Hausmittel gegen Schwitzen bei erhöhter Schweißproduktion. Einige einfache Tipps helfen dir gegen schwitzende Hände oder gegen Schweißfüße. Denn die ständig feuchten Hände und Füße können und angenehm sein. Wir zeigen, wie du effektiv die Schweißhände und Schweißfüße bekämpfen kannst.

Ursachen für schwitzende Hände und Füße

Das Schwitzen ist eine natürliche Körperfunktion und dient der Kühlung. Dabei schwitzen manche Menschen mehr und manche weniger. Ein starkes, häufiges Schwitzen oder eine erhöhte Schweiß Produktion ohne körperliche Anstrengung ist in der Regel nicht normal. Menschen mit einer solch verstärkten Absonderung von Schweiß leiden meist an einer sogenannten Hyperhidrose. Sie haben es besonders schwer im Sommer. Die Betroffenen fühlen sich unwohl.

Das kann in vielen Hinsichten zum Problem werden. Denn das Problem mit der starken Schweißbildung ist, dass diese Menschen sich schneller erkälten. Überdies bekommen Betroffene häufiger Hautkrankheiten, wenn die durchnässte Kleidung auf der Haut scheuert. Von Schwitzflecken auf der Kleidung und unangenehmen Körpergeruch ganz zu schweigen. Alles Gründe, dem vermehrten Schwitzen entgegen zu wirken.

Ursachen gegen übermäßiges Schwitzen

Ursachen für die vermehrte Schweißproduktion können physische oder psychische Gründe haben, die am besten mit einem Arzt abgeklärt werden sollte. Anschließend kannst du mit der Behandlung beziehungsweise Therapie deines Schweißproblems beginnen. Folgende zwei Ursachen sind möglich:

  • Physische Probleme: Ursache könnten zum Beispiel hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren oder eine Überfunktion der Schilddrüse sein. Auch unerwünschte Nebenwirkungen von Arzneimitteln, die Zuckerkrankheit, chronische Infektionen, Kreislaufstörungen oder Übergewicht kommen als Ursache in Frage.
  • Psychische Probleme: Hier sind die Ursachen der Hyperhidrose schwerer zu erkennen. Mögliche Auslöser könnten extremer Stress durch die Ausschüttung von zu vielem Adrenalin, soziale Probleme oder Angstzustände sein.

Therapien für beide Formen, physisch und psychisch, können nach Feststellung der Ursache vom Arzt verordnet werden. Je nach Befund verbessern Medikamente, natürliche Heilmittel, oder Entspannungsübungen die Situation. In akuten Fällen und als letzte Möglichkeit, kann die Entfernung der Schweißdrüsen in Erwägung gezogen werden. Aber auch nur wenn alle Therapien fehlgeschlagen sind.

Hausmittel gegen schwitzende Hände

Je nach deinen eigenen Bedürfnissen, kannst du es zunächst auch mit dem ein oder anderen Hausmittel ausprobieren. Dabei gibt es verschiedene Mittel, die nicht nur den Schweißgeruch neutralisieren, sondern auch die Bildung von Schweiß mildern sollen. Am besten du probierst es selber mal aus und schaust, welches Hausmittel für dich in Frage kommt.

1) Mit Essig Schweißproduktion mildern

Das effektive Hausmittel Essig ist einfach in der Anwendung. Daher eignet es sich gut als Hausmittel gegen Schweißhände. Um die Schweißbildung zu vermindern, kannst du regelmäßig einen Schuss Essig ins Waschwasser geben. Nach dem Abwaschen kannst du dich dann mit Franzbranntwein einreiben. Wenn du allerdings wenig Abwaschen tust, kannst du deine Schweißhände auch grundsätzlich mit Essig behandeln. Demnach reibe dazu deine kalten Schweißhände regelmäßig mit Essig ein und behandle diese anschließend mit Branntwein.

