Skip to main content

Die Geschichte der Wellnessbehandlung in Deutschland

Stress im Alltag zehrt an Körper und Geist, daher sehnt sich jeder irgendwann nach etwas Ruhe und Entspannung. Kein Wunder also, dass im Jahr 2015 jeder zehnte Deutsche angab, seine Reise am liebsten als Wellness- und Gesundheitsurlaub zu verleben. Neben verschiedenen Massagen, Saunaeinrichtungen und Thermalbädern, werden heutzutage auch Heilfasten, Yoga und Meditation unter dem Überbegriff Wellness zusammengefasst – aber woher kommen die traditionellen Entspannungseinrichtungen eigentlich, die heute in Wellnessoasen angeboten werden? Ein Rückblick in die Vergangenheit verrät, dass diese ihren Ursprung in der Antike und weiteren Kulturkreisen haben.

Saunen und Römische Bäder

Die Römer entdeckten das wohltuende Thermalwasser bereits 200 vor Christus für sich. Sie legten den Grundstein für die heutige Wellness-Kultur, indem sie riesige Thermen für bis zu 1.000 Personen anlegten, um das eigene Wohlbefinden zu steigern und es als Ort gesellschaftlichen Zusammentreffens zu nutzen. Sie verzierten die Bäder mit wunderschönen Mosaiken und bezogen das Wasser aus Quellen, welches über Aquädukte transportiert wurde. Da die Römer ihre Bäderkultur aus Rom auch in die Provinzen brachten, erreichte der Trend Deutschland zunächst in Bayern.

Heutzutage werden die Traditionen der Antike weitergeführt, neben den Thermen gelten in Deutschland auch Saunabesuche als extrem gesundheitsfördernd. Laut Travelbird sind sowohl bei Thermen-, als auch bei Saunabesuchen diverse Regeln zu beachten. Um sich ideal auf die heißen Temperaturen im Schwitzbad vorzubereiten, empfiehlt sich davor eine warme Dusche. Alkohol oder der Genuss von deftigen Mahlzeiten ist zu vermeiden, Früchte und gedünstetes Gemüse hingegen liegen nicht so schwer im Magen und sind besser bekömmlich. Während des Saunagangs ist auf genügend Flüssigkeitszufuhr zu achten, da der Körper während eines Saunagangs 1 bis 2 Liter Wasser verliert. Regelmäßige Ruhepausen zwischen den einzelnen Saunagängen sind einzulegen, um den Kreislauf nicht zu überfordern. Nach dem Saunabesuch versorgen körpereigenen Lipide die Haut optimal mit Feuchtigkeit, weswegen das Auftragen einer Körperlotion überflüssig ist.

Ayurveda und Trend-Behandlungen

Nachdem die Bäder- und Saunakultur in der westlichen Welt Anklang fand, wurde in den 70er Jahren der Wert von indischen Ayurveda-Behandlungen erkannt und nach Europa gebracht. Die Ursprünge des Ayurveda, eine traditionelle indische Heilkunst, gehen bereits auf 3.000 v. Chr. zurück und werden vor allem im westlichen Kulturkreis als Form des Wellness anerkannt. Die Heilkunst ist bekannt für ihre positive Wechselwirkung von warmen und kalten Anwendungen. Im Ayurveda glaubt man an das Ganzheitliche, also den Einklang von Körper und Seele, dabei werden Schmerzpunkte durch heißes Öl und angenehme Berührungen gelindert.

Neben dem indischen Ayurveda, werden auch Behandlungen aus Fernost immer beliebter.

Einen weiteren Trend setzt die Hot Stone Massage, die ebenfalls auf Wärme setzt. Sie wird schon seit Urzeiten aus dem asiatischen, pazifischen und amerikanischen Raum übermittelt. Durch die Wärme- und Kältereize der Basaltsteine, wird besonders das vegetative Nervensystem angeregt. Mittlerweile kann man durch Anleitungen, wie bei FitforFun, Entspannungsprogramme ganz einfach zu Hause durchführen.

Eine besonders populäre Massage-Art aus dem asiatischem Raum ist die Thai-Massage, welche ihre Wurzeln in der ayurvedischen Medizin hat. Die klassische Massage aus Thailand ist besonders effektiv, da sie eine Verbindung aus Akupressur, Dehnung (passivem Yoga), Energiearbeit und Meditation ist. Der Behandelnde setzt dabei vor allem sein eigenes Körpergewicht ein, um durch die Übertragung von Druck, Kraft und Energie eine hohen therapeutischen Nutzen zu erzielen.

Spa: Verbindung alter Traditionen

Der Begriff des Spa hat sich heutzutage als Überbegriff für Bädereinrichtungen mit Wellnessbehandlungen etabliert. Der Ursprung des Wortes geht bereits auf das 15. Jahrhundert zurück, als die ersten Gäste aus England in den belgischen Badeort Spa gepilgert sind. Zuerst benutzten die Engländer das Wort Spa als Bezeichnung für jegliche Art von Mineralquellen, bis es schließlich zum Namensgeber für unsere heutigen Wellness-Oasen wurde. Typischerweise vereint es Saunen, Bäder und entspannende Massage-Behandlungen. Deutschlands größtes Spa im Herzen der Hauptstadt, eröffnet dem Besucher eine riesige Wellnesslandschaft im asiatischen Ambiente. Dieses Thema wird häufig gewählt, um die Herkunft der ganzheitlichen Behandlungen von Körper und Geist zu unterstreichen.

Bei Deutschen wird das Gesundheitsbewusstsein und die wohlverdiente Auszeit vom Alltag immer beliebter, was sich auch in den steigenden Umsatzzahlen zeigt: Rund 105 Milliarden Euro wurden alleine in Deutschland 2015 im Wellnesssektor umgesetzt. Eine kleine Auszeit mit dem Partner, eine Massagebehandlung, Meditieren, ein Bad im wohltuenden Thermalwasser, Fitness oder Saunagänge reichen bereits aus, um Körper und Seele zu regenerieren. Denn wer physisch und psychisch gesund ist, hat die beste Vorraussetzung zum Glücklichsein.


Die Geschichte der Wellnessbehandlung in Deutschland
1 (20%) 1 Vote
Kategorie: Entspannung
Thema: , ,

 

 


Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

© 2016 schillmann.com
Hosted by digitalocean.com