Den perfekten Fußbodenbelag zu finden ist eine grundlegende Entscheidung und die Materialvielfalt ist riesig. Neben klassischen Bodenbelägen wie Holzboden, Parkett oder Fliesen, sind hochwertige Vinylböden besonders angesagt. Und es gibt unzählige Kaufargumente, die sogar „Vinylskeptiker“ überzeugen. Daher nutze unsere Tipps zum Vinylboden verlegen.

Was sind Vinylböden überhaupt?

Bei den vielen Bezeichnungen von Kunststoffböden können Verbraucher schnell den Durchblick verlieren. Der heutige Vinylboden ist eine Weiterentwicklung des legendären PVC-Belages und wird auf Polyvinylchlorid-Basis hergestellt. Die zertifizierten Vinyl- Produkte enthalten keine schädlichen Substanzen. Somit sind sie aus gesundheitlicher sowie ökologischer Sicht unbedenklich. Zudem ist er flexibel, wasserfest und angenehm warm.

Weiterhin sorgt die unsichtbare Oberflächenversiegelung für eine hohe Strapazierfähigkeit. Folglich müssen Sie sich keine Sorgen machen, dass du den Boden zum Beispiel beim Staubsaugen zerkratzt. Aber auch in puncto Design, Funktionalität, Haptik, Hygiene, Komfort, Langlebigkeit und Preis sind Vinylbeläge unschlagbar. Als Einsatzbereiche kommen Wohnzimmer, Schlafraum, Bad, Küche, Flur und Kinderzimmer infrage. Darüber hinaus prägt der moderne Boden die Innenausstattung von gewerblich und öffentlich genutzten Räumlichkeiten.

Achtung

Unbedingt beim Kauf auf Zertifikat und Prüfsiegel achten!

Worin unterscheiden sich Vinylböden?

Für jeden Anspruch und jede Innenausstattung gibt es das passende Produkt! In Baumärkten wie Toom stehen unterschiedliche Vinylböden zur Auswahl. Dabei unterschieden sich diese durch Größe, Farbe, Dicke und Optik voneinander. Darüber hinaus gibt es drei Verlege-Arten: die vollflächige Verklebung, die lose Verlegung und die schwimmende Verlegung. Lassen Sie sich vor dem Renovieren oder der Neuverlegung von Fachpersonal beraten. Denn zum Beispiel gibt es Produkte, die für Feuchträume, Wohnzimmer oder Fußbodenheizungen ideal sind.

Welches Werkzeug braucht man zum Vinylboden verlegen?

Was Sie zum erfolgreichen Vinylboden verlegen benötigen, ist folgendes Zubehör:

  • Vinylbelag
  • Vinylkleber
  • Kleberolle
  • Cuttermesser
  • Zollstock

Wie verlegt man einen Vinylboden richtig?

Das Vinylboden verlegen ist recht simpel und selbst für Laien gut machbar. Zudem spart das Kosten. Und mit etwas Vorbereitung macht das Renovieren richtig Freude. Dabei können die Verlegearbeiten allein oder idealerweise zu zweit durchgeführt werden.

Los geht es mit den Vorbereitungen

  • Zuerst die genaue Materialmenge bestimmen. Dafür die Raumlänge mal Raumbreite plus 10 Prozent Verschnitt errechnen. Dabei Nischen, Heizkörper, Fensterfronten, Türzargen, Heizungsrohre oder Ähnliches berücksichtigen. Rechenbeispiel: 5 m lang x 4 m breit = 20 m2 + 10 % Verschnitt = 22 m2
  • Dann den Fußboden gründlich säubern. Ebenfalls bei Bedarf den alten Belag restlos entfernen. Eventuelle Schäden bzw. Unebenheiten mit Reparaturmörtel oder Nivelliermasse ausbessern. Damit der Fußboden glatt und eben ist, den Untergrund eventuell abschleifen. Abschließend nochmals reinigen.
  • An einem warmen Ort den Belag ausrollen bzw. deponieren. So kann er sich akklimatisieren und lässt sich anschließend gut verarbeiten.
  • Tipp: Zum Feststellen von Unebenheit eine Wasserwaage nutzen!

1. Arbeitsschritt

Nach der obligatorischen Vorbereitung den Fußboden komplett mit neuem Kunststoffbelag auslegen und ausrichten. Den überstehenden Belag in den Ecken schräg mit dem Messer einschneiden, dadurch lässt sich Vinyl besser anpassen. Falls nötig, die Überstände an den Wänden mit dem Cuttermesser auf fünf Zentimeter kürzen. Dann den Belag einen Tag ruhen lassen.

