Sensible Kleidung von Hand waschen – so geht’s

Nahezu jeder Haushalt verfügt über eine Waschmaschine, doch empfindliche Kleidungsstücke sind hierfür oft ungeeignet. Was nun? Den Gang zur Reinigung antreten oder doch lieber von Hand waschen?

Handwäsche ist nicht so kompliziert, wie du im ersten Moment denkst. Und du brauchst auch keinen Wäschetrockner, um deine Lieblingsstücke wieder in Form zu bekommen.

Sensible Kleidung waschen© unsplash.com | CC 0
Wir zeigen wie du sensible Kleidung von Hand waschen kannst.

Die ersten Schritte für die Handwäsche

Ob es sich um deine Lieblingsjacke handelt oder ein Abendkleid spielt keine Rolle, bei allen Kleidungsstücken sollte dein erster Blick vor der Handwäsche auf das Etikett fallen. Denn selbst wenn du deine Kleidung nicht in die Maschine gibst, können Temperaturvorgaben zu beachten sein. Diese helfen dir dabei, dass dein bestes Stück nicht einläuft und du deine Lieblingsklassiker nicht durch falsche Wäsche aus der Form bringst. Die Temperatur kannst du ganz einfach mit einem Badewannenthermometer ermitteln.

Verwende am besten eine Waschschüssel oder ein entsprechendes Becken, wo du ausreichend Wasser in der benötigten Temperatur einfüllst. Anschließend gibst du das Waschmittel entsprechend der Dosierungsempfehlung hinzu.

Achtung: Du musst darauf achten, dass es sich um ein passendes Waschmittel handelt. Für viele, sensible Kleidungsstücke ist ein Feinwaschmittel die beste Wahl. Handelt es sich hingegen um ein Stück aus Wolle, solltest du ein Wollwaschmittel verwenden. Wenn du zuvor Flecken entfernen musst, kannst du diese mit kaltem Wasser oder einem geeigneten Fleckenentferner behandeln.

Einweichen, Spülen, Ausdrücken

Du gibst das Kleidungsstück nun vollständig in das Seifenwasser und bewegst es ein wenig darin hin und her. Achte darauf, dass du nicht zwirbelst, reibst oder scheuerst, denn damit verziehst du die empfindlichen Stofffasern. Warte nun ca. 30 Minuten ab und lasse deine Kleidung einweichen. Wenn anschließend noch Flecken zu sehen sind, fülle noch einmal warmes Wasser hinzu und verlängere die Zeit. Achte auch hier unbedingt darauf, dass du die maximale Temperatur vom Waschetikett nicht überschreitest.

Im nächsten Schritt lässt du das Seifenwasser ab oder leerst die Wanne aus. Fülle sie nun mit kaltem, frischem Wasser und drücke das darin befindliche Kleidungsstück vorsichtig aus. Wiederhole diesen Vorgang so lange, bis kein Schaum mehr aus dem Stoff ausdringt. Das Wasser muss vor dem nächsten Schritt vollkommen klar bleiben, da Seifenreste für Verfärbungen sorgen können.

Nachdem das kalte Wasser klar bleibt, leerst du die Wanne erneut aus und drückst die Flüssigkeit nun aus dem Stoff. Bitte achte auch hier darauf, dass du nicht reibst, zwirbelst oder gar wringst, denn damit beschädigst du den Stoff.

Breite ein trockenes Handtuch auf dem Boden aus und lege dein Kleidungsstück darauf. Nun kannst du es vorsichtig wieder in Form ziehen. Rolle nun das Handtuch, zusammen mit deiner Kleidung auf, um dem Gewebe noch mehr Flüssigkeit zu entziehen.

Trocknen lassen und gegebenenfalls bügeln

Nachdem du das überschüssige Wasser mit dem Handtuch weitgehend entfernt hast, geht es an die Trocknung des Kleidungsstücks. Lege ein breites, trockenes Handtuch auf dem Wäscheständer oder einem Tisch aus und breite die gewaschene Kleidung darauf aus. Nun lässt du es trocknen, bis sich keine Flüssigkeit mehr im Gewebe befindet. Achte darauf, alle zwei bis vier Stunden zu wenden, damit das Kleidungsstück gleichmäßig trocknet.


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