass der emotional missbrauchende Partner selbst nur leiden würde und “geheilt” werden könne, durch Liebe, durch Geduld und durch Verständnis des anderen. Doch Letzteres ist in vielen Fällen nicht zutreffend. Personen, die ihren Partner emotional missbrauchen, sind sich dessen oft gar nicht bewusst. Sie sind durch Kindheit oder Jugend in einer bestimmten Art und Weise programmiert, die sie zu ihrem Verhalten antreibt, ohne dass sie sich dessen bewusst wären.

Narzisstische Charakterzüge sind typische Beispiele für Wesenszüge, die toxische Beziehungen begünstigen. Eine typische psychologische Strategie, der Personen, die toxischen Beziehungen zum Opfer fallen, ist das Rechtfertigen und Herunterspielen von missbrauchendem Verhalten des Partners. Wenn sie zu, Beispiel von Freunden angesprochen werden bezüglich ihrer Beziehung, weil die Freunde besorgt sind, so verteidigen Betroffenen das Verhaltens des Partners. Sie behaupten zum Beispiel, dass ihr Partner sie manchmal emotional mit seinem Verhalten nur deshalb unbeabsichtigt verletzen würde, weil er oder sie in der Kindheit dieses oder jenes durchgemacht hätte und selbst darunter leiden würde. Betroffene haben oft die Perspektive, sie müssten den Partner heilen oder gegenüber dem Partner besonders hohe Toleranz und Geduld zeigen, weil der Partner selbst Opfer seiner Vergangenheit sei.

2) Gibt es Verhaltensweisen oder Wünsche, die eine Person inkompatibel machen mit dem Ex-Partner?

Für die meisten Personen gibt es Verhaltensweisen, die sie an einem Ex- Partner auf keinen Fall akzeptieren möchten. Weiterhin haben die meisten

Menschen Wünsche, die sie auf keinen Fall aufgeben möchten. Beispiele für Verhaltensweisen, die oft von vielen Personen als inakzeptabel angesehen werden sind:

  • Einer der Partner wünscht sich dringend Kinder, der andere Partner möchte auf keinen Fall Kinder.
  • Einer der Partner wird regelmäßig in Konflikten mit dem Partner handgreiflich und der andere Partner hat keinerlei Toleranz gegenüber diesem Verhalten.
  • Einer der Partner hat wiederholt ohne Aussicht auf Änderung Affären mit anderen Partnern.
  • Einer der Partner ist einer Sucht wie z.B. Alkohol verfallen und hat keine ausreichende Motivation eine Entziehungskur durchzuhalten und dauerhaft ohne Alkohol zu leben.Sollte einer der Partner Verhaltensweisen zeigen oder Wünsche haben, die mit den Erwartungen des anderen Partners inkompatibel sind, sollte professionelle psychologische Hilfe herangezogen werden, um abzuwägen, ob die Situation gelöst werden kann oder ob von einer Fortsetzungen der Beziehung mit dem betroffenen Ex-Partner Abstand genommen werden sollte.

3) Sind es die “richtigen” Gründe, die den Ex-Partner attraktiv machen?

Sind es vor allem sogenannte extrinsische Gründe, wie sozialer Status oder finanzielle Sicherheit, die den einen der Partner motivieren, die Beziehung mit dem Ex- Partner fortzusetzen, ist eine Fortsetzung dieser Beziehung fragwürdig. Eine für beide Seiten bedeutende Beziehung basiert vor allem stets auf dem Zusammenspiel der Charaktereigenschaften beider Partner, also eine Beziehung, die auf inneren, intrinsischen, Werten basiert.

