Die Kenner wussten Leder schon immer zu schätzen. Denn die Möbel mit Lederbezug werden mit dem Alter immer schöner. Vorausgesetzt sie werden auch über die Jahre richtig gepflegt und gereinigt. Wir zeigen dir, welche Mittel zur Reinigung gut sind und welche vermieden werden sollten.

Das Leder und seine Eigenschaften

Leder ist ein Material aus tierischer Haut. Bereits vor Jahrhunderten nutzen die Menschen das Material als Zeltwände und zur Herstellung von Kleidung, sowie Behältnissen. Denn das Leder besitzt positive Eigenschaften, wie seine Strapazierfähigkeit und Atmungsaktivität. Darüber hinaus ist es schwer entflammbar und hält warm. Es ist so beliebt, da es bei der richtigen Reinigung und Pflege sehr langlebig ist. Doch dabei solltest du die richtigen Mittel verwenden. Ansonsten kannst du bei der Reinigung das Leder zerstören.

Tipps für die richtige Reinigung von Leder

Leder ist zwar strapazierfähig, doch wenn es lange gut aussehen soll, braucht es eine schonende Reinigung. Darüber hinaus solltest du es regelmäßig pflegen. Dabei solltest du nicht unüberlegt vorgehen. Denn es gibt einige wichtige Dinge zu beachten, um die schönen Ledermöbel und Lederbezüge nicht zu ruinieren. Deshalb haben wir Tipps für die richtige Behandlung deiner Lederbezüge gesammelt. Lies auch wie du altes Leder auffrischen und polieren kannst.

1) Auf chemische Reinigungsmittel verzichten

Als absolut ungeeignet und für den Leder Stoff gefährlich gelten folgende Substanzen: Fleckenentferner, Lösungsmittel, Bohnerwachs und Schuhcreme. Darüber hinaus solltest du beim Leder reinigen auf Benzin und Terpentin verzichten. All diese Reinigungsmittel können den Stoff beschädigen. Stattdessen nutze zur Reinigung natürliche Hausmittel oder einen speziellen Reiniger für Leder aus dem Internet.

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2) Bei der Reinigung Lederart beachten

Eine einfache Lederpflege muss gegen die allgemeine Meinung nicht unbedingt teuer werden, um effektiv zu sein. Aber verschiedene Lederarten benötigen entsprechend spezielle Pflege. Somit kann die Wirkung gezielt erfolgen. Daher solltest du zunächst die Art des Leders bestimmen. Kennst du die Art, dann kannst du mit der Reinigung beginnen.

Anilin-Leder reinigen

Dies sind die sogenannten ungedeckten Leder. Diese Lederart benötigt keine komplizierte Pflege. Aber du solltest dieses vor zu starker Sonneneinstrahlung schützen. Außerdem solltest du es regelmäßig mit einem feuchten Tuch Abstauben (mindestens einmal pro Woche). Und zwei Mal im Jahr sollte eine Behandlung mit einem Spezialreinigungsmittel durchgeführt werden. Ebenfalls beachte wie du Lederpolster reinigen kannst mit Maismehl.

Raues Leder reinigen

Zu der Pflegeroutine gehört es, einmal in der Woche die Ledergarnitur mit einem Staubsauger vom Staub zu befreien. Ebenso kannst du Stellen, die etwas speckiger geworden sind, vorsichtig mit einer Gummibürste behandeln. Und verschiedene, frische Flecken einfach abwischen oder mit einer Waschmittellösung behandeln. Zudem beachte Tipps für die Lacklederpflege.

Destilliertes Wasser fürs Leder reinigen nutzen

Für das Leder reinigen nutze am besten destilliertes Wasser. Somit kannst du unliebsame Kalkflecken vermeiden. Darüber hinaus solltest du das vorgesehene Reinigungsmittel verwenden.

3) Ein wenig Kernseife verwenden

Wenn du Flecken aus glattem Leder entfernen möchtest, kann dir die Verwendung von Kernseife helfen. Dabei solltest du darauf achten, nicht zu viel von dieser zu nutzen. Auch eine großflächige Nutzung ist nicht ratsam. Und du solltest die Kernseife zuvor etwas aufschäumen. Anschließend teste es an einer kleinen Stelle bevor du richtig anfängst. Danach pflege das Material mit Lederfett. Somit trocknet es nicht aus. Beachte auch unsere Tipps zum Teppichflecken entfernen.