2. Arbeitsschritt

Danach eine Hälfte des Belages vorsichtig bis zur Raummitte zurückklappen. Darauf achten, dass sich der Belag nicht verschiebt. Als nächstes die fertige Klebemasse mit der Kleberolle gleichmäßig auf den sauberen Boden auftragen. Anschließend für etwa 15 Minuten den Kleber anziehen lassen. Dann Fußbodenbelag wieder zurückklappen und die geklebte Fläche mit der Metallwalze glatt streichen. Doch Achtung: Blasen und Falten vermeiden!

3. Arbeitsschritt

Nun mit der anderen Hälfte des Belages genauso verfahren.

4. Arbeitsschritt

Jetzt beginnt das Anpassen und Zuschneiden mit dem Cuttermesser. Hier wird einen Abstand zur Wand von etwa fünf Millimetern einplanen. Der Grund für die Zugabe ist, das je nach Temperatur sich Vinyl ausdehnen oder zusammenziehen kann.

Tipp

Wenn Vinylboden an der Wand anliegt, wird er nochmals angepasst. Ansonsten können sich Wellen bilden!

5. Arbeitsschritt

Zum Finale passende Sockelleisten und Übergangsprofile anbringen. Das Projekt Wohnzimmer oder Bad renovieren ist fertig!

Die lose Verlegungsart

Was Sie benötigen:

  • Vinylbelag
  • Sockelleisten
  • Klebeband
  • Cuttermesser
  • Zollstock

Für Räume bis höchstens 20 Quadratmeter eignet sich das lose Verlegen. Statt Kleber wird zum Fixieren spezielles Klebeband verwendet. Demnach sind hier die Vorteile das schnelle Verlegen und das schnelle Widerentfernen des Bodenbelages. Ebenfalls wichtig sind neben den Vorbereitungsmaßnahmen das genaue Ausrichten, das Zuschneiden und Verkleben des Vinylbodens.

Tipp

Ein Holzboden ist oftmals nicht ganz gleichmäßig. Deshalb lieber zum Renovieren in dickeren Vinylboden mit integrierter Dämmung investieren!

Das praktische Vinyl-Klick-System

Was Sie für das praktische Klick-System eines Vinylbodens benötigen:

  • Vinylboden
  • Sockelleisten
  • Abstandskeile
  • Winkeleisen
  • Schlagklotz
  • Cuttermesser
  • Zollstock
  • Bleistift

1. Arbeitsschritt

Zuerst den Vinylbelag bei Raumtemperatur lagern und den Untergrund vorbereiten. Bei Bedarf eine Trittschalldämmung auslegen!

2. Arbeitsschritt

Dann das erste Paneel längst zur Hauptlichtquelle verlegen und in der linken Zimmerecke beginnen. Zur Regulierung der vorgegebenen Wandabstände immer Abstandskeile verwenden.

3. Arbeitsschritt

In die Verriegelung der Kopfseite des ersten Paneels das zweite Element drücken und einrasten lassen. Das zusätzliche Klopfen mit dem Schlagkopf unterstützt den Fugenschluss.

4. Arbeitsschritt

Damit ein ordentlicher Versatz entsteht, werden Paneele gekürzt bzw. am Ende einer Reihe angepasst. Dafür die Stücke korrekt ausmessen, die Stelle mit dem Winkeleisen markieren und anschließend mit dem Cuttermesser die Linie nachzeichnen. Nun lässt sich das Paneel mit wenig Kraftaufwand zerteilen.

5. Arbeitsschritt

Nach Abschluss der letzten Reihe die Abstandshalter entfernen und die Sockelleisten und Übergangsprofile montieren!

Tipp

Bei Feuchträumen und großen Räumen, wie zum Beispiel das Wohnzimmer, lieber die Kanten zusätzlich verkleben!

Die aktuellen Vinylböden-Trends

Statement statt Standard! Neben klassischen Vinylbelag sind LVT-Design-Böden für die Innenausstattung total angesagt. Der Name LVT steht für Luxus-Vinyl-Fliesen. Die exklusive „Bodenschätze“ imitieren täuschend echt Beton, Fliesen, Parkett, Teppich oder Holzboden. Des Weiteren sind die originalen Farben oder Strukturen der nachgeahmten Objekte auf den Oberflächen deutlich seh- und fühlbar. Aktuell sind die schicken Designer-Fußböden als Wandbelag total im Trend. Dank des fugenlosen Verlegens bekommen Küchen sowie Bäder einen supermodernen Stil – und nie wieder gibt es unschöne Schimmel- und Kalkablagerungen. Der neue „Superboden“ entspricht dem Zeitgeist und erfüllt alle Wünsche!