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Beim Stromsparen entscheidet die Balance zwischen Verbrauch und Kaufpreis

Die EU hat das mehrfarbige Label zu der Energieeffizienzklasse elektrisch betriebener Geräte als Orientierungshilfe eingeführt. Eine geschickte und kalkulierte Anschaffung rechnet sich schon nach wenigen Jahren.

Definition der Energieeffizienzklassen

Die ursprüngliche Einteilung der Energieeffizienzklassen (EEK) entlehnt sich dem Schulnotensystem in angelsächsischen Ländern. Die Buchstaben A bis G repräsentieren die abnehmende Effizienz des jeweiligen Gerätes. Der Fortschritt der technischen Entwicklung hat zur Ergänzung oberhalb der Bestnote A um drei weitere Energieeffizienzklassen geführt, A+, A++ und A+++ seit 2010. Grundlage der Bewertung und Einteilung ist ein fiktives Referenzgerät. Die zutreffende EEK wird anhand der Abweichung des Stromverbrauchs in Prozent zugeordnet.

Die schlechtesten Klassen E, F und G spielen nahezu keine Rolle mehr. Viele Geräte, insbesondere Großverbraucher wir Kühl- und Gefriergeräte und Waschmaschinen dürfen nicht mehr unter der EEK A+ verkauft werden. Wäschetrockner müsse mindestens B erfüllen. Seit 2015 werden auch Heizungsanlagen in eine EEK klassifiziert. Die derzeitige Klassifizierung (Mai 2018) soll bis 2020 auf die Klassen A bis G zurückgeführt und die Klassen oberhalb des A abgeschafft werden.

Strompreise und Einsparpotenziale

Stromverbrauch wird in Kilowattstunden gemessen. Je nach Aufgabe eines Gerätes fallen sehr unterschiedliche Verbrauchswerte an. Bei allen technischen Vorgängen, die aus Strom Kälte und Wärme produzieren, entsteht hoher Verbrauch. Das gilt besonders für Kühl- und Gefriergeräte und die Heizfunktion in Trocknern, Waschmaschinen und Geschirrspülern. Kühlgefrierkombinationen können zwischen 100 und über 400 Kilowattstunden im Jahr verbrauchen.

Dementsprechend kosten die energiesparendsten Geräte ein Viertel des Strompreises, den die größten Verbraucher für die gleiche Gefrier- und Kühlleistung benötigen. Die Strompreise in Deutschland liegen bei etwas dreißig Eurocent pro Kilowattstunde. Daraus ergeben sich alleine bei einer Kühlgefrierkombination Jahreskosten zwischen dreißig und 120 Euro. Bei einem durchschnittlichen Gesamtstromverbrauch eines Vierpersonenhaushalts in Deutschland von 4000 Kilowattstunden. Mit einem optimierten Gerätepark lassen sich 1000 bis 1500 Kilowattstunden jährlich einsparen.

Aussage und Kalkulation der Energie- und Geräteklassen

Bei der Kaufentscheidung für ein Elektrogerät werden die beiden Parameter Kaufpreis und Ersparnis gegenübergestellt. Aus der jährlichen Stromverbrauchsersparnis ergibt sich der Zeitraum, nach dem die Ausgabe sich amortisiert hat. Die technischen Betriebsbedingungen führen zu unterschiedlichen Werten bei den einzelnen Gerätearten. Der prozentuale Verbrauch orientiert sich an einem theoretischen Hundertprozentwert. Aus den Prozentwerten der einzelnen Klassen lassen sich die Differenzen zu anderen Klassen ablesen und benennen das Sparpotenzial.

Die Kalkulation ist nicht auf das Prozent genau möglich, da jede EEK den Maximalwert angibt. Kühlgeräte mit der EEK A+++ müssen weniger als 22 Prozent des Referenzwertes liefern. A++ ist auf 33 Prozent, A+ auf 44 Prozent beschränkt. Wer ein A+++ Gerät kauft, spart gegenüber A++ bis zu elf Prozent Stromverbrauch. Um eine genauere Aussage zu erhalten, lässt sich die verpflichtende Zusatzangabe auf dem Energielabel nutzen. Sie weist die genaue Verbrauchszahl des Gerätes in Kilowattstunden pro Jahr aus. Hundert Kilowattstunden Differenz ergeben eine Ersparnis von etwa dreißig Euro im Jahr. Kostet das Gerät A+++ in der Anschaffung neunzig Euro mehr als A++, amortisieren sich die höheren Ausgaben nach drei Jahren. Nicht in allen Fällen kosten die stromsparendsten Geräte am meisten:

Vergleich Energielabel in Europa

Vergleich des Energielabels beim Gerätekauf in Europa.

Gerätearten und Werterhebung

Für die Recherche nach einem Elektrogerät hilft die EEK bei der groben Vorsortierung. Um die genauen Sparpotenziale zu ermitteln, werden anschließend die jährlichen Verbrauchswerte verglichen. Bei Waschmaschinen verbrauchen die besten Geräte in A+++ höchstens 46 Prozent, in A++ 52, in A+ 59 und in A 68 Prozent. Die äquivalenten Werte für Spülmaschinen betragen 50, 56, 63 und 71 Prozent. In Deutschland ist das Energieverbrauchslabel als Kaufhilfe zudem für Abzugshauben, Backöfen, TV-Geräte, Klimaanlagen, Leuchtmittel, Staubsauger, Trockner, Warmwassererzeuger und Speichergeräte sowie für Autos vorgeschrieben. Zu beachten sind gerätespezifische Eigenschaften, die bei der Messung von den Herstellern genutzt werden. Typische Beispiele sind der auf den Eco-Waschgang einer Waschmaschine basierende Verbrauchswert und der nicht maximierte Helligkeitsgrad eines Fernsehgerätes.

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Kategorie: Geld sparen
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