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Waschmaschinen reinigen: Hausmittel gegen Schimmel und Gerüche

Für saubere Waschmaschinen braucht es keine Chemiekeulen. Mit bewährten Hausmitteln lassen sich unangenehme Gerüche, Kalk und Schimmel effektiv entfernen. Praktische Helfer hier im Überblick.

Energiesparprogramme sind bei Waschmaschinen längst eine Selbstverständlichkeit. Schließlich gilt es den Verbrauch von Ressourcen einzuschränken und die Umwelt zu schonen. Leider hat das Waschen im Öko-Modus einen entscheidenden Nachteil: Die meist geringen Temperaturen, die dabei zum Einsatz kommen, fördern die Vermehrung von Bakterien. Die Folge sind unangenehme Düfte und Schimmel, der sich im Waschmittelfach und an den Dichtungsringen absetzt.

Waschmaschinen reinigen© pixabay.com | CC 0

Hausmittel helfen beim Waschmaschinen reinigen gegen Schimmel und Gerüche.

Meist dauert es nicht lang und auch die Wäsche beginnt an zu stinken. Nicht gerade Sinn und Zweck der maschinellen Reinigung von Textilien. Hinzu kommt Kalk, der die Lebensdauer von Elektrogeräten verkürzt. Die folgenden Hausmittel und Tipps helfen beim Vorbeugen.

Zitronensäure gegen Kalk

Zitronensäure ist günstig, umweltfreundlich, effizient und in jeder Drogerie erhältlich. Sie hilft beim Lösen von Kalk, ohne empfindliche Gummibestandteile zu schädigen, wie es bei Essig der Fall ist. Zum Entkalken maximal acht Esslöffel Zitronensäure in die leere Waschmaschine (direkt in die Trommel) geben und ein Waschprogramm mit höchstens 40 °C einstellen. Maschine ohne Wäsche starten. Sind 50 Prozent der Waschdauer vergangen, Waschprogramm für zwei Stunden pausieren. Innerhalb dieser Zeitspanne kann die Zitronensäure einwirken. Anschließend das Waschprogramm beenden.

Im Video wird eine Reinigungsprozedur mit Zitronensäure im Praxistest gezeigt und erklärt, warum die Säure nicht über 40 Grad erhitzt werden darf.

Gelegentlich mit Hitze waschen

Wie bereits erwähnt, sind oft niedrige Temperaturen schuld, wenn Kleidung schlecht riecht. Mikroorganismen vermehren sich in dem feuchten Klima rasant. „Um das zu verhindern, sollten Sie die Maschine gelegentlich bei 60 Grad oder sogar bei 95 Grad durchlaufen lassen. Die hohen Temperaturen töten die Bakterien ab“, heißt es im Rahmen des Produktvergleichs 2018, der die besten Waschmaschinen auf Bild.de zusammenfasst und Lösungen für typische Probleme mit den Haushaltsgeräten beinhaltet.

Hinweis: Bei 30-40 Grad wird nur ein kleiner Teil der Mikroben, die sich in der Wäsche befinden, ausgewaschen. Bei 60 Grad deutlich mehr, weshalb Unterwäsche, Geschirr- und Putztücher bei dieser Temperatur gereinigt werden sollten. Bei allen anderen Textilien sind maximal 40 Grad ausreichend. Ist ein Familienmitglied jedoch krank, wäre es ratsam dessen Wäsche separiert bei 60 Grad zu waschen.

Waschmittelfach und Flusensieb säubern

Hohe Temperaturen in regelmäßigen Abständen sind gut, helfen aber nur bedingt bei Schmutz im Waschmittelfach. Waschmittel- und Weichspüler-Reste bleiben in den Fächern gern zurück, wodurch sich Schimmel bildet. Da sich die gesamte Waschmittelschublade in der Regel mit wenigen Handgriffen ausbauen lässt, ist die Reinigung problemlos möglich. Wie das Element entfernt wird, ist der Gebrauchsanweisung der Waschmaschine zu entnehmen. Heißes Wasser und eine gute Bürste genügen, um Verschmutzungen rückstandslos zu entfernen. Bei Bedarf etwas Zitronensäure zur Hilfe nehmen. Alle Komponenten gründlich trocknen lassen. Übler Geruch kann aber auch vom Flusensieb ausgehen. Wird dieser nur selten geleert und von Rückständen befreit, sammeln sich zunehmend Haare, Fussel und viele andere Bestandteile. Über die korrekte Entnahme und Reinigung des Siebs informieren die Maschinenhersteller individuell.

Türmanschette pflegen

Zitronen© pixabay.com | CC 0
Ein perfekter Nährboden für Bakterien liefert die Türdichtung im Bullauge der Waschmaschine. Die Oberflächen sind ständig feucht und durch Haare, Flusen und Waschmittelrückstände ist die Verschmutzung vorprogrammiert. Auch hier ist Zitronensäure ein zuverlässiger Helfer. Einfach ein paar Spritzer des Hausmittels auf einen Lappen geben und den gesamten Dichtungsring gründlich damit abwischen.

Die Tür der Waschmaschinentrommel sowie das Waschmittelfach sollten nach der Nutzung des Elektrogerätes immer offen bleiben, nie geschlossen werden. Ansonsten bildet sich im Maschineninneren Feuchtigkeit und die wirkt sich stets negativ auf die Hygiene aus.

Pflege mit Soda

Soda findet, im Gegensatz zu Zitronensäure, nicht in der leeren Waschmaschine Verwendung, sondern während eines gewöhnlichen Waschprogramms mit Wäsche. Das spart Wasser und Energie. 1-2 Esslöffel Soda genügen. Einfach direkt mit dem Waschmittel ins Waschmittelfach schütten und ein bedarfsgerechtes Programm wählen. Bei Soda handelt es sich um Natriumcarbonat, das in Form eines weißen Pulvers preiswert in Drogerien verkauft wird.

WICHTIG: Waschsoda sollte nicht für empfindliche Kleidungsstücke wie Mikrofasern oder Buntwäsche verwendet werden. Unbedenklich ist Soda für weiße Wäsche. Die wird sogar besonders strahlend und sauber durch die gelegentliche Zugabe. Wie Funktionskleidung und Sportwäsche richtig behandelt werden, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Soda hat überragende Vorteile:

  • leistungsstärker als Natron
  • umweltfreundlich
  • schonend zu Dichtungen
  • vielfältig verwendbar
  • günstig

Ist gerade kein Soda, sondern nur Natron zur Hand, kann die Waschmaschine auch damit gereinigt werden. Natron hilft gegen Gerüche, Kalk und Bakterien. Es kommt ohne Wäsche zum Einsatz: 50 Gramm in die Waschmaschine geben und bei Minimum 40 °C einen vollständigen Waschgang laufen lassen.

Tipps vom Umweltbundesamt

Weiterführende Verbrauchertipps zum Wäsche waschen wurden unter umweltbundesamt.de arrangiert. Unter anderem geht der Ratgeber näher auf Waschmitteldosierung, Waschtemperaturen und Waschmaschinen-Beladung ein.

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Kategorie: Putzen
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