Symptome erkennen und lindern

Was tun bei Hausstaubmilbenallergie?

Viele Menschen leiden unter einer Hausstaubmilbenallergie. Dabei sind die Hausstaubmilben Symptome ähnlich einer Erkältung, weswegen die Allergie meist spät entdeckt wird. Erfahre alles über Ursachen, Diagnose und wie du die Hausstaubmilbenallergie effektiv lindern kannst.

Täglich kommen wir in Kontakt mit Hausstaubmilben. Denn sie sind natürliche und harmlose Mitbewohner in unserer Matratze, Decken und Kissen. Doch einige Menschen reagieren allergisch auf den Kot der Tierchen. Das kann lästige Symptome, wie Schnupfen, tränende Augen etc. zur Folge haben.

Aufgewirbelter Staub© pixabay.com | CC 0
Aufgewirbelter Staub – ist er die Ursache von Hausstaubmilbenallergie?

Was ist eine Allergie überhaupt?

Aus dem Altgriechischen stammt der Begriff „Allergie“ und bedeutet so viel wie „Fremdreaktion“, also überschießende Abwehrreaktionen auf etwas Fremdes. Der Körper eines Allergikers reagiert somit überempfindlich auf Stoffe, die aus der Umwelt kommen. Kurz gesagt ist eine Allergie eine Fehlsteuerung des körpereigenen Immunsystems. Wie das Europäische Zentrum für Allergien berichtet, wird bei rund einem Drittel der 18–79-jährigen Deutschen im Laufe des Lebens eine Allergie festgestellt. Frauen sind deutlich häufiger betroffen (35,8 Prozent) als Männer (24,1 Prozent). Die jüngsten Schätzungen verweisen übrigens auf 30 Millionen Betroffene.

Ursachen von Allergien

Aufgrund der herrschenden Lebensumstände in den westlichen Industrieländern haben die allergieauslösenden Stoffe deutlich zugenommen. Dazu tragen Umweltbelastungen, gesteigerte Hygiene sowie eine stetige Veränderung der heimischen Pflanzen und auch global vertriebene Lebensmittel bei.

Ursache der Hausstaubmilbenallergie

Als Hausstaub bezeichnet man die Ansammlung von Haaren, Hautschuppen, Textilpartikeln etc., die sich in deiner Wohnung befinden. Dabei ist dieser Staub nicht nur am Boden und in den Ecken zu finden, sondern auch in Kissen, Decken und Matratzen. Menschen mit einer Hausstaubmilbenallergie reagieren allergisch auf Eiweiße der Milbe, die vornehmlich im Kot dieser vorkommen. Kommen wir mit diesem in Kontakt löst unser Immunsystem eine Reaktion aus. Dann wird vermehrt Histamin freigesetzt, welcher für die auftretenden Symptome sorgt.

Hausstaubmilbenallergie leicht und schnell erklärt.

Symptome einer Hausstaubmilbenallergie

Viele Symptome einer Hausstaubmilbenallergie gleichen jenen einer Erkältung. Deshalb wird diese Allergieform oft erst sehr spät erkannt. Bei einem Verdacht auf eine Allergie gegen Hausstaubmilben treten häufig nicht alle Symptome auf und meist auch nicht gleichzeitig. Zu den häufigsten Symptomen zählen:

  • Verstopfte Nase
  • Juckende und tränende Augen
  • Husten
  • Niesattacken
  • Schweres Atmen
  • Asthma
  • Kopfschmerzen
  • Neurodermitis
  • Unruhiger Schlaf

Diagnose der Allergie

Wenn du Hausstaubmilbenallergie Symptome zeigst, solltest du dir eine eindeutige Diagnose einholen und einen Facharzt aufsuchen. Dabei hat ein ausgebildeter Allergologe oder ein allergologisch tätiger Hausarzt verschiedene Diagnoseverfahren, über die er den Auslöser einer Allergie bestimmen kann. Mitunter erweist sich eine eindeutige Diagnose als schwierig, doch erst mit einer eindeutigen Bestimmung kannst du der Allergie entgegenwirken.

Damit du dir eine vorläufige Diagnose einholen kannst, gibt es Online-Allergietests. Folglich sind diese eine sinnvolle erste Möglichkeit, um auftretende Symptome einzuordnen. Mit einem Allergiefragebogen kannst du erste Verdachtsmomente überprüfen. Somit stellt dieser eine gute Grundlage für deinen Arztbesuch dar.

Hausstaubmilbenallergie lindern

Mangelnde Hygiene im Haushalt ist kein Auslöser für ein verstärktes Auftauchen von Hausmilben, wie oft fälschlicherweise angenommen wird. Dennoch gibt es einige Tricks im Haushalt, um die Hausstaubmilbenallergie und ihre Symptome zu mildern. Ebenfalls lies unsere 5 Tipps gegen Hausstaubmilben, um deine Hausstaubmilbenallergie lindern zu können.

