Wie wird man eigentlich Erzieherin?

In den meisten Bundesländern werden händeringend Erzieherinnen gesucht, da mehr und mehr Kindergärten eröffnet werden. Der Beruf der Erzieherin ist für viele junge Frauen ein Traumberuf und für manche bleibt er es auch, da die Ausbildung nicht immer zu stemmen ist.

Die Ausbildung zur Erzieherin erfordert eine große Lernbereitschaft, zudem sollte sich jede junge Frau darüber im Klaren sein, welch große Verantwortung der Beruf mit sich bringt. Doch eines ist ganz klar, er gibt auch sehr viel, denn das Lachen der Kinder ist unbezahlbar.

Erzieherin werden© pixabay.com | CC 0

Wie wird man eigentlich Erzieherin?

Diese Voraussetzungen solltest du mitbringen

Um überhaupt den Zugang zum Beruf der Erzieherin zu bekommen, brauchst du mindestens die mittlere Reife. Jedoch geht es auch, wenn du bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung zum Beispiel als Kinderpfleger absolviert hast. Abhängig von der Berufsfachschule benötigst du auch noch ein Gesundheitszeugnis und manche Arbeitgeber fordern sogar noch ein erweitertes Führungszeugnis.

Du solltest in Kunst, Musik und Deutsch gute Noten mitbringen, wobei diese nicht zwingend notwendig sind. Jedoch solltest du unbedingt lernbereit sein, denn auch nach der Ausbildung ist eine ständige Weiterbildung unerlässlich. Auch musst du verantwortungsbewusst sein und in der Lage zu deeskalieren bzw. Konflikte zu lösen.

Wo kann ich die Ausbildung machen?

Du meldest dich in der Regel in einer Fachschule für Erzieher an. Welche dies in deinem Bundesland ist, erfährst du unter anderem in der Agentur für Arbeit. Auch hast du die Möglichkeit, die Ausbildung im Fernstudium zu machen. In diesem Fall bekommst du das Lehrmaterial zugeschickt und musst es mit Hilfe von Onlineseminaren durcharbeiten, bei denen dich DozentInnen und MentorInnen über eine Online-Lernplattform unterstützen. Lediglich die Prüfung und die Praktika musst du an einem bestimmten Ort absolvieren.

Wie verläuft die Ausbildung?

Deine Ausbildung wird zum größten Teil in der Schule stattfinden, ergänzt durch Praktika in Kindergärten oder Kinderheimen. Du wirst in der Schule alles über die Theorie lernen, die du dann im Praktika anwenden musst.

Die Ausbildung zur Erzieherin dauert zwischen 2 bis 4,5 Jahre, kann bei passenden Noten aber auch verkürzt werden. Die Abschlussprüfung wirst du vor einem staatlichen Prüfungsausschuss ablegen. Sie besteht aus einem schriftlichen, einem mündlichen und einem praktischen Teil.

Nach bestandener Abschlussprüfung wirst du noch ein einjähriges Praktikum machen müssen. Dies dient dazu, um dich endgültig in den Beruf einzuarbeiten und Erfahrung im praktischen Anwenden deines erlernten Wissens zu sammeln. Nach diesem Jahr steht es dir offen, für welche Einrichtung du dich entscheidest oder ob du sogar den Weg des öffentlichen Dienstes einschlägst und in einem kommunalen Kindergarten arbeitest.

Welches Ausbildungsgehalt erwartet mich?

Wenn du die Ausbildung zur Erzieherin anstrebst, musst du dir darüber bewusst sein, dass du während der Ausbildung kein Gehalt bekommen wirst. Dies ist auch ein Grund, weshalb sich einige junge Frauen doch dazu entscheiden, die Ausbildung nicht zu machen. Es kann sein, dass du während der Praktika eine Praktikumsvergütung bekommst, dies ist aber nicht die Regel, weshalb du dich auch darum kümmern musst, wie du deine Zeit während der Ausbildung finanzieren kannst. Eine Möglichkeit wäre es überprüfen zu lassen, ob du Anspruch auf BAföG hast. Ein Gespräch mit der Agentur für Arbeit kann hier sehr hilfreich sein, damit der Beruf kein Traum bleiben muss.


 


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.