Eine erfüllende romantische Liebesbeziehung basiert nicht auf rein extrinsischen Motivationen, wie materielle Güter oder körperlicher Attraktivität. In Beziehungen, in denen extrinsische, oberflächliche, Motivationen die Hauptbasis des Bundes der Partner sind, fühlen sich Betroffene oft austauschbar. Wenn eine langfristige Liebesbeziehung charakterisiert durch eine bedeutungsvolle, erfüllende, tief gehende emotionale Verbindung beider Partner das Ziel ist, muss die Basis der Beziehung stattdessen auf Charaktereigenschaften beider Partner beruhen und nicht nur auf deren Geldbeutel, Aussehen oder Status.

Fazit

Nur falls Betroffene nach gründlichen Reflexion über die obigen Fragen überzeugt sind, dass der Ex-Partner für sie eine gute Wahl ist, sollten die Betroffenen die Entscheidung treffen, die Beziehung mit dem Ex-Partner wieder fortsetzen zu wollen. Sollten Zweifel bestehen, ob der Ex-Partner als Partner geeignet ist, ist dringend zu empfehlen, professionelle psychologische Beratung in Anspruch zu nehmen.

Falls Betroffene wünschen, die Beziehung mit dem Ex-Partner fortzusetzen, gilt es herauszufinden, welcher Weg als der geeignetste erscheint, mit dem Ex-Partner wieder zusammen zu kommen. Um herauszufinden, welcher Weg in der individuellen Situation sinnvoll ist, kann Hilfe eingeholt werden:

  • Es kann die Hilfe durch professionelle Berater herangezogen werden; idealerweise bevor man voreilige Entschlüsse fasst. Berater haben unterschiedliche Qualifikationen. Zu nennen sind Psychologen/innen, Paartherapeuten/innen, Beziehungsberater/innen sowie Beziehungscoaches.
  • Eine Methode, die Verbindung mit dem Ex-Partner wieder herzustellen, ist für Personen, die für esoterische Ansätze offen sind, die sogenannte Partnerrückführung.
  • Weiterhin gibt es zahlreiche Bücher mit guten Bewertungen zu dem Thema, wie man seinen Ex-Partner zurückerobern kann.

Unterschiedliche Herangehensweisen, um mit dem Ex-Partner wieder zusammen zu kommen, sind folgende Beispiele:

  • Je nach Fall kann es hilfreich sein, den Partner nicht gleich von dem eigenen Entschluss, die Beziehung fortsetzen zu wollen, wissen zu lassen. Stattdessen kann dem Ex-Partner nur angedeutet werden, dass es nicht ausgeschlossen ist, die Beziehung fortzusetzen. Es kann förderlich sein, über Wochen und eventuell Monate mit dem Ex-Partner nur zu flirten, den Ex-Partner aber dennoch gleichzeitig auf Distanz zu halten und zunächst keinen Sex mit dem Ex-Partner zu zuzulassen, um zu begünstigen, dass der Ex-Partner sich über Wochen umkonditioniert und den Ex-Partner nicht mehr vorrangig mit negativen Emotionen der Trennung, sondern mit positiven Emotion verknüpft und als Ziel der Begierde wiederentdeckt.
  • In anderen Fällen kann es förderlich sein, Intimität und Sex mit dem Ex- Partner zuzulassen, wenn dies von beiden gewünscht ist, um ein Bonding zu initiieren, dass eine Fortsetzung der Beziehung einleitet.
  • Je nach Fall kann es auch genügen, mit dem Ex-Partner Kontakt aufzunehmen und ihn wissen zu lassen, dass eine Fortsetzung der Beziehung möglich ist. Bei manchen Ex-Partnern initiiert eine solche positive Nachricht eine Wende der Ereignisse;
  • In einigen Fällen mag es konstruktiv sein, den Ex-Partner wiederholt zu kontaktieren, um eine Fortsetzung der Beziehung zu begünstigen. In anderen Fällen kann dies kontraproduktiv sein.

Es ist je nach individuellem Fall abzuwägen, welche Vorgehensweise die Erfolg versprechendste ist, um das Herz des Ex-Partners wieder zu gewinnen und eine hoffentlich verbesserte Beziehung fortzusetzen.

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Kategorie: Beziehung
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