Organisch Düngen mit Biodünger

16 Hausmittel als Pflanzen- und Blumendünger

Du kannst natürliche Hausmittel als organischen Pflanzen- und Blumendünger verwenden. Es gibt viele nützliche Abfälle aus dem Haushalt, die sich gut als Biodünger für das organische Düngen eignen.

Wir zeigen Omas alte Hausmittel und moderne DIY-Haushaltstipps für die Verwendung von Abfällen als Pflanzendünger und Blumendünger. Blumen, Pflanzen, Gewächse und Zimmerpflanzen können durch selbst gemachtem Biodünger mit allen Mineralstoffen und Nährstoffen versorgt werden.

Hausmittel als Pflanzendünger und Blumendünger© depositphotos.com
Natürliche Hausmittel als Alternative für organische Pflanzendünger und Blumendünger

Besonders in Pflanzentöpfen sind die Energiereserven schnell verbraucht. Deshalb benötigen insbesondere Zimmerpflanzen von Zeit zu Zeit Dünger mit zusätzlichen Nährstoffen. Danach können sie wieder üppig, farbenfroh und kraftvoll wachsen.

Arten von Pflanzendüngern

Bei der Auswahl des Düngers zwischen Grünpflanzen und blühenden Pflanzen unterschieden. Der Nährstoffbedarf ist grundsätzlich unterschiedlich. Heranwachsende Pflanzen benötigen grundsätzlich mehr Stickstoff als blühende Pflanzen. Blühende Pflanzen statt dessen mehr Phosphorsäure und Kalium. Besonderer Spezialdünger sollte verwendet für Kulturen von Azaleen verwendet werden, wobei Sie sich dann exakt an die Dosieranweisung halten sollten, um die optimale Dosierung des Düngers zu gewährleisten.

Zwei Arten von Pflanzendüngern

Organische Biodünger bringen den Pflanzen vor allem Nähstoffe aus organischen Zersetzungsprozessen. Hierbei entsteht wichtiges Stickstoff, Kalium und Phosphor. Die Nährstoffe stärken die Wuchskraft und lassen die Blüten besser aufgehen.
Mineraldünger bringen der Pflanze vor allem Mineralstoffe und Spurenelemente zum frischen und farbenfrohen Wachstum.

Du kannst mit organischen Dünger oder mit Mineraldünger im Haushalt für deine Pflanzen arbeiten. In jedem Dünger gibt es folgende Inhaltsstoffe:

  • Phosphor regt den Stoffwechsel der Pflanze an und führt dazu zu einer gesteigerten Blütenausbildung.
  • Kalium ist ein besonderer Nährstoff für alte Pflanzen, damit diese wieder frisch wachsen können und weiteres Blattsterben vermieden werden kann.
  • Stickstoff ist für die Färbung der Blätter wichtig und regt das Pflanzenwachstum an.

Biodünger selber machen

Deine Pflanzen brauchen für das Wachstum ständig Nährstoffe, Mineralstoffe und Wasser. Daher sollten Zimmerpflanzen besonders in der Zeit der Blütenbildung gedüngt werden. Im Frühjahr und Herbst sollten die Gartenbeete mit Kompost oder Spänen gedüngt werden. Mit einfachen Hausmitteln ist es möglich, die Pflanzen aus dem Garten und Zimmern eigenständig mit allen wichtigen Nährstoffen, Mineralstoffen und Spurenelementen zu versorgen.

Beispielsweise fallen im täglichen Haushalt viele Reste an, die biologisch abbaubar sind und sich von den Eigenschaften besonders gut als Biodünger eignen. Wenn du Pflanzendünger selber herstellst, hast du über Monate hinweg ausreichend organischen Blumendünger. Somit können alle entzogenen Nährstoffe der Erde wieder zugefügt werden und die optimale Versorgung mit Mineralstoffen gewährleistet werden. Denn Hausmittel aus dem Haushalt sind günstiger und umweltschonender als handelsübliche Flüssigdünger, Langzeitdünger, Blumendünger oder Pflanzendünger.

1) Flüssiger Dünger aus Gemüsewassser

Gemüse gibt beim Kochen viele Nähstoffe und Mineralstoffe in das Kochwasser ab. Eines der ältesten Hausmittel zum Düngen von Oma ist Kartoffelwasser. Du kannst aber auch alle andere Art von Kochwasser für Gemüse verwenden, beispielsweise Blumenkohlwassser, Broccoliwasser, Kohlwasser oder Spargelwasser.

