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Goldschmuck & Gold als Geschenk oder Geldanlage?

Gold kommt als Element in der Natur vor. Es ist eines der ersten Metalle, die der Mensch auch mit einfachen Techniken bearbeiten konnte. Seit der Kupferzeit wurde Gold gefördert und geformt. Bei Jägern und Sammlern wurde durch das Tragen von Goldschmuck schon der Stand und das Ansehen des Menschen deutlich gemacht.

Geschichte des Goldschmucks

Das älteste bekannte Schmuckstück Amerikas wurde von Archäologen in Peru am Titicacasee gefunden. Vor 4000 Jahren stellte ein indianischer Goldhandwerker aus Andengold eine Kette her, die er mit neun Türkismineralien verzierte. Er hatte das Gold kalt gehämmert. Im Südirak fand man bei Ausgrabungen Goldfunde aus der Zeit um 3000 v. Chr. Im Irak wurde um 2600 v. Chr. das Wachsschmelzverfahren bekannt.

Der älteste Goldschmuck Europas ist 5000 Jahre alt. 1972 fand man am Nordufer des Varanaer Sees in Bulgarien 3000 goldene Ringe, Amulette, Platten und Kugeln. 1872 wurde in Nordjütland ein goldener Halsring mit einem Gewicht von 1184 Gramm gefunden – eines der schwersten Goldschmuckstücke aus der Zeit um 500 nach Christus. In Dänemark fand man viel Goldschmuck aus der Zeit des 5./6. Jahrhunderts n. Chr., Dänemarks Goldenem Zeitalter. Der Goldfluss versiegte nach Ende des 6. Jh., aber die Wikinger brachten noch reichlich goldene Beute von ihren Raubzügen heim. Die christliche Kirche entdeckte Gold als Symbol von Reichtum und Macht Ende des 10. Jh.. Hohe Würdenträger schmückten sich mit goldenen Ringen und Edelsteinen und schweren würdevollen Ketten über ihren kirchlichen Gewändern.

Welche Art von Goldschmuck gibt es?

Vor allem die Frauen der Oberschichten schmückten sich immer schon gern mit goldenem Schmuck. Einige Arten gibt es heute noch, natürlich den modernen Zeiten angepasst, aber der original antike Schmuck hat auch noch heute großen Reiz und Ausstrahlungskraft. Ketten und Bänder für Arme, Hand- und Fesselgelenke, Ringe für Finger und Zehen, Ohrschmuck als Stecker, Hänger und Clips, Gürtelschmuck wie Schnallen und Verzierungen, Haarschmuck wie Haarklemmen, Haarnadeln, Tiaras und Diademe bezauberten früher die Damen und sind heute noch beliebt und begehrt. Veredelt wird Goldschmuck oft durch das Einarbeiten von Edel- und Halbedelsteinen wie Diamanten, Amethysten, Saphiren und Granatschmuck. Auch Perlen und Gold sind ein zauberhaftes Paar.

Welches Gold wird für Schmuck verwendet?

In Italien gab es bis vor kurzer Zeit die größte Goldschmuckindustrie. Diesen Platz hat nun Indien eingenommen. In Europa und den USA wird 8-bis 18-karätiges Gold verwendet. Acht Karat, das ist 333er Gold, das sich leider schnell verfärben kann. In Deutschland wird es gern für Trauringe genommen. 14- karätiges Gold (585er Gold) ist typisch für die Schmuckherstellung. In Indien und Asien wird Gold mit 22- (900er)und 24-Karat (999er Gold)verarbeitet. In der Türkei gibt es zum Beispiel keinen Goldschmuck unter 14 Karat. Ein Karat ist übrigens das Gewicht eines getrockneten Samenkerns des Johannisbrotbaumes. Er wiegt 0,2 Gramm.

Gold als Wertanlage: Goldschmuck oder Goldbarren?

Wenn in Krisenzeiten die Währungen verfallen, kann Gold neben anderen Anlageformen eine sinnvolle Wertanlage sein. Aber dann stellt sich auch schon die Frage: gilt das auch für Goldschmuck, also bereits verarbeitetes Gold? Warum nicht die Ehefrau verwöhnen und gleichzeitig eine Wertanlage schaffen, statt Goldbarren oder Münzen bei der Bank zu deponieren? Aber lohnt Schmuck sich auch als Geldanlage?

