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Anleitung zum Blumenerde selber machen

Blumenerde selber machen
Anleitung zum Blumenerde selber machen.

Gute Blumenerde ist die Voraussetzung für schöne, gesunde Pflanzen. Wir zeigen dir wie du eine gute Erde passend zu deinen Pflanzen einfach selber herstellen kannst.

Es gibt verschiedene Arten von Erde; dazu. gehören Gartenerde, Blendenerde, Gemüseerde und Anzuchterde. Oft trügt der Schein, denn die Qualität ist bei gekaufter Erde sehr wichtig, damit die Pflanzen überhaupt gedeihen. Am besten stellst du dir nährstoffreiche Erde selbst her.

Vorteile von selbst gemachter Blumenerde

Im Gegensatz zu Erde aus dem Handel, hast du es nicht mit einem industriellen Massenprodukt zu tun, sondern mit einer sorgfältig ausgewählten Masse. Es versteht sich von selbst, dass durch deine eigen hergestellte Erde, die Pflanzen profitieren. Sie wachsen besser, haben seltener mit Schädlingen zu tun und wirken rundum gesünder. Dadurch, dass die Erde mehr Nährstoffe enthält, benötigst du natürlich weniger Dünger. Allerdings lässt sich eine selbstgemachte Blumenerde hervorragend mit Hausmitteln als Pflanzendünger ergänzen.

Was muss in die Erde rein

Es gibt ganz verschiedene Arten von Blumenerde. Allgemein eignet sich für eine Blumenerde Kompost, Sand und Lauberde. Zusätzlich können Kokosfasern, Humusziegel, Gartenerde, Vermiculite, Perlite, Hornspähne oder Hornmehl Wunder wirken. Allgemein lässt sich sagen, dass selbstgemachte Erde aus verschiedenen Komponenten besteht. Du benötigst immer eine Basis. Beispielsweise Gartenerde oder Kokosfasern. Zudem brauchst du immer Nährstoffe, wie z. B. Kompost. Und gegebenenfalls etwas für die Wasserkapazität und Auflockerung. Dazu werden Vermiculite oder Perlite verwendet.

1) Die Universalerde für fast alle Pflanzen

Die Allround-Erde eignet sich gut um Pflanzen für längere Zeit mit Nährstoffen zu versorgen. Sie ist vielseitig einsetzbar und hat eine gute Struktur, sowie einen guten Wasserabfluss. Was du für diese Erde benötigst:

  • 2/9 Kompost
  • 5/9 Gartenerde
  • 2/9 Sand

Du solltest neben einer passenden Erde auch auf das richtige Gießen deiner Pflanzen achten. Denn auch dabei gibt es einiges zu beachten.

2) Saure Erde eignet sich für Heid- und Moorpflanzen

Diese Erde wird auch Azaleenerde genannt und eignet sich vor allem für Heid- und Moorpflanzen, also für Pflanzen die saure Böden brauchen. Auch fast alle Nadelhölzer, sowie z. B. Rhododendren benötigen eine solche Erde. Was du dafür brauchst:

  • 2/4 Kompost
  • 1/4 Sand
  • 1/4 Lauberde

3) Eine besondere Kräutererde mit vielen Nährstoffen

Diese sehr magere Mischung ist auch als leichte Erde bekannt. Sie eignet sich hervorragend für Pflanzen die kaum Nährstoffe vertragen, da diese Erde kaum welche beinhaltet. Du benötigst dafür:

  • jeweils 2/6 Kokosfasern, Gartenerde und Sand und
  • ggf. 1/6 Kalkschotter hinzufügen (für mediterrane Kräuter).
Kokosfasern für bessere Wasserkapazität der Erde
Diese Kokosfasern, oder auch Humusziegel genannt eignen sich als Zusatz einer nährstoffreichen Erde. Sie belüften den Boden und sorgen für einen Wasserpuffer.

4) Die perfekte Erde für frische Tomaten

Wie auch bei den anderen Erdmischungen solltest du auf den benötigten PH-Wert der Pflanze achten, damit diese gut wachsen kann. Tomaten gedeihen am besten auf einem leicht sauren bist fast neutralem Boden. Dafür bieten sich folgende Bestandteile gut an:

  • 1,5/10 Erde
  • 4/10 Perlite
  • 1/10 Humus
  • 1/10 Sand
  • 2,5/10 Kompost

Achtung: Begrenzt lagerfähig!

Durch den Kompost und den Humus ist diese Erde nur für einen kurzen Zeitraum lagerfähig. Wir empfehlen dir also die Erde in maßen herzustellen und direkt zu verwenden.