2) Natron gegen Schweiß

Das Wundermittel Natron wirkt desinfizierend und neutralisiert die Schweißgerüche. Somit ideal für Schwitzhände oder schwitzende Füße. Man kann das Natronpulver z.B. einfach in die Schuhe oder Socken pudern. Oder reibe dir regelmäßig die Hände damit ein. Der PH Wert der Haut wird durch die basischen Eigenschaften des Natrons ausgeglichen. Somit wirkt Natron doppelt. Erstens gegen den üblen Schweißgeruch und zweitens zur Harmonisierung der Hautflora.

3) Salbeitee gegen schwitzende Hände

Ein weiteres Hausmittel gegen schwitzende Hände ist der gesunde Salbeitee. Die Schweißproduktion reduziert sich deutlich, wenn man 3 Tassen täglich trinkt und auch die Hände in diesem Tee badet. Dabei kannst du dir guten Salbeitee in der Apotheke oder Reformhaus kaufen. Das ist eine leckere und günstige Variante schwitzende Hände und Füße loszuwerden.

Ebenfalls kannst du regelmäßige Umschläge oder Fußbäder mit Salbei oder Walnuss versetztem Wasser nutzen. Doch nach dem Fußbad solltest du die Füße gut abtrocknen und mit einem in Drogerien oder Apotheken erhältlichen speziellen Fußpuder einpudern, um Schweißfüße dauerhaft loszuwereden.

4) Zitronen gegen starken Schweiß

Mit Zitronensaft kann man sich einfach und effektiv die Hände waschen. Auch gegen Schweißhände oder schwitzende Füße wirkt die Säure Wunder. Daher kannst du die Zitrone auf diverse Arten bei Schweiß anwenden:

  • Gebe Zitronensaft in einen Eimer mit Wasser und bade deine Hände und Füße darin.
  • Mit Zitronensaft die Hände waschen und danach gründlich mit Wasser abspülen.
  • Bio Zitronenschalen kannst du für ca. 15 Minuten in lauwarmen Wasser ziehen lassen und dann darin ein Fußbad nehmen.
  • Oder verwende das ätherische Öl der Zitrone und reibe damit die Schweißfüße oder Hände ein.

5) Katzenstreu gegen Schweißschuhe

Sportler halten sehr viel von diesem Hausmittel gegen Schweißfüße. Denn Katzenstreu saugt nicht nur die Feuchtigkeit aus den Schuhen, sondern kann stinkende Gerüche neutralisieren, da es unangenehme Gerüche bindet. Nachdem du deine Schuhe damit eingestreut hast, kannst du das Streu bequem wieder ausschütten. Doch du solltest zuvor das Ganze lange einwirken lassen. Oder fülle das Katzenstreu in einen alte Nylonstrumpfhose. Dann lege den gefüllten Strumpf über Nacht in den Schweißschuhen.

6) Nahrungsmittel gegen die Schweißbildung

Wenn du zu den Menschen gehörst, die unter übermäßiger Schweißproduktion leiden, dann kann dir eine vernünftige Ernährung helfen. Denn du kannst die Schweißproduktion und somit schwitzende Hände und Füße reduzieren. Hierfür verzichte auf den Genuss von Kaffee, schwarzem Tee und Alkohol, da Koffein und Alkohol die Schweißproduktion anregen. Gleiches gilt für scharfe Gewürze im Essen. Ebenfalls solltest du weniger zuckerhaltige Nahrung essen; Die Hyperhidrosis kann sich durch Fettleibigkeit verschlimmern, also kann auch ein gesunder Gewichtsverlust helfen.

7) Atmungsaktive Kleidung tragen

Außerdem solltest du idealerweise nur luftdurchlässige Kleidung aus Naturfasern tragen, da diese dafür sorgt, dass du insgesamt weniger schwitzen tust. Hingegen solltest du keine synthetische Kleidung tragen, da diese uns schnell ins Schwitzen bringt. Folglich solltest du deinen Kleiderschrank überprüfen und mit den Aussortierten Kleidern eine Kleiderparty feiern. Oder spende sie für gute Zwecke.