Zunächst sollte man klären, ob es sich bei dem Schmuckstück überhaupt um echtes Gold handelt. Dann ist der Wert des in dem Schmuck enthaltenen Goldes zu berechnen. In Deutschland hergestellter Goldschmuck ist mit einem Stempel gekennzeichnet. Die Zahlen sind 333, 545, 750 und 999. Je höher die Zahlen desto mehr Gold ist in der Legierung. Der Stempel alleine sagt noch nichts über den endgültigen Wert des Schmuckstücks aus. Er zeigt nur an, dass und wie viele Anteile echten Goldes in dem Schmuck vorhanden sind.

Der ideelle und künstlerische Wert ist gesondert zu betrachten. Ist das Schmuckstück von einer besonderen Marke wie Cartier oder Tiffany? Wurde es von einem berühmten Künstler entworfen und angefertigt? Ist es ein Einzelstück, aufwendig verarbeitet mit vielen keinen Details oder aus einer besonders beliebten Epoche? Ist der Stil in oder out? Letztendlich sind Angebot und Nachfrage im Hinblick auf Schmuckstücke dieser Art weitaus mehr von Bedeutung für den Preis als der Goldgehalt selbst. Hierfür ist es in der Regel erforderlich, einen Fachmann zu konsultieren, um den wahren Wert feststellen zu lassen.

Exklusivität des Goldschmucks

Handelt es sich bei dem Schmuck jedoch um eine einfache Gliederkette oder ähnliche Massenware, werden Sie beim Verkauf kaum mehr als den Goldpreis erhalten. Was hat zur Zeit den höheren Wiederverkaufswert? Wenn Sie erwägen, Goldschmuck als Wertanlage zu kaufen, gehen Sie eventuell ein geringeres Risiko ein, wenn Sie nach Gewicht kaufen, dass heißt, nur den Preis für das Gewicht des Goldanteils bezahlen. Er wird dann entsprechend den Goldanteilen (Stempel) pro Gramm, je nach aktuellem Goldpreis, berechnet.

Im Goldrechner von goldfixing.de kann man den Goldwert des Schmucks zu verschiedenen Reinheiten berechnen. Es sollte sich mindestens um 585er Gold handeln. Nur so haben Sie den Werterhalt und einen guten Wiederverkaufswert, selbst, wenn der Goldpreis etwas sinkt. Allerdings kann der Wiederverkaufswert auch höher liegen, wenn Sie in Schmuckstücke investiert haben, die selten und zugleich sehr begehrt sind.

Wertentwicklung in der Vergangenheit und Zukunft

Grundsätzlich stellt sich jedoch die Frage, ob die Schmuckpreise prozentual genauso hoch gestiegen sind wie die Goldpreise? Unserer Meinung nach ist diese Frage bis auf wenige Ausnahmen von Liebhaberstücken zu verneinen. Zwischen 1995 und 2009 ist der Goldpreis pro Unze um mehr als 50 % angestiegen. Sie machen also beim heutigen Verkauf einen erheblichen Gewinn. Bei 1995 gekauftem Goldschmuck, der keinen besonderen Liebhaberwert hat, sieht es aber ganz anders aus. Hier würden Sie beim heutigen Verkauf höchstwahrscheinlich einen Verlust im Hinblick auf den ursprünglichen Kaufpreis erleiden und nur noch den Materialwert, also den reinen Goldpreis, erzielen. Der frühere Kaufpreis setzte sich aber aus dem Materialwert, der Bearbeitung des Goldes und der Händlerspanne zusammen und war mit Sicherheit höher als der reine Goldpreis, selbst, wenn dieser bei Wiederverkauf höher liegt als zur Zeit des Erwerbs.

Einige Händler zahlen bei Ankauf eines Schmuckstücks sogar weniger als den Goldpreis aus, da sie noch ihren Aufwand für das Einschmelzen des Goldes oder für die Umarbeitung abziehen. Diese Beurteilung beruht auf der Entwicklung der letzten Jahre und der Tatsache, dass der Goldpreis ständig gestiegen ist. Es mag zu einer anderen Beurteilung kommen, wenn der Golpreis stark fällt. Die Frage ist, wie es in der Zukunft aussieht und ob der Goldpreis weiter steigen oder aber wieder fallen wird. Diese Prognose bleibt Ihnen überlassen!

Goldschmuck im Internet als Wertanlage kaufen

Im Internet können Sie bequem gebrauchten und wunderschönen Goldschmuck als Wertanlage kaufen. Einfach online nach günstigen und einmaligen Goldschmuckstücken clever Ausschau halten.

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Kategorie: Geld sparen, Schmucktipps
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