Tipps für Rasenpflege und zum Rasendüngen – ökologisch, günstig und effektiv. Maulwurfshügel entfernen, richtig mähen und korrekt düngen: So startest du gut mit deinem Rasen in die warme Jahreszeit.

Die ersten richtig warmen Sonnenstrahlen des Frühjahrs zeigen sich. Höchste Zeit sich um den Rasen im Garten zu kümmern, der vom Winter stark strapaziert wurde. Die korrekte Vorbereitung und Pflege des Rasens im Frühling garantiert ein gesundes und gleichmäßiges Wachsen der Rasenfläche. Um den Rasen nachhaltig gesund und kräftig zu halten, müssen gewisse Dinge beim Mähen, Rechen und Düngen beachtet werden.

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Wir haben die besten Tipps für Rasenpflege und zum Düngen deines Rasens.

Den Rasen korrekt vorbereiten

Bevor es an die eigentliche Rasenpflege gehen kann, musst du den Rasen von restlichem Laub, Unkraut, Äste und Moos befreien. Harke also die gesamte Rasenfläche gründlich ab. Gerade unter vielen Ästen und Laubwerk bilden sich vermehrt feuchte Stellen, die später beim Mähen trocken gelegt sein sollten.

Hier könntest du unter Umständen auf Moos stoßen, das beim Mähen stört. Entferne das Moos möglichst, da die Moospflanzen sonst über einen längeren Zeitraum die Rasenpflanzen verdrängen können. Womöglich musst du mit einem Vertikutierer die Moospflanzen aus dem Erdreich entfernen. Dabei werden auch andere (abgestorbene) Pflanzenteile entfernt. An dieser Stelle kann dann erstmal kein neues Moos mehr wachsen.

Maulwurfshügel entfernen

Es auch vorkommen, dass du einem vorher verborgenen Maulwurfshügel begegnest. Wenn er dich stört, entfernst du zuerst den sichtbaren Teil des Hügels. Anschließend kannst du mit dem Restmaterial den Eingang verschließen. Am besten trittst du die lockere Erde danach ein wenig fest, weil sie ansonsten beim nächsten Regenguss schnell weggespült werden kann.

Rasenmähen und Rasenpflege

Alles störenden Überbleibsel von Herbst und Winter entfernt? Dann kannst du dich ans Mähen machen. Ideal ist der erste Zeitpunkt zwischen März und April. War es ein besonders milder Winter, kannst du das Gras aber auch das erste Mal vor diesen Monaten mähen. Mähe ruhig einige mehrere Zentimeter (3-6 cm) von der ersten Rasenschicht weg.

Vertikutieren und Unkrautbefall vorbeugen

Ähnlich dem ersten Rasenmähen solltest du mögliches Vertikutieren bereits im März durchführen. Die Klingen des Vertikutierers dürfen dabei nur wenige Millimeter in den Boden eindringen, sonst zerstören sie den Rasen zu stark und du willst deinen Rasen ja pflegen. An den womöglich nun kahlen Stellen säst du hier, und erstmal nur hier, nach. Denk daran, den neuen Rasen anschließend gut zu wässern.

Damit die gesamte Rasenfläche für das nächste Jahr erstmal auch unkraut- und moosfreibleibt, empfiehlt es sich den Rasen zu kalken. Kalk ist basisch, wohingegen Unkräuter und Moose eher sauren Boden bevorzugen. Damit beugest du weiteren Befall mit Unkraut und Moos vor. Zusätzlich regulierest du den ph-Wert des Bodens. Bevor du zum Düngen übergehst, sollte der Rasen erstmal ein paar Tage ruhen und durchlüften.

Der Einsatz von Rasendünger

Nachdem der Rasen nun ausreichend vorgepflegt und ventikutiert wurde, ist es an der Zeit den Rasen großflächig zu düngen. Der nach dem Winter und dem Mähen strapazierte Rasen benötigt nun allerhand Nährstoffe, um sich wieder zu erholen. Achte darauf, dass der Kalk komplett im Boden versickert sein muss. Du kannst dann die komplette Rasenfläche düngen. Dabei solltest du den Rasendünger gleichmäßig über die Fläche geben. Wer geübt ist, kann den Dünger frei mit der Hand verteilen. Wem das gleichmäßige Verteilen der Düngerkügelchen noch Schwierigkeiten bereitet, greift lieber zu einem Düngerstreuer.

Alternativ kannst du natürlich auch fein zermahlenen eigenen Kompost benutzen, wenn du keinen industriellen Dünger kaufen und einsetzen möchtest. Die allerbesten Hausmittel als Pflanzen- und Blumendünger sowie eine Anleitung zum Blumenerde selber machen findest du dabei ebenfalls auf unserer Seite.

Video: Rasendünger selber machen

Heutzutage wollen berechtigterweise viele Menschen genau wissen, was in den Produkten drin ist, die sie für ihren Garten verwenden, auf dem beispielsweise auch die Kinder und Hunde spielen. Außerdem bietet der DIY-Dünger die Möglichkeit einer plastikfreien Alternative. Wir haben dir daher eine tolle Videoanleitung herausgesucht, wie du Rasendünger aus Kaffeesatz ganz einfach selber machen kannst:

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Videoanleitung: So kannst du deinen eigenen Rasendünger herstellen.

Der richtige Zeitpunkt zum Rasen düngen

Bevorzuge bedeckte Tage, bei denen es schon ersichtlich ist, dass es bald regnen wird. Durch den baldigen Regen werden die Düngernährstoffe ins Erdreich transportiert und können zügig vom Rasen aufgenommen werden. Ein Düngen bei sonnigem Wetter ist nicht zu empfehlen.

Die Rasenpflege sorgt für schönen Rasenwuchs.

Nach der Düngung sollte der Rasen geschont werden. Ein weiteres Rechen, Harken oder Vertikutieren unmittelbar danach schadet der Rasenfläche nur. Warte ruhig 1-2 Wochen nach dem Düngen ab, um den Rasen nochmal zu rechen oder zu vertikutieren. Ansonsten kann es zu Komplikationen beim Wachstum des Rasens kommen. Der Dünger aktiviert nämlich Wachstumshormone und den Stoffwechsel der Pflanze. Eine Störung dieses Prozesses ist daher nicht empfehlenswert. Wenn du das beachtest, hast du in Kürze wieder einen perfekt gepflegten, schönen Rasen!

Häufige Fragen und Antworten

Wann sollte ich meinen Rasen das erste Mal mähen?

Zum ersten Mal im Jahr solltest du deinen Rasen möglichst im März oder April mähen. Sollte es ein sehr milder Winter gewesen sein, bietet sich manchmal auch schon ein früherer Zeitpunkt an.

Womit kann ich meinen Rasen düngen?

Du kannst deinen Rasen sowohl mit konventionellem Dünger aus dem Baumarkt oder dem Gartencenter als auch mit selbstgemachtem, ökologisch toll verträglichem und plastikfreiem Dünger, zum Beispiel aus Kaffeesatz, düngen.

Wie werde ich Unkraut im Rasen los?

Unkraut und Moose, die sich im Rasen breit machen, kannst du gut mit einem Vertikutiergerät entfernen. Dabei solltest du darauf achten, dass die Klinge des Geräts nur wenige Millimeter in den Boden eindringt, da sonst der Rasen und dessen neue Triebe zerstört werden könnten.