Tipps und Hausmittel zum Bettwanzen bekämpfen

Seit den 90-er Jahren hat der Befall mit Bettwanzen in Europa stark zugenommen. Wie Sie Bettwanzen bekämpfen können, erklären wir in diesem Artikel.

Ist man viel auf Reisen, dann sind Bettwanzen kein seltenes Mitbringsel. Bettwanzen (Cimex lectularius) verstecken sich in Koffern oder in den Klamotten. Ein tragendes Weibchen kann schon bis zu 300 Eier legen. Sind die Parasiten erstmal in der Wohnung, wird man sie so leicht nicht mehr los. Bettwanzen lassen sich nämlich nur mit viel Mühe und Sorgfalt bekämpfen.

Warum vermehren sich Bettwanzen so rapide?

Forscher haben festgestellt, dass die gängigen Insektizide gegen Bettwanzen nicht mehr wirken, da die Parasiten mit der Zeit eine Resistenz gegen die chemischen Stoffe entwickelt haben. Besonders importierte Stämme aus Australien und den Vereinigten Staaten gelten als besonders resistent. Sie trotzen jeglichen Schädlingsbekämpfungsmitteln und wenn nur einige Tierchen überleben, dann war die Arbeit des Schädlingsbekämpfers bereits vollkommen umsonst. Ziel einer Bekämpfung ist es schlussendlich, immer alle Tiere zu töten. Allerdings ist das auch aus dem Grund sehr schwierig, weil die Bettwanzen tagsüber in ihren Verstecken leben und vom Menschen meist gar nicht wahrgenommen werden. Erst wenn es dunkel wird, krabbeln die nachtaktiven Tiere aus ihren zahllosen Verstecken hervor und begeben sich auf die Suche nach einer Blutmahlzeit. Auf der Suche nach einem Wirt bzw. menschlichem Körper können die Parasiten mehrere Meter zurücklegen.

Sind Bettwanzen-Bisse gefährlich?

Bettwanzen stechen zum Blutsaugen mit zwei Röhrchen durch die Haut. Durch den einen Kanal injizieren sie dem Wirt eine betäubende und blutgerinnungshemmende Substanz, durch den anderen saugen sie etwa 10-20 Minuten lang Blut ab. Im Normalfall sind die Bisse vollkommen ungefährlich und schmerzlos. Allerdings können die Stiche der blutsaugenden Parasiten bei Manchen Menschen zu allergischen Reaktionen führen und Rötungen sowie juckende Quaddeln verursachen. Auch wenn die Gefahr sehr gering ist: theoretisch können Bettwanzen auch Krankheiten wie z.B. Hepatitis B übertragen. Das Virus kann aber auf mechanischem Wege in den Körper gelangen. Beispielsweise dann, wenn der Wirt die Hinterlassenschaft der Wanze in die Bisswunde kratzt.

Bettwanzen bekämpfen in 5 Schritten

Diese Schritt-für-Schritt Anleitung kann Ihnen dabei helfen, lästige Bettwanzen endgültig aus ihrem Wohnraum zu verbannen. Gehen Sie dabei wie folgt vor:

Schritt 1: Ausräumen

Zunächst sollte das betroffene Zimmer so gut es geht entleert werden. Lockern Sie das Bettgestell, lösen Sie ggfls. auch die Steckdosenblenden und Wandleisten und entfernen Sie die Kleidung aus den Schränken. Lokalisieren Sie am Abend wenn möglich die Verstecke der Parasiten. Sie finden sie in der Regel in Ritzen, Spalten, Löchern und Hohlräumen.

Schritt 2: Gründlich staubsaugen und ausdampfen

Saugen Sie alles gründlich ab und lassen Sie sich Zeit dabei. Gehen Sie mit dem Staubsauer in jede noch so kleine Ritze und Spalte und saugen sie überall gründlich durch. Anschließend empfiehlt sich eine Reinigung mit einem Dampfreiniger. Heißer Dampf tötet Bettwanzen samt ihrer Eier ab. Reinigen Sie damit insbesondere ihre Matratzen, Teppiche und Schränke. Sollten Sie keinen Dampfreiniger besitzen, können Sie sich das Gerät gegen eine geringe Gebühr im Baumarkt leihen.

Schritt 3: Wäsche waschen

Waschen Sie ihre Kleidungsstücke in der Waschmaschine bei 60°. Textilien die nicht bei 60° gewaschen werden können, packen Sie einfach in einen großen Müllbeutel und legen diesen für einige Stunden auf den Balkon in die Sonne. Das klappt natürlich nur im Sommer, da die Temperatur in dem Plastikbeutel mindestens 50° betragen sollte, damit die Bettwanzen abgetötet werden können.

Schritt 4: Kiselgur ausbringen

Kieselgur ist ein puderartiges, weißes Pulver, welches hauptsächlich aus Siliciumdioxid besteht. Es hilft sehr gut gegen Bettwanzen und auch gegen Milben. Für Mensch und Tier ist es ungefährlich. Allerdings sollten Sie beim Ausbringen eine Schutzmaske tragen, um die Atemwege nicht zu belasten. Verteilen Sie das Kiselgur in allen Ritzen und Spalten, also überall dort, wo sich Bettwanzen verstecken könnten. Kiselgur verletzt die Hülle der Parasiten und bewirkt eine mechanische Austrocknung der Bettwanzen. Kiselgur kann man beim Landmarkt kaufen oder im Internet bestellen.

Schritt 5: Bettwanzenspray benutzen

Nachdem die zu behandelnden Bereiche gründlich gereinigt wurden, empfiehlt es sich zum Abschluss noch ein gutes Bettwanzenspray zu benutzen und den Raum damit gut einzusprühen und anschließend gründlich auszulüften.


♥ Waren diese Tipps hilfreich? Dann teile den Artikel mit anderen Hausfrauen! ♥

Wie hilfreich war dieser Beitrag?

Klicke auf die Sterne um zu bewerten!

Durchschnittliche Bewertung 0 / 5. Anzahl Bewertungen: 0

Bisher keine Bewertungen! Sei der Erste, der diesen Beitrag bewertet.

Weil du diesen Beitrag nützlich fandest...

Folge uns in sozialen Netzwerken!

Es tut uns leid, dass der Beitrag für dich nicht hilfreich war!

Lasse uns diesen Beitrag verbessern!

Wie können wir diesen Beitrag verbessern?