Nach einem langen Schultag freuen sich die Kinder endlich nach Hause zu kommen. Doch da warten meist auch schon die unliebsamen Hausaufgaben. Ob Hausaufgaben nun sinnvoll sind oder nicht, wird schon lange diskutiert. Doch egal welcher Meinung man ist, viele Kinder und Eltern empfinden das Erledigen der Hausaufgaben als lästig und stressig.

Warum gibt es Hausaufgaben?

Ein erster Schritt für das stressfreie Erledigen von Hausaufgaben, ist zu wissen, wofür diese überhaupt sinnvoll sind. Hausaufgaben sollen den Kindern dabei helfen, sich etwas besser einzuprägen. Dabei fördert das selbstständige Nachschlagen, Wiederholen und Erledigen der Aufgaben nicht nur die Konzentration und das Durchhaltevermögen. Ebenso können Hausaufgaben das Denkvermögen und Selbstbewusstsein steigern, sowie Kreativität fördern. Jedoch müssen die Aufgaben für Zuhause dafür stressfrei und mit Freude gemacht werden.

Hausaufgaben machen leicht gemacht

Wenn du deinem Kind dabei helfen möchtest, dass das Hausaufgaben machen zum Erfolg wird, nutze folgende Tipps. Diese können helfen auf beiden Seiten Frust und Stress zu reduzieren. Klar ist auch, dass manchen Kindern das Hausaufgaben machen und Lernen einfacher fällt, als anderen. Dabei kann auch das jeweilige Fach ausschlaggebend sein. Nichts desto trotz, solltest du immer Verständnis für deine Kinder haben, falls es mal nicht so gut läuft.

1) Selbstorganisation ist wichtig

Hausaufgaben dienen dazu den Unterrichtsstoff zu vertiefen und das Gelernte durch das Wiederholen zu festigen. Kinder lernen so selbstständig und strukturiert zu arbeiten und sich zu organisieren. Dem Lehrer hilft es einen Einblick über den Wissensstand und die Probleme des Kindes zu bekommen. Aber auch diese Form der Organisation muss erst einmal gelernt und verinnerlicht werden.

  • Ordnung auf dem Schreibtisch ist das A und O. Zwischen vielen Spielzeugen und losen Blättern lässt es sich schlecht lernen und Ihr Kind wird ständig abgelenkt sein. Wenn alles seinen festen Platz hat, kann in Ruhe gelernt werden.
  • Hausaufgabenhefte erleichtern die Organisation. Diese können auch geführt werden, wenn Kinder noch nicht schreiben und lesen können. Den unterschiedlichen Fächern werden einfach unterschiedliche Farben zugeordnet. Dann kann die jeweilige Farbe des Faches in das Aufgabenheft eingetragen werden.
  • Wochenpläne anfertigen, kann hilfreich sein für ältere Schüler, die komplexere Hausaufgaben über einen längeren Zeitraum aufbekommen. Somit verliert ihr nicht den Überblick und vermeidet das zu viele Hausaufgaben auf einmal anfallen.

2) Die passende Lernumgebung schaffen

Kinder brauchen zum Lernen eine ruhige, aufgeräumte Umgebung. Daher heißt es zunächst Ordnung schaffen, sodass sie sich in ihrer Lernumgebung wohlfühlen. Ein heller, freundlicher Platz ohne einen laufenden Fernseher oder Computer ist die Voraussetzung für stressfreies Lernen.  Sorgen Sie am besten auch dafür, dass Ihr Kind bequem und gesund sitzt. Bewegungspausen alle 20-30 Minuten fördern zudem die Konzentration und erhalten die Gesundheit.

3) Richtiges Zeitmanagement zum Hausaufgaben machen

Ein angemessenes Zeitmanagement beim Lernen tut dir und deinem Kind gut. Die richtige Zeit für das Lernen und für die Hausaufgaben sind allerdings individuell. Daher solltet ihr vorab herausfinden, welche Zeit für dein Kind am Besten ist und folgende Fragen klären:

  • Spreche mit deinem Kind darüber, wann es am liebsten seine Hausaufgaben erledigen möchte. Dann weise im Gespräch darauf hin, dass es toll ist, wenn die Dinge erledigt sind, da dann noch Zeit ist um ausgiebig zu spielen. Ebenfalls behaltet die ganze Woche im Blick, um die besten Zeitphasen herauszusuchen.
  • Zwischen 13:30h und 16h ist die beste Zeit, um Hausaufgaben zu machen. Dann bleibt auch noch etwas vom Tag. Jedoch ist das Lernen direkt nach dem Essen ist nicht zu empfehlen, da dein Kind dann eher unkonzentriert sein wird. Also warte besser noch eine halbe Stunde.

