Refurbished Computer als Alternative zum Neukauf

Das englische Wort „refurbished“ lässt sich auf Deutsch am ehesten mit „aufpoliert“ oder „instand gesetzt“ übersetzen. Unter diesem Begriff werden zunehmend öfter technische Geräte verkauft, die nach einer Art Generalüberholung ein zweites Mal einen Käufer finden.

Refurbished Produkte sind jedoch nicht einfach nur gebrauchte Artikel. Neuwertige, generalüberholte Gebrauchtgeräte mit Garantie sollen dabei eine echte Alternative zum Neukauf darstellen. Refurbishing ist bei Weitem kein neues Phänomen, wird jedoch in letzter Zeit von mehr und mehr Unternehmen als Verkaufsstrategie erkannt. Doch lohnt es sich aus Verbraucher-Sicht wirklich?

Refurbished Computer© pixabay.com | CC 0

Refurbished Computer als Alternative zum Neukauf.

Was der Second Hand Laden für Klamotten ist, sind „Refurbishing Shops“ für Hardware und Elektronikartikel. Die Palette der angebotenen Produkte ist groß. Von Smartphones über Laptops / Tablets bis hin zu digitalen Spiegelreflexkameras gibt es eigentlich wenig, was nicht auch refurbished angeboten wird. Viele Hersteller betreiben dieses Geschäft hausintern, beispielsweise Apple

Mehr als nur Gebrauchtartikel

Die Produktzyklen von einem Modell zum nächsten werden immer kürzer, und nicht jeder ist gewillt sofort bei Markteinführung das neuste Modell sein Eigen nennen zu müssen. Andere hingegen kaufen sich so früh wie möglich ein neues Modell. Das alte Modell kann dann refurbished werden. Die Vorteile für Käufer von refurbished Geräten sind vielfältig. Zunächst einmal sind die Geräte meist vom Hersteller selber generalüberholt, und somit in einen technisch einwandfreien Zustand. Auch der Lieferumfang ist der eines originalen Produktes. Häufig sind bei den Geräten auch die Akkus erneuert, sodass man wirklich nicht von einem Gebrauchtgerät sprechen kann. Weiterhin gibt es zumeist volle 12 Monate Garantie auf refurbished Produkte und der Kunde hat wie bei jedem Neukauf auch ein 14-tägiges Umtauschrecht.

Woher kommen die Geräte?

Viele refurbished Geräte stammen aus Leasingverträgen mit großen Unternehmen. Versicherungen oder Banken beispielsweise, schließen oftmals Leasing- inklusive Serviceverträge mit Notebookherstellern ab. Um auf dem neusten technischen Stand zu bleiben, werden diese dann etwa zwei Jahre später durch neue Modelle ausgetauscht und die alten wandern nach Generalüberholung und Wartung direkt in den refurbished Verkauf. Die gebrauchten Notebooks findet man dann zu entsprechend attraktiven Preisen auf den Plattformen spezieller Reseller wieder und erhölt mitunter Geräte die „wie neu“ sind, zu Preisen die man woanders lange suchen kann.

Zahlreiche Vorteile

Die Vorteile, die sich aus Verbraucher-Sicht ergeben, liegen klar auf der Hand: Wer nicht auf den neusten technischen Stand angewiesen ist, kann durch den Kauf von ein oder zwei Jahre alten refurbished Geräten ohnehin eine Menge Geld sparen. Der Wertverlust von technischen Geräten ist innerhalb der ersten Jahre am höchsten. Weiterhin gehen Käufer auf diese Weise nicht das Risiko ein, ein Gebrauchtgerät ohne Garantie zu kaufen, welches unter Umständen nicht mehr lange hält.

Neben diesem rein finanziellen Aspekt spielt zudem noch der Umwelt Aspekt eine Rolle, wenn es um die Weiternutzung gebrauchter, generalüberholter Geräte insbesondere im Zusammenhang mit Ressourcenschutz geht. Der Kauf lohnt sich in jedem Fall, wenn man nicht auf die neuste Technik angewiesen ist und mit teilweise minimalen Gebrauchsspuren keine Probleme hat. Im Gegensatz zu B-Ware oder Vorführware hat man bei refurbished Produkten die größere Sicherheit. Die jeweilige Ersparnis im Vergleich zum Neukauf ist letzten Endes ausschlaggebend für die Kaufentscheidung.

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