1) Hausstaubmilben reduzieren

Alle Maßnahmen für die Reduzierung der Allergenbelastung im Haushalt haben eine große Bedeutung und führen in der Regel zu einer deutlichen Abschwächung der Symptome. Folglich haben wir die wichtigsten für dich im Überblick. Für mehr Informationen lies unseren Artikel zum Thema Hausstaubmilben und Milben bekämpfen.

  • Regelmäßiges und ausgiebiges Lüften im gesamten Haus. Für allergenfreie Luft ist zweimaliges Lüften pro Tag empfehlenswert. Das reduziert die Luftfeuchtigkeit. Auch die Raumtemperatur sollte nicht zu hoch sein.
  • Die Nutzung von Luftreinigern kann, Schadstoffe wie Milbenkot aus der Luft filtern. Somit sorgen diese zu Hause für eine bessere Atemluft.
  • Eine spezielle Atemmaske beim Saubermachen tragen. Der aufgewirbelte Staub ist sehr belastend für Allergiker, daher kann die Maske eine gute Schutzmaßnahme darstellen.
  • Tägliches Staubsaugen (mit HEPA-Mikrofiltern) ist hilfreich und besonders effektiv. Außerdem empfiehlt sich daran anschließendes Feuchtwischen.
  • Regelmäßiges Waschen der Bettwäsche und fachgerechtes Waschen bei mindestens 60 Grad ist hier ebenfalls angesagt. Und mindestens einmal im Jahr ist zudem eine Matratzenreinigung empfehlenswert.
  • Verwendung von Encasings. Diese Überzieher für Matratzen und Bettwäsche sind milbenundurchlässige Überzüge, deren Kosten manche Krankenkassen sogar erstatten.
  • Salzinhalatoren zum Lindern von Atembeschwerden oder asthmatische Symptome lindern.
  • Staubfänger im gesamten Wohnumfeld möglichst stark zu reduzieren. Denn je weniger Hausstaub, desto weniger Nahrung für die Hausstaubmilben.

2) Symptome mit Medikamente lindern

Um die Hausstaubmilbenallergie Symptome zu lindern, kann dir dein Arztpersonal entweder Antihistaminika verschreiben. Folglich sollen diese das Ausschütten von Histamin im Körper verhindern. Oder sie frage nach Glukokortikoide (Kortison) in Form von Nasenspray zum abschwellen der Nasenschleimhaut. Darüber hinaus beachte unsere natürlichen Hausmittel gegen Schnupfen, effektiven Maßnahmen gegen Kopfschmerzen und Hilfsmittel gegen brennende Augen.

3) Hyposensibilisierung beim Allergologen

Ebenfalls kannst du beim Arzt eine Hyposensibilisierung vornehmen lassen. Das ist eine Immuntherapie bei der dir das behandelnde Arztpersonal (i.d.R. Allergologen) die Allergene der Hausstaubmilben injizieren. Dabei wird die Konzentration nach und nach gesteigert. Folglich soll sich dein Körper an die Allergene (Auslöser) gewöhnen. Somit ist es eine effektive Methode zukünftig nicht mehr an der Allergie zu leiden. Zudem beachte unsere Hausmittel bei Pollenallergie und Pollenflug.

Wissenswertes über die Hausstaubmilbe

Hausstaubmilben sind natürliche Mitbewohner im Haus und nicht gefährlich oder Überträger von Krankheiten. Sie ernähren sich von abgestorbenen menschlichen Hautschuppen und nisten sich überall dort ein, wo wir uns aufhalten und es gemütlich ist: Matratzen, Kissen, Polstern, Teppichen etc. In der Zeit von Mai bis Oktober vermehren sich die Milben am stärksten, denn dann steigt die Luftfeuchtigkeit in den Wohnräumen.

Häufige Fragen und Antworten

Was ist eine Hausstaubmilbenallergie?

Eine Hausstaubmilbenallergie ist eine Fehlsteuerung des eigenen Immunsystems. Dabei reagiert diese auf die im Kot befindlichen Eiweiße der Hausstaubmilben. Folglich schüttet unser Körper vermehrt Histamin aus und es kommt zu Symptomen einer Allergie.

Welches sind die Ursachen und Symptome einer Hausstaubmilbenallergie?

Die Ursache der Allergie liegt genau genommen im Kot der Tierchen. Wenn wir diesen einatmen reagieren einige Menschen allergisch. Die häufigsten Hausstaubmilbenallergie Symptome sind Niesattacken, Schnupfen, Kopfschmerzen, Husten, schweres Atmen und brennende Augen. Zudem können Asthma, Neurodermitis und ein unruhiger Schlaf hinzu kommen.

Was tun gegen eine Hausstaubmilbenallergie?

Du solltest unbedingt den Hausstaub und die darin befindlichen Milben reduzieren. Zum Beispiel durch regelmäßiges Lüften und Wischen. Oder durch Luftfilter, Encasings etc. Ebenso kannst du vom Arzt Medikamente gegen deine Hausstaubmilbenallergie bekommen. Oder du nimmst beim Arzt eine Hyposensibilisierung (Immuntherapie) vor.


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