4) Nachfragen und Zuhören

Am besten können Eltern ihren Kindern beim Hausaufgaben machen helfen, indem sie nachfragen und zuhören. Wenn dein Kind also einmal nicht weiter kommt, lasse dir das Problem schildern. Anschließend versuche zielführende Fragen zu stellen und durch Zuhören deinem Kind zu helfen die richtige Lösung zu finden. Dann fühlt es sich verstanden und erhält ein Erfolgserlebnis. Dauerhaft führt das zu einem besseren Lernerfolg und mehr Produktivität. Weniger hilfreich ist es seinem Kind mit Ungeduld, Negativität und Wut zu begegnen.

5) Kreative Hilfsmittel zum Hausaufgaben machen

Diverse Hilfsmittel und Lernmaterialien können Kinder dabei unterstützen besser und spielerisch zu lernen. Mit Hilfe von Maltafeln, Chemiebaukästen, Denk- oder Knobelspielen sowie Online-Lernhilfen, kann dein Kind das Gelernte ausprobieren und anwenden. Auch durch Materialien wie Karteikästen und- karten, Mindmaps oder auch Rätselheften kann das sonst so mühselige Lernen mal ein anderes Gesicht bekommen. Hierzu beachte auch weitere nützliche Tipps zum erfolgreich Lernen.

6) Beim Hausaufgaben machen Fehler zu lassen

In dem Sprichwort „Aus Fehlern lernt man“ steckt sehr viel Wahrheit drin. Besonders was das Erleben und Verarbeiten der eigenen Fehler betrifft. Daher bedenke, dass es nicht schlimm ist, wenn dein Kind die Hausaufgaben nicht perfekt macht. Viel wichtiger ist es, dass es sich bemüht.

  • Fehler zu machen ist nicht schlimm und das Lehrpersonal in der Schule sollte nicht den Wissensstand der Eltern, sondern den des Kindes erfahren. Deshalb sollten Schulkinder ihre Hausaufgaben weitgehend allein machen. Anhand der gemachten Fehler können Fragen geklärt werden, die sehr wahrscheinlich einige andere Kinder in der Klasse auch beschäftigen.
  • Sei in der Nähe, wenn dein Kind Hausaufgaben macht. Falls es gar nicht weiter weiß oder die Aufgabenstellung nicht versteht, kann es dich nach Hilfe fragen. Sich daneben zu setzen löst meist Unbehagen aus. Also bespreche die Aufgaben nachdem alles fertig ist. So kannst auch du besser helfen und zur Not erklären.
  • Es ist schön ein Lob zu bekommen! Sollte also eine Aufgabe gut erledigt sein oder du siehst die besondere Mühe und den Fortschritt Ihres Kindes, loben Sie es und zeigen Sie, dass es alles richtig gemacht hat. Das motiviert und macht stolz.
  • Sollte ein Kind allerdings dauerhaft starke Probleme beim Lernen haben, sehr demotiviert sein und keine Konzentration für die Aufgaben aufbringen, sollten diese Probleme nicht ignoriert werden. Dann suche am besten das Gespräch mit dem Lehrpersonal, denn Schulfrust kann viele Ursachen haben.

Tipp: Verschiedene Möglichkeiten ausprobieren

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten das Lernen und das Erledigen der Hausaufgaben für das Kind stressfrei zu gestalten. Natürlich tickt jedes Kind anders, deshalb gibt es auch leider kein Patentrezept. Manche Dinge müssen einfach behutsam ausprobiert werden, um zum Ziel zu gelangen.

Häufige Fragen und Antworten?

Warum gibt es Hausaufgaben?

Die Aufgaben für Zuhause sind dafür da, dass Kinder eigenständig Aufgaben erledigen und so Wissen wiederholen. Dabei lernen sie nicht nur selbstständiges Arbeiten und Organisation. Auch die Konzentration und das Durchhaltevermögen werden so gestärkt.

Wie kann ich Kinder beim Hausaufgaben machen unterstützen?

Zunächst einmal sollten Kinder ihre Hausaufgaben möglichst alleine erledigen. Allerdings solltest du stets für Fragen und Probleme in der Nähe sein. Insbesondere durch Nachfragen und Zuhören kannst du deinen Kindern helfen den richtigen Lösungsweg zu finden.

Welche Mittel helfen beim Hausaufgaben erledigen?

Neben den üblichen Regeln, wie ein ordentlicher, heller Arbeitsplatz und eine ruhige Umgebung, können Hausaufgabenhefte und Wochenpläne bei der Organisation der Hausaufgaben helfen. Zusätzlich sind diverse Hilfs- und Lernmaterialien sinnvoll. Dazu gehören Maltafeln, Chemiebaukästen oder auch Online Lernmaterialien.