2) Kaffeesatz als Blumendünger

Pflanzen können mit wenig Aufwand und ohne Kosten mit Kaffeesatz gedüngt werden. Der alte Kaffeesatz ist sehr vielseitig, weil viel Stickstoff, Kalium und Phosphor enthalten sind. Wenn du regelmäßig deine Pflanzen mit dem alten Kaffeesatz düngst, wird einem Stickstoffmangel vorgebeugt.

Ferner lockt alter Kaffeesatz im Garten kleine Tiere und Regenwürmer an. Das macht Kaffeesatz zu einem günstigen und sehr beliebten Blumendünger. Zwar wird Erdreich wird mit Nähstoffen versorgt, aber besonders Kleintiere lockern den Boden auf und reichen den Pflanzenboden zusätzlich mit Nährstoffen durch ihre Ausscheidungen an. Außerdem vertreibt Kaffee Schnecken im Garten. Deshalb  werden Gemüsebeete mit Kaffeesatz von den Schnecken wie die Pest gemieden. Im Kompost fördert der Kaffeesatz zudem die Zersetzung der Lebensmittel und regt die Bildung von Bakterien an.

Schnecken mögen Kaffee nicht.

Wenn du mit Kaffeesatz düngst, solltest du das alte Kaffeepulver zuerst trocknen. Somit wird eine Schimmelbildung vermieden. Man kann Kaffeesatz übrigens gut in einem offenen, großen Behältnis sammeln. Der Kaffeesatz als Hausmittel eignet sich besonders für folgende Pflanzenarten zum Düngen: Geranien, Rosen, Oleander, Engelstrompeten, Azaleen, Rhododendron und Hortensien.

3) Pferdemist und Pferdedung

Pferdemist oder Kuhmist sind organische Dünger, die sich vor allem im Garten beim Umgraben eignen. Aufgrund der vielen Nähstoffen und Mineralstoffen in dem Mist, schmecken Pferdeäpfel jeder Pflanze gut. Versuche Pferdemist von Bauern in deiner Umgebung zu erhalten und dünge damit regelmäßig deine Gemüsebeete. Alternativ kannst du diesen natürlichen Dünger auch online bestellen:

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Organischer Dünger wie Pferdemist, Rindermist, Kuhmist oder Schafdünger sind gut für stark wachsende Pflanzen. Besonders für die Pflanzung von Rosen und als Vorbereitung von Frühbeeten eignet sich Mist als Biodünger gut. Aufgrund des Mistgeruchs in der Wohnung oder auf Balkon nur bedingt geeignet.

4) Altes Mineralwasser als Pflanzendünger

Altes Mineralwasser eignet sich gut als Mineraldünger für Zimmerpflanzen. Denn die Mineralstoffe im Mineralwasser sind lebensnotwendig für jedes Lebewesen, also auch für Pflanzen. Mach es dir daher zur Angewohnheit, altes Mineralwasser konsequent deinen Pflanzen zu schenken. Mineralwasser ist allerdings nur als Lieferant für Mineralstoffe geeignet, nicht von Nährstoffen.

5) Bier und Bierwasser als Nährstoffspender

Ein erstaunlich vielseitiges Hausmittel ist das Bier. Reste von altem Bier kann man ohne Bedenken dem Gießwasser zumischen, weil Hopfen und Malz natürliche Nährstoffe enthalten. Alte Bierreste können auch einfach in Maßen in die Pflanzen im Haushalt verteilt werden. Die Blumen aber maximal nur 2 mal pro Woche mit solchem Bierwasser gießen.

6) Schafmist zum Dung

Auch Schafmist eignet sich hervorragend als organischer Dünger. Er verfügt über viele Inhaltsstoffe, die das Pflanzenwachstum begünstigen. Da allerdings Der Dung von Schafen schwer erhältlich ist, kann man sich im Internet Abhilfe verschaffen:

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Achtung bei Mist als Dünger

Vorsicht beim Mist und Kot bei anderen Tierarten. Die Fäkalien von Geflügel haben einen zu hohen Stickstoffgehalt. Deshalb kann es bei zu viel Düngung mit Mist kann zu einer Überversorgung mit Nährstoffen kommen. Außerdem können dadurch auch Verbrennungen an den Pflanzenblättern bilden. Auch Mist von Ziegen, Kaninchen, Hunden, Katzen und Schweinen nur sehr vorsichtig verwenden.

