Eltern wollen am liebsten immer alles richtig machen und ihre Kinder schützen. Und das ist auch richtig so Denn insbesondere in den ersten Lebensmonaten und Jahren sind Neugeborene und Kleinkinder auf den Schutz ihrer Eltern angewiesen. Daher nutze wertvolle Tipps für den Kinderschutz.

Kinder schützen im Alltag

Im Alltag lauern viele Gefahren. Nicht nur draußen auch in den eigenen vier Wenden kann es gefährlich werden. Daher ist ein ausreichende Kinderschutz wichtig und sollte von Erwachsenen ernst genommen werden. Besonders kleine Kinder wollen ihre Umwelt erkunden und können nicht zwischen gefährlichen und ungefährlichen Dingen unterscheiden. Folglich müssen Eltern ihre Kinder schützen und sollten ein paar wichtige Aspekte im Haushalt und Draußen beachten. Denn wer um mögliche Gefahren weiß, kann diese schneller erkennen und beseitigen. Somit ermöglichst du deinem Kind einen sicheren Start ins Leben.

1) Ein sicheres Zuhause schaffen

Man mag es kaum glauben, doch über 80 Prozent der behandlungsbedürftigen Verletzungen bei Kleinkindern lassen sich, laut einer Studie, auf Unfälle im Haushalt oder anderen Einrichtungen zurückführen. Deshalb ist es eine unumgängliche Vorsichtsmaßnahme, die eigenen vier Wände kindersicher zu gestaltet. Folglich achte darauf, dass Treppen mit Gittertüren versehen sind und Zimmerpflanzen außer Reichweite von Kleinkindern stehen. Auch den Garten solltest du kontrollieren und hier für mehr Kinderschutz sorgen. Gibt es offene Wasserstellen, wie Teiche, Wasserläufe oder Regentonnen? Dann mache diese durch einen Zaun oder Deckel unzugänglich. Denn schon ein paar Zentimeter Wassertiefe können für Kleinkinder eine Gefahr darstellen.

2) Türsicherung zum Schutz von Kindern

Auch Türen stellen eine Gefahr dar. Denn hier können sich Kleinkinder schnell böse Verletzungen holen. Sobald die lieben Kleinen mobil werden, brauchst du eine gute mechanische Türsicherung. Dann kann dein Kind das Zimmer nicht unbemerkt verlassen oder sich in der Tür etwas einklemmen. Hier kannst du zum Kinderschutz eine kleine Glocke, die du einfach an die Tür bindest, Abhilfe schaffen. Sobald die Glocke läutet, weißt du, dass dein kleiner Schatz auf Entdeckungsreise ist. Gleichfalls schließe die Wohnungs- bzw. Haustür immer ab, damit dein Kind nicht unbemerkt auf Wanderschaft geht.

3) Sicheres Spielzeug und die Verwendung

Im Kindesalter wird so ziemlich alles zum interessanten Spielzeug. Daher solltest du alle gefährlichen Gegenstände beseitigen und sicher aufbewahren, sodass dein Kind diese nicht entwenden kann. Aber nicht nur das. Auch das extra gekaufte Spielzeug deiner neugeborenen Babys oder der Kinder solltest du zuvor gründlich unter die Lupe nehmen. Denn meist wird alles mit Händen und Mund alles ausprobiert. Daher ist es wichtig, dass das Spielzeug deiner Kinder sicher ist. Hierbei helfen dir Güte- und Prüfsiegel.

Die Experten von Betreut.de über wichtige Prüfsiegel von Spielzeugen:
„Einige Prüfzeichen und Gütesiegel werden von offiziellen Stellen vergeben, wie die Kennzeichnung CE (Communauté européenne), ohne die Spielzeuge in Deutschland nicht auf den Markt kommen dürfen. Ebenfalls setzen viele Hersteller auf zusätzliche Selbstüberprüfungen, wie das deutsche Qualitätssiegel GS oder das VDE-Prüfsiegel für elektronische Spielgeräte. So können Eltern die Gefahren von Anfang an minimieren.“