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Hochwertiges Perlit-Substrat für die Erde
  • Reine Komponenten von höchster Qualität, verwendet als Substratformer; ideal für maßgeschneiderte Formulierungen im Haus des Benutzers
  • Das Perlit bietet eine Porengröße, die eine leicht asymmetrische Wasserspeicherung für die maximale Pflanze bietet

5) Herstellung eigener Rosenerde

Rosen wachsen in einem neutralen bis leicht saurem Milieu. Du solltest auch beachten wie du anschließend die Rosen richtig pflanzt. Zu sauer darf der Boden auf keinen Fall sein, deswegen benötigst du für die Herstellung der Rosenerde Folgendes:

  • Gartenerde
  • Kompost
  • Sand
  • Düngermischung aus verrotteten Rinderdung
  • Hornspänen
  • Urgesteinsmehl
Dehner Bio Hornspäne mit Langzeitwirkung
Die Dehner Bio Hornspäne sind ein rein natürlicher und organischer Dünger. Stickstoffarmut des Bodens ist ein häufiger Grund für schlechtes Pflanzenwachstum und nur mäßigem Ernteertrag. Mit Phosphat und Kalium sind die meisten Gärten ausreichend versorgt, deshalb ist oft lediglich eine Zugabe von Stickstoff nötig. Hornspäne zur Düngung sind in diesem Fall die optimale Lösung. Der hohe Stickstoffgehalt von 14 % in den Dehner Bio Hornspänen sättigt den Nährstoffbedarf des Erdreichs.

6) Die richtige Blumenerde für Kakteen (Substrat)

Für Kakteen ist eine besondere Blumenerde notwendig. Das gleiche gilt insgesamt für Sukkulente (saftreiche Pflanzen). Diese Pflanzen haben sind besonderen Klima- und Bodenverhältnisse angepasst. Dafür brauchst du einen Boden mit mehr mineralischen Stoffen, also mit zum Beispiel mehr Sand und Lehm als Bestandtteile. Das schließt sich auch aus dem eigentlichem Ort an dem Kakteen normalerweise wachsen, Wüsten. Diese zeichnen sich durch Trockenheit und sandigem Boden aus.

Du solltest bei der Herstellung von Kakteenerde also auf ihre natürlichen Verhältnisse achten. Für die Herstellung benötigst du nur die folgenden Zutaten:

  • groben Sand
  • Torf
  • Lehm
  • Humuserde

7) Gartenerde herstellen mit Bokashi

Bokashi stammt aus dem Japanischen und beschreibt einen Prozess, bei dem organisches Material durch die Zugabe von effektiven Mikroorganismen fermentiert wird. Den daraus entstandene Kompost kannst du dann für deine Blumenerde verwenden, da er sich super als Flüssigdünger eignet. Auch in anderen Bereichen können Erdmischungen wunder wirken. So hilft dir die Heilerde als effektives Hausmittel, beispielsweise Gesichtsunreinheiten, aber auch Beschwerden, wie Blähungen zu beheben und bei einer Diät.

Vorbereitungen für die Herstellung der Erde

Du solltest deine Erde im späten Frühjahr ansetzen, denn im Frühjahr herrschen optimale Temperaturen, die eine hervorragende Entwicklung der Erde unterstützen. Was du für die Herstellung eigener Blumenerde mit Bokashi benötigst:

  • Behälter (z. B. Bokashi-Eimer)
  • Kompost oder kleingeschnittene Küchenabfälle
  • Urgesteinmehl
  • schadstofffreie Holzkohle
  • Mikroorganismen
  • Gartenerde
  • Plastikfolie

Herstellung der selbst gemachten Blumenerde mit Bokashi

In dem folgenden Video findest du eine hilfreiche Schritt-für Schritt Anleitung zur Herstellung deiner eigenen Erde mit Bokashi. Bei dieser Prozedur stapelst du die oben genannten Bestandteile wie im Video gezeigt in dem Bokashi-Eimer. Dadurch kann der Kompost oder die Küchenabfälle gut fermentieren und den Flüssigdünger kannst du anschließend für deine selbstgemachte Blumenerde verwenden.

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Häufige Fragen und Antworten

Was ist nährstoffreiche Blumenerde?

Ein wichtiger Bestandteil nährstoffreicher Erde ist verrotteter Kompost. Dieser verleiht deiner Erdmischung einige Nährstoffe.

Wie funktioniert ein bokashi?

Zur Verarbeitung von Küchenabfall bietet sich der sogenannte Bokashi-Eimer an: In diesen luftdicht verschließbaren Plastikeimer mit Siebeinsatz füllt man seine Bioabfälle und besprüht oder vermischt sie mit Effektiven Mikroorganismen. Innerhalb von zwei Wochen entsteht so wertvoller Flüssigdünger für Pflanzen. Diesen kannst du dann für deine selbstgemachte Pflanzenerde verwenden.