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4) Leder reinigen mit Haarshampoo

Wenn du kein speziellen Lederreiniger zur Hand hast, dann kannst du Glattleder mit Haarshampoo reinigen. Hierfür verdünne es in Wasser. Dann kannst du damit fettige Stellen und Verschmutzungen einreiben. Aber auch hier solltest du das Gemisch an einer kleinen Stelle zuvor testen. Und es ist wichtig anschließend alles gut trocknen zu lassen. Lies auch unsere Ideen zum Haarshampoo selber machen.

5) Lederpflegemittel selber herstellen

Ledermöbel haben die Eigenschaft mit zunehmendem Alter eine eigene, schöne Patina zu entwickeln. Damit das Leder weich und elastisch bleibt, kannst du ein Pflegemittel selber herstellen. Hierfür mische je 150 ml Wasser und Milch mit einem Eiweiß. Dann trage die Mixtur mit einem Schwamm auf die zuvor abgebürsteten Möbel dünn auf und lasse es kurz einwirken. Abschließend entferne die überschüssige Lösung mit einem trockenen Tuch. Nach dieser Prozedur sind deine Ledermöbel gut gepflegt und strahlen wie neu. Darüber hinaus beachte, wie du Tintenflecke aus Leder entfernen kannst.

6) Schlechten Geruch aus Leder entfernen

Wenn dein Ledersofa oder deine Lederjacke einen schlechten Geruch angenommen haben, dann musst du diese nicht gleich wegwerfen. Stattdessen nutze das beliebte Hausmittel Essig, um den Geruch zu neutralisieren. Hierfür nehme ein Tuch und gebe etwas Essig hinauf. Anschließend wische das jeweilige Lederstück damit ab.

7) Lederbezüge vor Sonnenlicht schützen

Ledergarnituren sind lichtempfindlich und sollten über die Jahre hinweg keinem direkten Sonnenlicht ausgesetzt werden. Da sie auf diese Weise leicht ausbleichen können oder fleckenartig nachdunkeln. Beachte auch unseren Artikel zu Autositze reinigen und pflegen.

8) Genügend Luftfeuchtigkeit für Leder

Gleichfalls solltest du für die genügende Luftfeuchtigkeit im Wohnraum sorgen. Denn das Leder braucht Feuchtigkeit, um dauerhaft weich und geschmeidig zu bleiben. Ebenso wichtig ist das für die Pflege von alten Möbeln und Antiquitäten.

Probleme beim Lederbezüge pflegen

Über die Jahre der Benutzung von Ledergarnituren sind sie verschiedenen Faktoren ausgesetzt, die bedrohlich für ihre Schönheit sein können:

  1. Schweiß und Hautfett. Der Mensch selbst kann für das Leder ein Problem darstellen. Hautfett lässt dieses unschön aussehen. Nach einiger Gebrauchszeit zeigt er deutliche Spuren – den sogenannten Fettausschlag – der durch Hände- oder Haarkontakt entstehen kann. Wird das Leder in solchem Fall nicht entsprechend gepflegt, kann es innerhalb der Lederschichten zu einer Autooxidation kommen, was die Lederstrukturen zerstören kann.
  2. Abrieb und UV-Strahlung. Die UV-Schädigungen von Leder sind in den letzten Jahren immer häufiger vertreten. So wie es aussieht, hat die UV-Strahlung in den letzten Jahren stark zugenommen, was die Empfindlichkeit des Leders beeinträchtigt hat. Deswegen sollte im Voraus ein Pflegemittel und Reinigungsprogramm ausgewählt werden, damit die negative Auswirkung der UV-Strahlen auf das Material minimiert wird. Wird die Pflege der Ledergarnituren vernachlässigt, kann es dazu führen, dass der Bezug mit der Zeit unschön aussieht, brüchig wird oder einfach kaputt geht und unbrauchbar wird.

Häufige Fragen und Antworten

Wie reinige ich Leder richtig?

Bei der Lederreinigung solltest du auf chemische und aggressive Reinigungsmittel, wie Fleckenentferner, Benzin, Terpentin und Ähnliches verzichten. Stattdessen nutze destilliertes Wasser und versuche es vorsichtig mit Kernseife oder verdünntem Haarshampoo zu reinigen.

Wie oft muss ich Leder pflegen?

Du solltest dieses Material regelmäßig pflegen und abstauben. Ebenso solltest du es vor Sonnenlicht schützen und die richtige Luftfeuchtigkeit im Raum beachten.

Kann ich schlechte Gerüche aus Leder entfernen?

Ja, du kannst den schlechten Geruch aus Leder entfernen. Hierfür benötigst du lediglich Essig. Mit diesem kannst du dein Ledersofa oder deine Lederjacke abwischen.