4) Versteckte Gefahren erkennen und Kinder schützen

Nicht immer sind Gefahren so augenscheinlich, wie ein herumliegendes Messer oder eine Schere. Anders gestaltet sich die Situation, wenn die Gefahr für das Auge nicht sichtbar ist. So bleiben insbesondere Chemikalien und Schadstoffe immer wieder unentdeckt. Dazu gehören unter anderem in Kleidung enthaltene Weichmacher und Farbstoffe, wie Anilin. Diese gelangen auf die Haut des Kindes und können dort Reizungen hervorrufen. Die aus optischen Gründen verwendeten Weißmacher in Kinderkleidung stehen überdies im Verdacht, Allergien auszulösen. Beim Kauf von neuer Kleidung, solltest du dich am besten an dem „oeko-tex“-Siegel oder dem Europäischen Umweltzeichen orientieren, um deine Kinder schützen zu können. Generell lohnt es sich den Haushalt nachhaltiger zu gestalten.

5) Auf Inhaltsstoffe von Pflegeprodukten achten

Auch bei Cremes und Shampoos ist es ratsam einen genauen Blick auf die Inhaltsstoffe zu werfen. Denn selbst Pflegeprodukte, die für Babys und Kleinkinder ausgeschrieben sind, können Zusätze enthalten, die für die empfindliche Kinderhaut ungeeignet sind. Besonders problematisch ist dies bei Chemikalien, die im Körper ähnlich wie Hormone wirken. Diese zeigten im Tierversuch fortpflanzungsgefährdende Wirkungen. Bei Pflegeprodukten sollten Eltern aus diesem Grund am besten zu Herstellern von Naturkosmetik greifen, um ihre Kinder zu schützen. Ebenfalls kann man Naturkosmetik einfach selber herstellen, so weißt du ganz genau was drin steckt.

6) Kinder schützen im Straßenverkehr

Gleichfalls ist es im Straßenverkehr für Kinder und Erwachsene gefährlich. Da Kinder in jungen Jahren noch nicht ausreichend für diese Gefahren sensibilisiert sind, solltest du im Straßenverkehr deine Kinder nie aus den Augen lassen. Demnach lasse sie im Kinderwagen oder nehme sie an der Hand. Zusätzlich kann es hilfreich sein ihnen die Gefahren bewusst zu machen und zu erklären. Zudem solltest du aufpassen, dass sie nicht weglaufen oder verloren gehen. Somit ist ein Kinderschutz insbesondere im Straßenverkehr unerlässlich. Auch Spielplätze oder das Spielen im Sandkasten, sollte bis zu einem gewissen Alter begleitet oder beobachtet werden.

7) Mehr Sicherheit auf Rolltreppen

Heutzutage befinden sich Rolltreppen fast überall, besonders in Kaufhäusern, U-Bahnstationen, Bahnhöfen und Flughäfen. Demnach sind sie Teil unseres täglichen Lebens und keiner würde an einen Unfall denken. Doch auch sie können zur Gefahr werden, insbesondere für Kinder. Daher sollten sie niemals auf Rolltreppen spielen. Ebenfalls sollten Kleinkinder immer von Erwachsenen begleitet werden für ausreichenden Kinderschutz. Weitere Tipps zum Verhalten auf der Rolltreppe sind folgende:

  • Niemals auf das schwarze Laufband steigen; denn hier ist die Gefahr ganz besonders hoch.
  • Vorsicht mit Kunststoffsandalen, Turnschuhen oder Plastikstiefeln, der bis zur vier Millimeter breite Spalt zwischen den beweglichen Stufen und der fest stehenden Seitenwand kann zur Falle werden.
  • Nicht auf die Rolltreppe setzen, denn Kleidung, wie zum Beispiel Schals, Mäntel und auch lange Haare können sich durch die Spalten hindurch in den Zahnrädern des Kettenantriebs verfangen und im schlimmsten Fall zur Strangulation führen. Das gilt auch besonders für die Enden der Rolltreppe.
  • Und so macht man es richtig: In die Mitte der Rolltreppe stellen, am Handlauf festhalten, keine überlangen Schals tragen und Kinder an die Hand nehmen.

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