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Gesunde Füße trotz Fußverformungen

Die Füße sorgen im Stehen für einen stabilen Stand, beim Gehen und Laufen federn sie Unebenheiten des Bodens ab. Dabei lastet bereits beim Gehen bei jedem Schritt mindestens das jeweilige Körpergewicht auf dem Fuß. Beim Laufen erhöht sich die Last je nach Geschwindigkeit auf das zwei- bis Fünffache des Körpergewichts. Treten zusätzlich erblich veranlagte Fehlstellungen hinzu oder wird das falsche Schuhwerk getragen, kann es zu Verformungen der Füße kommen. Dies macht sich nicht nur optisch bemerkbar, sondern schadet auch der Fußgesundheit sowie der allgemeinen Gesundheit.

Die verschiedenen Verformungen an den Füßen

In einem Interview mit der Allgemeinen Zeitung erklärt Dr. Dirk-Sven Jakob, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, dass es in den letzten 10-15 Jahren vor allem Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine Häufung von Senk- und Knickfußdeformitäten zu beobachten sei. Nach Ansicht von Dr. Jakob sei dies im Tragen von weichen flachen Schuhen ohne ausreichend gestärktes Fußbett begründet. Das Fußgewölbe werde hierdurch nicht vernünftig gestützt und da die Fußmuskulatur durch fehlendes Barfußlaufen nicht ausreichend trainiert werde, komme es zum vermehrten Auftreten dieser Fehlformen des Fußes.

Bei erwachsenen Menschen sei die Zahl der im Alter typisch auftretenden Fußbeschwerden, z.B. Spreizfuß oder der Hallux valgus (Ballenzeh), über die letzten Jahre hinweg konstant geblieben. Bei erwachsenen Frauen seien Fehlformen des Ballenzehs als Folge des im Alter zunehmenden Spreizfußes weitaus häufiger zu beobachten als bei Männern. Zudem seien Frauen häufiger von Hammer- und Krallenzehen mit den typischen schmerzhaften Druckstellen betroffen. Zum einen sei bei Frauen das Bindegewebe schwächer ausgeprägt, zum anderen werde das Deformieren der Füße durch das Tragen von zu engen und zu spitzen Schuhen über einen längeren Zeitraum hinweg gefördert. Der Senk-Knickfuß oder die Plattfußform (generell eher selten) sowie einzelne Krallen- oder Hammerzehen sowie Arthrosen im Großzehengrundgelenk sind häufig bei männlichen Erwachsenen anzutreffen.

Therapie- und Behandlungsmöglichkeiten bei Fußverformungen

Das Tragen von stützenden Einlagen kann das Fortschreiten einer bereits vorhandenen Fußfehlform kaum oder gar nicht positiv beeinflussen, wohl aber zu einer zeitweisen Linderung der Beschwerden beitragen. Beim Spreizfuß mit den oben beschriebenen Folgeerscheinungen sind in den meisten Fällen keine vorbeugenden Maßnahmen möglich. Häufig kommen stützende Einlagen, Polsterungen für die Zehen oder spezielle Schienen zum Einsatz. Ein ausgeprägter Hallux valgus muss in der Regel operiert werden, damit die Achse im Fuße wieder hergestellt wird. Solche oder ähnliche operative Eingriffe, hierzu zählt beispielsweise auch eine Korrektur der Fußachsen, sollte ausschließlich von einem erfahrenen Chirurgen durchgeführt werden. Je nach Ausmaß der Verformung ist jeder Hallux valgus anders zu behandeln. Die meisten Fußfehlformen können indes durch das Tragen von richtigem und adäquatem Schuhwerk vermieden werden.

Das richtige Schuhwerk für die Fußgesundheit

Neben der genetischen Veranlagung begünstigt falsches Schuhwerk das Auftreten von schmerzhaften Schief- und Fehlstellungen der Füße und Zehen. Viele Menschen kaufen nach wie vor Schuhe in der falschen Größe, häufig sind diese ein oder zwei Nummern zu klein. Schweißfüße sorgen nicht nur für einen unangenehmen Geruch, sie begünstigen auch die Entstehung von Fußpilz. Da Hausschuhe häufig mehrere Stunden am Tag getragen werden, empfiehlt es sich Schuhe mit einem atmungsaktiven und schadstofffreien Material zu kaufen. Kinder sollten Hausschuhe mit weicher und flexibler Sohle anziehen. Auf hausschuh.com gibt es neben verschiedenen Modellen auch einen Größenfinder, sodass auch die richtige Größe für den Hausschuh ausfindig gemacht werden kann. Zudem können spezielle Modelle für empfindliche Füße und für Problemfüße bestellt werden.

Barfußlaufen ist gesund und stabilisiert den Gang

Barfußlaufen ist für die Fußgesundheit förderlich, es stärkt die Fußmuskulatur und soll Fehlstellungen, z.B. Hühneraugen, vorbeugen. Wer komplett auf Schuhe verzichtet, riskiert Verletzungen an den Füßen durch das Eintreten in Gegenstände sowie eine Verhornung der Füße.

Tragen von Barfußschuhen als Schutz vor Verletzungen

Um diese Risiken zu umgehen, bietet sich als Lösung das Tragen von sogenannten Barfußschuhen an. Hierbei empfindet die Person das Gefühl des Barfußlaufens, gleichzeitig werden die Füße geschützt. In einem Test des Mitteldeutschen Rundfunks wurden unter ärztlicher Aufsicht verschiedene Schuhtypen getestet. Die Testperson läuft zunächst mit normalen Schuhen über eine Messplatte zur Bestimmung der Lastenverteilung beim Gehen. Im Anschluss wird dies mit Barfußschuhen wiederholt. Die Auswertung ergibt, dass die Last bogenförmig durch den Fuß geleitet werde. Dies fördere die natürliche Kraftverteilung im Fuß durch eine stärkere Beanspruchung der Muskulatur.

Fußpflege und Behandlungen bei Fußbeschwerden

Neben der richtigen Schuhwahl spielt die regelmäßige Pflege eine wichtige Rolle, um Probleme an den Füßen verhindern zu können. Ein Fußbad sei nach Ansicht von Monika Ferdinand, Vorsitzende des Bundesverbandes Deutscher Kosmetiker, nicht nur wohltuend, sondern trage diesem Artikel zufolge auch zum Vorbeugen von Beschwerden bei. Das Wasser dürfe jedoch nicht zu heiß sein und die Füße nicht länger als fünf Minuten im Wasser bleiben, damit die Haut zu stark aufweiche.

Beim Entfernen der Hornhaut solle nicht übertrieben werden, da die Hornhaut ansonsten doppelt nachwachse. Das Auftreten von Fußpilz kündige sich durch schuppige oder rissige Haut an. In diesen Fällen empfehle sich der Gang zum Hautarzt, dieser verschreibe in der Regel eine pilzabtötende Creme. Diese sollte ausreichend lange aufgetragen werden, da es ansonsten zum Rückfall kommen könne. Verfärben sich die Nägel gelb oder werden hart, sei dies oft ein Indiz für Nagelpilz. Eine Behandlung mit speziellem Nagellack zum Abtöten des Pilzes ist eine häufig angewendete Methode, in schwereren Fällen kommen verschreibungspflichtige Tabletten zum Einsatz.


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Kategorie: Fußpflege
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