7) Bananenschalen als Obstdünger

Bananenschalen geben viel Humusmasse beim Verrotten. Außerdem fördern die Bananenschalen speziell die Blühfreudigkeit von Rosen. Schneide die Bananenschale in kleine Stücke und mische die Schalenstücke einfach unter das Erdreich oder in die Blumenerde beim Umtopfen. Je kleiner die Bananenstücke werden, desto weniger fallen sie optisch auf. Generell sind Bananen als Hausmittel vielseitig einsetzbar.

8) Teebeutel und Teesatz ins Gießwasser

Teesatz enthält ähnliche Inhaltsstoffe wie Kaffeesatz, allerdings in abgeschwächter Form. Besonders schwarzer und grüner Tee hat sich als Pflanzendünger bewährt. Lass den Tee ausreichend trocknen oder hänge gebrauchte Teebeutel für einige Stunden in das Gießwasser.

Video: Flüssiger Dünger aus Tee

Hier kannst du dir noch einmal anschauen, wie du aus gebrauchten Teebeuteln deinen eigenen flüssigen Biodünger für deine Pflanzen herstellst. Wie du sehen wirst, ist es ganz einfach.

Video: So stellst du flüssigen Dünger aus gebrauchten Teebeuteln her.

9) Organischer Dünger aus Algen

Auch Algen eignen sich sehr gut als Düngerlieferant. Hiermit bekommen die Pflanzen viele Nährstoffe. Zur regelmäßigen Anwendung von Algen für deine Pflanzen und Blumen eignen sich spezielle Biodünger, weil diese als organischer Dünger fungieren:

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10) Urin zum Düngen

Urin von Menschen als Eigenurin oder von Tieren eignet sich sehr gut zum Düngen, weil darin viel Phosphor und Stickstoff enthalten ist. Beides ist existenziell für das Pflanzenwachstum. Bitte Urin immer verdünnt mit Wasser verwenden, dann hat Urin als Biodünger viele Vorteile.

11) Holzasche für Kalisalze

Holzasche ist reich an dem Mineralstoff Kali. Asche aus dem Kamin oder vom Lagerfeuer eignet sich daher sehr gut für das Wachstum der Pflanzen und die Vermehrung von Pilzen im Boden. Holzasche dünn über Blumenerde oder das Pflanzensubstrat steuern. Bei der Aufbereitung von Gartenböden kann man Asche direkt untermischen.

12) Kokosblumenerde aus Kokosschalen

Kokosschalen eignen sich besonders gut als Pflanzendünger. Da Kokosnüsse in Deutschland nicht heimisch sind und weil es zu aufwändig wäre, Kokosschalen klein zu bekommen, solltest du extra klein gehäckselte Kokosschalen im Blumenfachmarkt oder online kaufen. Man nennt diese gepresste Blumenerde aus Kokosfaser dann Kokoshumus oder Kokoserde.

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13) Eierschalen für Kalk

Eierschalen sind der beste Kalklieferant für Pflanzen. Besonders wenn du mit Regenwasser gießt ist Kalk wichtig. Bei Leitungswasser ist der Kalkanteil oft ausreichend hoch, dann solltest du Eierschalen für das Düngen vermeiden und sehr vorsichtig verwenden. Einige Pflanzen vertragen allerdings keinen Kalk im Gießwasser oder im Substrat.

14) Fußnägel und Fingernägel statt Hornspänen

Die eigenen Fußnägel oder Fingernägel kannst du als Ersatz für Hornspäne als organischen Dünger verwenden. Die Menge an alten Nägeln im Haushalt reicht jedoch selten aus, um Pflanzen mit ausreichend zusätzlichen Nährstoffen zu versorgen. Besonders gut eignen sich die Nägel daher für alte und sterbende Topfpflanzen.

15) Alte Haare als Mineralstofflieferant

Alte Haare enthalten viele Nähstoffe und Mineralstoffe für Pflanzen. Also vor allem nach dem selber Haare schneiden zu Hause einfach in Zukunft immer die alten Haare sammeln. Schön klein schneiden und dann in Blumenerde untermischen.

16) Flüssigdünger aus Kompost herstellen

Du kannst aus Kompost und Humus eigenen Flüssigdünger herstellen, um auch deine Zimmerpflanzen mit den Nährstoffen des Kompost anzureichern. Fülle 250g Komposterde in eine 2 Literflasche und gieß es mit Wasser auf. Anschließend lässt du das Gemisch idealerweise für zwei Tage in der Sonne ziehen. Danach mit dem Sud des Kompostwassers die Pflanzen gießen.

Diese Blumendünger helfen deinen Pflanzen beim Erblühen.

