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Mit der Konmari-Methode aufräumen und ausmisten

Minimalistisch zu leben bedeutet, keinen Ballast zu haben. Es bedeutet nicht, nichts zu haben. Ballast findet sich in fast jedem Haushalt. Hier setzt die Konmari-Methode an. Sie hilft dabei, sich von unnötigem Plunder und Ballast zu befreien und drastisch auszumisten.

Das führt dazu, dass Menschen sich wieder freier fühlen und wohler in der eigenen Wohnung. Es sind nämlich nicht Gegenstände, die Menschen glücklich machen, sondern Erlebnisse, und die lassen sich nicht im Schrank aufbewahren.

Das Grundprinzip der Methode

Das wichtigste Grundprinzip ist der Zeitfaktor. Das Ausmisten erfolgt über einen relativ kurzen Zeitraum von maximal sechs Monaten. Beim Aufräumen unterscheidet Marie Kondo, die Erfinderin dieser Methode, nach Kategorien. Das bedeutet, die Vorgehensweise erfolgt nicht nach Zimmern, sondern nach leicht und schwieriger. Beim Thema Kleidung ist das Ausmisten einfach. Deshalb macht die Kategorie Kleidung auch den Anfang. Am schwierigsten ist die Kategorie der Erinnerungen. Wer übrigens beim Ausmisten des Kleiderschrankes feststellt, dass der Schrank nichts mehr taugt, kann direkt einen Schrank günstig online kaufen.

Das sind die Grundprinzipien der Methode:

  • Wichtig bei der Konmari-Methode ist das Anfassen jedes einzelnen Teils. Dabei geht es um die Empfindungen, die Gegenstände auslösen. Wenn das Teil, das gerade in der Hand liegt, Unwohlsein auslöst, dann weg damit, auch wenn es nicht kaputt ist.
  • Die Gegenstände, die am Ende dableiben, bekommen einen festen Platz zugewiesen. Kleidung sollte dabei nicht in Stapeln im Schrank liegen. Das ist viel zu unübersichtlich, die unteren Sachen verlieren ihre Existenz.

Es geht bei der Konmari-Methode nicht um unbequeme Wahrheiten oder die Frage, warum sich das alles angehäuft hat und so unordentlich ist. Es geht darum, seinem eigenen Urteilsvermögen wieder zu vertrauen und wieder Selbstvertrauen zu entwickeln.

Die erste Kategorie – der Kleiderschrank

Im Kleiderschrank ist eigentlich nie genug Platz, auch nicht nach einer Ausmistaktion. Nach den meisten Ausmist-Aktionen fängt der Kreislauf wieder von vorne an, neue Sachen finden wie durch Zauberei ihren Weg in den Schrank und in kürzester Zeit quillt er wieder über.

Mit der Methode von Marie Kondo wandern jetzt nicht mehr nur uralte oder kaputte Teile in den Altkleidersack. Jetzt fliegt alles raus, was nicht glücklich macht. Das klingt zunächst merkwürdig. Aber es hilft. Jeder hat ein intuitives Ja-Nein-Gefühl, wenn er etwas in die Hand nimmt.

Da sind beispielsweise die Schuhe, die eigentlich immer noch drücken und damit Unwohlsein verursachen oder der Rock, der zwar toll aussieht, aber schlechte Erinnerungen hervorruft. Diese Dinge sollten in den Altkleidersack – ohne Wenn und Aber.

 

Die zweite Kategorie – Bücher und DVDs

Viele Menschen haben einen emotionalen Bezug zu Büchern und können sie nicht wegwerfen. Was in einem Bücherregal steht, sagt etwas über den Menschen aus. Doch häufig stehen die Bücher nur da, um andere zu beeindrucken und den Eindruck von Belesenheit zu vermitteln. So stehen beispielsweise nach 20 Jahren noch die Unibücher im Regal. Auch einen Thriller, bei dem das Ende bekannt ist, liest kaum jemand ein zweites Mal.

