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Nervige Werbepost vermeiden und abbestellen

Werbepost vermeiden

Trotz des digitalen Zeitalters begegnet man noch häufig nerviger Werbespots. Als Flyer in der Fußgängerzone, am Auto oder im Briefkasten, nirgends ist man sicher. Jetzt die besten Tipps zum Werbepost vermeiden und abbestellen nutzen, um den Briefkasten für wirklich wichtige Nachrichten freizuhalten.

Was ist Werbepost?

Werbepost, Flyer, oder kostenlose Magazine landen häufig ungewollt im Briefkasten. Dabei sind Werbezettel ideale Mittel, um im lokalen oder regionalen Umfeld sehr schnell Informationen zu verteilen. Dies geschieht meist als persönliche Übergabe in Fußgängerzonen, durch Festklemmen hinter Autoscheibenwischer oder Einwurf in Briefkästen. Doch jährlich entstehen so geschätzte 1,3 – 1,83 Millionen Tonnen Papiermüll für unadressierte Werbemittel. Und das obwohl die meisten Menschen diese Werbepost gar nicht wollen und diese als nervig empfinden.

Tipps gegen Werbung im Briefkasten

Damit du nervige Werbepost vermeiden kannst, gibt es ein paar Tricks sich dagegen zu wehren. Folglich vermeidest du volle Briefkästen, unnötigen Papiermüll und kannst so deinen Haushalt nachhaltiger gestalten. Demnach gehe wie folgt vor:

1) Nicht adressierte Werbepost vermeiden

Diese Art der Werbepost ärgert die meisten Menschen, denn es ist wahrlich nur Papier für die Tonne. Sie macht meist auf den neuen Pizzaladen oder das neue Nagelstudio um der Ecke aufmerksam. Doch mittlerweile kannst du dich gut gegen diese Art von Werbepost schützen. Hierfür bringe eine Notiz oder einen Aufkleber mit der Aufschrift „Keine Werbung“ an dein Briefkasten. Laut Bundesgerichtshof müssen Unternehmen dieser Aufforderung folgen.

2) Adressierte Werbepost abbestellen

Wenn die Werbepost eindeutig an deinen Namen und deine Adresse adressiert ist, reicht ein einfacher Aufkleber leider nicht aus. Folglich kannst du dich in die DDV-Robinson-Liste eintragen und so nervige Werbepost abbestellen. Doch das gilt nur für Werbung von Unternehmen die Mitglied im Verein für Deutschen Dialogmarketing Verband sind. Demnach musst du Werbung anderer Firmen bei diesen direkt und schriftlich abbestellen beziehungsweise die Zustellung verbieten.

3) Kostenlose Wochenzeitungen loswerden

Auch für die kostenlosen Wochenblätter ist ein Aufkleber mit der Aufschrift „Keine Werbung“ nicht ausreichend. Damit du diese Werbepost vermeiden kannst, musst du die Aufforderung am Briefkasten erweitern und eindeutig schreiben: „Keine kostenlosen Zeitschriften, Wochenblätter oder Magazine“. Oder wende dich direkt an die Redaktion des Wochenblatts und teile diesen mit, dass du die Werbepost abbestellen möchtest. Zudem beachte Tipps zum Widerrufs- und Rückgaberecht bei Internetbestellungen.

4) Unternehmen verklagen

Falls du trotz der ergriffenen Maßnahmen nervige Werbepost in deinen Briefkasten findest kannst du das jeweilige Unternehmen verklagen. Doch dabei solltest du bedenken, dass es ein großer Arbeits- und Kostenaufwand für dich werden könnte. Und das lohnt sich meist nicht, wobei du dies in Erwägung ziehen könntest wenn du eine Rechtschutzversicherung besitzt.

5) Nervige Werbung am Auto

Der als am nervigsten empfundene Werbezettel ist sicher der am Auto. Als Privatperson bleiben einem nicht so viele Möglichkeiten, sich zu wehren. Die vermeintlich gute Idee mit der Anklage wegen Sachbeschädigung (Kratzer am Auto) scheitert schon an der Beweisführung. Eine der wenigen Chancen indirekt ein bisschen Recht zu bekommen ist, dass man bei einem gewerblichen Werbezettel von den Behörden überprüfen lässt, ob hier eine entsprechende Genehmigung vorliegt. Die wird benötigt, da man den Straßenverkehr zweckentfremdet (es existiert mittlerweile ein entsprechendes Urteil vom OLG Düsseldorf). Allein die Strafe für das Verteilen von Werbezetteln ohne Genehmigung darf bis 1000,00 Euro hoch sein.

Entsorgungskosten der Werbepost

Außerdem muss die Urheberperson der Kampagne bei privat oder gewerblich verteilten Werbezetteln damit rechnen, dass die Stadt ihm Entsorgungskosten in Rechnung stellt. Die meisten Werbezettel wandern nämlich nicht in Mülltonnen, sondern zerknüllt in der Umwelt.

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