Zu Beachten bei Hausmitteln als Pflanzendünger

Mit diesen Hausmitteln für deine Pflanzen und Blumen als natürlicher Dünger solltest du allerdings vorsichtig umgehen. Die Wirkung von Eierschalenwasser könnte die Pflanzen überkalken. Tee oder Kaffeereste sollten nicht zu stark verwendet werden, weil sie bei Überdosierung den Boden und damit das Wachstum schaden könnten. Am Besten wechselst du mehrere Hausmittel für deinen Boden in einer Art Düngerreihenfolge ab. Halte dich dabei an Folgendes Grundprinzipien des Düngens:

Grundprinzipien des Düngens

1. Die Hausmittel als Pflanzendünger und Blumendünger regelmäßig wechseln. Dadurch entsteht eine schonende Düngerreihenfolge.
2. Für jede Pflanze die passenden Nährstoffe wählen, die sie idealerweise in ihrem natürlichen Umfeld auch vorfindet.
3. Vorsicht vor der Überdosierung von Kalk oder Asche, da so Pflanzen ersticken können.
Keinen Kot von Geflügel, Hunde, Katzen oder Kaninchen als Biodünger verwenden, weil er zu viele Giftstoffe enthält.
4. Zitronenlimonade oder Cola als Dünger sind keine gute Idee. Obwohl einige meinen, beispielsweise für Nelken würde das besonders gut sein.

Für das Düngen und die Pflege von Rasen benötigst du übrigens andere Düngemittel als bei Pflanzen. Auch dazu haben wir für dich die wichtigsten Tipps und Tricks für einen gepflegten Rasen im (Vor-)Garten auf unserer Seite zusammengestellt.

Die besten Produkte zum Düngen

Falls dir die natürlichen Hausmittel in der Anwendung zu umständlich sind, kannst du auch ganz bequem passende fertige Pflanzen- und Blumendünger nutzen. Wir haben die besten konventionellen Produkte, die du einfach online bestellen kannst, für dich gesammelt:

Häufige Fragen und Antworten

Sollte ich Küchenabfälle im Blumenbeet entsorgen?

Küchenabfälle dürfen niemals direkt aufs Blumenbeet oder in die (selbstgemachte) Blumenerde gekippt werden. Erstens stinken die Abfälle einfach nur. Zweitens werden die Essensreste bereits biologisch abgebaut, wodurch chemische Reaktionen entstehen, die den Pflanzen schaden. 

Lebensmittel und Küchenreste sollten auf einem Kompost gesammelt und entsorgt werden. Stattdessen arbeitest du mit den Hausmitteln lieber nur als ergänzende Versorgung deiner Pflanzen. Der Vorgang der Zersetzung der organischen Lebensmittel dauert einige Wochen. Dabei treten schädliche Reaktionen für Pflanzen auf und es tritt eine erhöhte Temperatur von bis zu 60 Grad auf.

Wie kann ich schimmelnden Kaffee in der Topfpflanze vermeiden?

Frischem Kaffeesatz ist der ideale Nährboden für Pilze und Bakterien. Daher sollte der Kaffeesatz komplett getrocknet werden vor der Anwendung und erst dann großzügig unter Substrat oder Blumenerde gemischt werden. Wenn sich schon Schimmel gebildet hat, kann man nur die ganze Erde ersetzen. Ansonsten hast du Schimmelbefall in der ganzen Pflanze, dadurch schädigst du das Wachstum der Pflanze durch Krankheiten.


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10 Gedanken zu „16 Hausmittel als Pflanzen- und Blumendünger“

  1. ist entkoffeinierter kaffee zum düngen geeignet, weil ich nur entcofeinierte kaffee trinken darf, und gehört habe das sie zum düngen nicht gut ist und gegenteil von normalle kaffeesatz erzielt. Somit bin ich mir nicht sicher ob ich es in meinen garten nenutzen darf

  2. Küchenanfälle können selbstverständlich auch direkt auf Beete gebracht werden! Immer fragen: Wie macht es die Natur? Ein Kompost ist lediglich eine praktische Angelegenheit für den Gärtner, aber kein Muss… Die Natur betreibt Flächenkompostierung. D.h. das anfallende Material wird an Ort und Stelle von den Bodenlebewesen zu wertvollem Humus zersetzt und dabei entstehen natürlich keine schädlichen Stoffe. Man kann es auch als Fütterung der Bodenlebewesen betrachten 😊

  3. Als Gärtner schätze ich Brennesseljauche sehr. Die kann man wunderbar selbst ansetzen und dann verdünnt zum düngen verwenden. Vielleicht kannst du ja nochmal darauf eingehen wie man die selbst herstellt.
    Grüße aus dem Grünen
    Steve

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