Der Zweck eines Buches ist laut Marie Kondo, die Vermittlung von Informationen oder Unterhaltung durch eine schöne Geschichte. Ist das Buch gelesen, hat es seinen Zweck erfüllt. Bücher und DVDs lassen sich gut über Ebay oder andere Portale verkaufen, sodass Platz für neue Bücher entsteht.

Die dritte Kategorie – Dokumente

Wichtige Dokumente und Unterlagen sollten in Ordnern abgelegt sein, die ordentlich beschriftet sind. Was nicht unbedingt aufgehoben werden muss, sollte weg. Dazu gehören Erinnerungen an die Studiengebühren, wenn das Studium längst abgeschlossen ist, die Gebrauchsanweisung für die Waschmaschine oder die alten Kontoauszüge, die es heute digital gibt.

Die Kategorie Kleinkram

Der Kleinkram ist meistens die größte Kategorie. Das sind:

  • Küchenutensilien
  • Vorräte
  • Medikamente
  • Dekoartikel
  • Büromaterial
  • digitaler Kleinkram, wie Newsletter

Bei Vorräten und Medikamenten ist es ziemlich einfach. Alles, was abgelaufen ist, kommt ohne zu überlegen in den Müll. Auch sonst lässt sich hier einiges Ausmisten, wie beispielsweise den Korkenzieher, mit dem keiner zurechtkommt, oder die Deko, die nie benutzt wurde.

Wenn der Kleinkram ausgemistet ist, muss er wieder zurück in den Schrank – dieses Mal jedoch mit System.

Die schwierigste Kategorie – Erinnerungen

Die Erinnerungen stehen ganz am Ende der Ausmistaktion. Sie sind dabei der schwierigste Part. Nach den bisherigen Kategorien und der damit gewonnenen Übung, sollte das am Ende etwas leichter fallen. Es ist aber wahrscheinlich immer noch schwierig genug. Da liegen beispielsweise Postkarten herum, die irgendwann mal irgendjemand geschickt hat. Manchmal fehlt sogar die Erinnerung, von wem sie waren. Dennoch fällt es schwer, sie wegzuwerfen.

Marie Kondo sagt dazu, dass manche Gegenstände einfach nur einen Zweck erfüllen müssen. Die Postkarte hat Freude bereitet, als sie ankam. Das gilt übrigens auch für andere Geschenke, die keiner mehr benutzt. Hier hilft nur, sich von dem Gegenstand zu trennen. Das geht einfacher, wenn wir innerlich an den Schenkenden denken und uns noch einmal für die kleine Freude bedanken.

Bei Fotos ist es sehr schwierig. Häufig befinden sich auf dem Computer allerdings so viele Schnappschüsse, die teilweise alles andere als schön sind, die unterbelichtet, unscharf oder überbelichtet sind. Die sollten ebenfalls alle weg. Bleiben sollten die wirklich schönen Bilder, die auch schöne Erinnerungen hervorrufen. Sie sollten sicher gespeichert sein, damit nichts verloren geht.

Jetzt bekommt jeder Gegenstand einen festen Platz

Nachdem alles ausgemistet ist, brauchen die einzelnen Gegenstände einen festen Platz. Das geht am einfachsten, wenn alles beschriftet ist und in kleinen Einheiten zusammengepackt wird. So liegen dann in Schubladen die Sachen sortiert in einzelnen Schalen oder kleinen Kästen. Im Kleiderschrank hilft eine spezielle Falttechnik. Damit sind am Ende wirklich alle Kleidungsstücke, die noch im Schrank verblieben sind, sichtbar.

Mit dieser Falttechnik bleiben alle Handtücher immer im Blick. Bei der Konmari-Methode gibt es ein ähnliches System auch für T-Shirts und andere Kleidungsstücke.

Und wo soll der ganze Rest hin?

Die ausgemisteten Sachen sind meistens zu schade für den Müll. Marie Kondo empfiehlt alles einfach zu entsorgen, denn die ausgemisteten Sachen „loszuwerden“ kann sehr viel Zeit und Nerven kosten. Wer dennoch, aus Gründen der Nachhaltigkeit beispielsweise, alles lieber verkaufen möchte, findet dazu im Internet zahlreiche Plattformen. Verschenken oder spenden sind auch gute Ideen.

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