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Für den Nachwuchs sparen

Ist das Töchterchen, der Sohn, das Enkelkind oder das Patenkind erst auf der Welt, werden Mama und Papa bekanntermaßen förmlich bestürmt und überhäuft mit Geschenken. Fortan wird der Kalender nach Anlässen wie Ostern, Nikolaus, Weihnachten, Taufe oder Geburtstag durchforstet, die eine Gelegenheit bieten, dem neuen Erdenbürger ein Geschenk zu bringen. Die Folge: Manche Kinder werden heillos und fast schon unqualifiziert mit Geschenken überhäuft. Plan B wird zwar keine glänzenden Kinderaugen begünstigen, oder besser gesagt: noch nicht, denn wenn das Kind erst zum Jugendlichen oder jungen Erwachsenen geworden ist, freut es sich in jedem Fall über das Ersparte, was die Eltern, Großeltern oder Taufpaten zurückgelegt haben. Welche Anlageoptionen es dabei gibt, soll dieser Beitrag zeigen.

Viele Großeltern und Taufpaten fragen sich, welches Geschenk denn gut ankommt.

Tendenzen im Angebotsdschungel

  • Ausbildungsversicherungen und Unfallversicherungen sind nicht zu empfehlen.
  • Wohnungsgenossenschaften bieten attraktive Zinskonditionen bei Sparbüchern und Sparplänen.
  • Direktbanken bieten attraktive Festgeldzinsen.
  • Indexfonds haben gute Renditen, bergen allerdings auch Risiken.

Sparoptionen für den Nachwuchs sind meist explizit ausgewiesen. Doch auch wenn dies nicht der Fall ist, sollten Investitionswillige bei den Finanzinstituten nachfragen, welche Optionen es auch für Minderjährige gibt, die vergleichsweise lange nicht an ihr Geld kommen müssen, denn meist sind die Sparoptionen für den Nachwuchs so angelegt, dass das Ersparte erst bei Volljährigkeit verfügbar wird.

Das Tagesgeldkonto als beliebte Option

„Wer Geld übrig hat, sollte ein Tagesgeldkonto eröffnen, denn darauf gibt es mehr Zinsen als beim Sparbuch. Aber nicht jedes Angebot lohnt sich.“ Dieser doch recht kontroverse Hinweis im Hamburger Abendblatt zeigt zwei ganz unterschiedliche Sichtweisen. Einerseits wird das Tagesgeldkonto als attraktive Option ausgewiesen, andererseits wird vor einem leichtfertigen Abschluss gewarnt.

Wichtig ist nämlich ein Blick in die Details, die in dieser Übersicht kurz erläutert werden:

  • Der Blick auf die Höhe der Zinsen ist nur ein wichtiges Auswahlkriterium bei der Wahl eines Tagesgeldkontos. In diesem Zusammenhang ist allerdings auch die Frequenz der Zinsausschüttung ein wichtiges Detail. Kann diese quartalsmäßig oder sogar monatlich erfolgen, steigert das letztlich die Rendite. Gestaffelte Zinssätze sind indes nur bis zum Maximalsatz interessant. Darüber gibt es für den Anleger kaum mehr eine attraktive Rendite.
  • Hohe Tagesgeldzinsen sollten Verbraucher stutzig machen, denn oft verbirgt sich dahinter ein Mindestanlagebetrag auf den zudem noch die Zinsen beschränkt sind.
  • Darüber hinaus lohnt sich ein Blick auf die Dauer der attraktiven Zinssätze. Nivellieren sich diese mit der Zeit nach unten, ist die langfristige Rendite nicht gegeben oder vielleicht sogar bei dauerhaft niedrigeren Zinsen attraktiver als bei nur kurzfristig verfügbaren hohen Zinssätzen.

Eine gute Übersicht über die Angebote am Markt bietet hier der Tagesgeld Vergleich bei kontorat.de. Wann sich die Anlage eines Tagesgeldkontos für das eigene Haushaltsgeld lohnt, können interessierte Sparer in diesem Beitrag nachlesen.

Geldanlage übersichtlich und transparent

Die Verbraucherzentrale hat zum Thema Geldanlage eine kleine Checkliste in Form eines Einmaleins zusammengestellt, die hilft, Schritt für Schritt das Geld von Jung und Alt zu sichern und sicher zu vermehren. Demnach sei ganz wichtig, zunächst die eigenen Ziele (in diesem Fall die sinnvolle Geldanlage für den Nachwuchs) zu definieren. In diesem Zusammenhang sollten Interessierte festlegen, welche Summe angelegt werden soll, wie lange diese angelegt werden soll und ob sich die Grundanlage regelmäßig erhöht (durch ein regelmäßiges gezahltes Taschengeld) oder sporadisch (durch Geldgeschenke an Weihnachten oder zum Geburtstag).

Wer sich für eine risikoreichere und damit auch meist renditestärkere Anlagenform entscheidet, sollte darauf achten, das Risiko zu streuen, was bei einer langen Anlagezeit vergleichsweise gut möglich ist. Ethisch betrachtet sollten Verbraucher dann das Geld zur risikoreichen Anlage verwenden, das sie selbst für den Nachwuchs sparen und nicht etwa das, was das Kind im Laufe seines Lebens geschenkt bekommt.

Zudem muss eine Anlage nicht für die Ewigkeit sein. Wer also mit dem Gedanken spielt, Geld für die eigenen Kinder, Taufkinder oder Enkelkinder anzulegen, sollte darauf achten, dass die Verträge Variabilität ermöglichen. Das ist sinnvoll, wenn sich Konditionen und Angebote ändern, aber es ist auch wichtig, um ggf. anpassen zu können, wer berechtigt ist, das Geld zu verwalten, falls das Kind dies nicht mit Beginn der Volljährigkeit erhalten soll.

Randnotiz: Auch ohne Geld kann es schöne Geschenke geben

Gesetzt den Fall, es ist aktuell finanziell nicht möglich, langfristig Geld für den Nachwuchs anzulegen, dann muss das nicht ein trostloses Fest bedeuten, denn: Auch mit wenig Geld lässt sich ein tolles Weihnachtsfest feiern. Eine Idee ist beispielsweise ein großes Spieleset in Einzelteile zu splitten, so dass der Nachwuchs gleich mehrere Päckchen zum Aufwickeln hat. Zudem schätzen Kinder es besonders, mit Mama und Papa einmal ausgiebig Zeit zu verbringen. Wer das mit dem gemeinsamen Schmücken des Baumes oder dem gemeinsamen Kochen des Weihnachtsmenüs verbindet, kann in fröhliche Kinderaugen sehen – ganz ohne dafür viel Geld aufgewendet zu haben.


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Kategorie: Familienvorsorge
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Kommentare


UP 15. Juli 2016 um 9:41

Ein Kinderkonto macht auf jeden Fall für alle Familienmitglieder Sinn – so kann man schon ab Geburt einen wichtigen Grundstein für finanzielle Freiheiten ab Volljährigkeit setzen. Schon kleine monatliche Geldüberweisungen (z.B. 15 Euro von der Patentante oder dem Patenonkel) können bis zum 18. Lebensjahr z.B. den Führerschein und ein gebrauchtes Auto ermöglichen.Oder aber den Start in die Ausbildung oder das Studium finanziell erleichtern. Steuerlich ist ein Kinderkonto natürlich auch interessant, da man bei einem separaten Konto auch den vollen Freistellungsbetrag ausschöpfen kann.

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