Viele nützliche Tipps zur Vogelfütterung helfen beim Füttern von freien Vögel. Denn auch wenn so eine Fütterung gut gemeint ist, kann sie bei falscher Durchführung zu Schäden führen. Daher haben wir die wichtigsten Fakten zum Vogel füttern für dich im Überblick gesammelt.

Wichtige Tipps zur Vogelfütterung

Wenn du Vögel füttern möchtest, solltest du zuvor einige wichtige Regeln beachten. Ansonsten kann es passieren, dass du den Vögeln mit der Fütterung gefährliche Schäden zufügst. Denn nicht jedes Futter ist geeignet. Außerdem solltest du nicht zu jeder zu Jahreszeit die freien Vögel füttern. Damit die kleinen Fluggeister in deiner Umgebung nicht durch dein Futter sterben, beherzige folgende Tipps:

1) Die richtige Zeit zum Vögel füttern

Die Vogelfütterung sollte nicht in der Brutzeit stattfinden, da die kleinen Vögel nur bestimmtes Futter vertragen. Daher nutze zur Fütterung lieber die kalten Jahreszeiten, wenn natürliche Futterquellen weniger verfügbar sind. Falls du dennoch was Gutes tun und auch ohne winterliche Temperaturen Vögeln bei Nahrungsergänzung helfen möchtest, dann solltest du kein Fettfutter, keine Erdnüsse oder Sonnenblumenkerne verfüttern. Stattdessen nutze zum Vögel füttern nur folgendes Futter in dieser Zeit verfüttern:

  • Frisches oder tiefgefrorenes Insektenfutter,
  • Kleinste, fettarme Sämereien von heimischen Wildkräutern.

Achtung während der Brutzeit von April bis Juli!

Die Jungvögel benötigen für eine gesunde Entwicklung natürliche Nahrung, wie Insekten, also eiweißreiches Futter. Wintervogelfutter oder andere bereitgestellte Nahrung kann für Jungvögel gefährlich sein. Daher solltest du erst in den Wintermonaten mit der Vogelfütterung beginnen oder penibel auf richtiges Futter für die kleinen achten.

2) Das richtige Vogelfutter wählen

In den Wintermonaten hingegen ist eine nahrhafte gesunde Mischung aus Körnern, wie z.B. Getreide und Sonnenblumenkerne, sowie Früchten erforderlich. Von allen Arten beliebt und besonders energiereich sind zerkleinerte Nüsse. Aber Vorsicht: Die Nüsse nur im natürlichen Zustand anbieten. Und niemals gesalzene, gezuckerte oder gewürzte Varianten den Vögeln anbieten. Also nur natürlich die Vögel füttern. Des Weiteren findest du in Supermärkten und Fachhandel geeignetes Futter für verschiedene Vogelarten. Hierzu beachte auch Tipps zum Meisenknödel selber machen und Futterglocke basteln.

3) Futterstelle trocken und sauber halten

Falls du den Vögel in deinem Garten oder auf dem Balkon mit Nahrung hilfst, solltest du die Futterstelle sauber halten. Hierzu solltest du Vogelkot vom Futter trennen, um den Ausbruch von Krankheiten zu vermeiden. Daher ist die Nutzung von Futtersäulen empfehlenswert, da diese mehr Hygiene garantieren. Außerdem beachte, dass du das Vogelfutter möglichst trocken hältst. Falls du im Garten auch Igel füttern möchtest, muss auch hier einiges beachtet werden.

4) Hygiene beim Vögel füttern beachten

Wie bereits erwähnt muss die Futterstelle oder das Futterhaus sauber bleiben. Daher verwende die folgende Anleitung zum Futterhaus säubern: Dazu verzichte auf Chemikalien. Stattdessen kannst du das Futterhaus abbürsten und mit heißem Wasser ausspülen. Dann lasse es trocknen bevor du erneut das Futter darin platzierst.

5) Vogelfütterung stoppen bei toten Tieren

Wenn du tote Vögel findest, musst du aufpassen. Denn dann könnten Salmonellose oder Trichomonaden die Ursache für tote Vögel am Futterhaus sein. Beide Krankheiten werden an Futterhäuschen übertragen. Besonders im Spätwinter oder während milder Winter. Dann stelle das Vogel füttern unbedingt ein. Anschließend reinige und desinfiziere das Häuschen gründlich, z.B. mit dem Hausmittel Essigessenz. Zudem entferne alle Futterreste, auch vom Boden. Da die Krankheiten auch für Menschen ansteckend sein können, solltest du tote Vögel nur mit Gummihandschuhen anfassen. Dann entsorge diesen per Plastikbeutel in den Hausmüll und desinfiziere deine Hände gründlich.

Tipp: Große Futterstellen vermeiden

Die Erreger für die Krankheiten, die Salmonellose und Trichomonaden, findet man häufig bei großen Futterstellen. Daher solltest du lieber mehrere kleine Futterstellen anlegen, um die Vögel zu schützen.

6) Kleine Vögel füttern

Es kann vorkommen, dass deine gut gemeinte Vogelfütterung auch große Vögel, wie Raben oder Tauben anzieht. Dabei wollen die wenigsten Menschen Tauben in ihrem Garten oder auf den Balkon. Anstatt die Tauben vertreiben zu müssen, solltest du zuvor bereits Maßnahmen zu Vermeidung ergreifen. Demnach kannst du das Vogelhaus oder die Futterstelle mit Maschendraht umzäunen. Dadurch gelangen nur die kleinen Singvögel zur Futterstelle.

7) Sicherheit bei der Vogelfütterung

Gleichfalls solltest du an die Sicherheit der Vögel denken, wenn du mit der Vogelfütterung beginnst. Daher stelle das Vogelhaus am besten freistehend auf. Somit werden Vögel besser vor heranschleichenden Katzen geschützt. Ideal ist die Platzierung des Vogelhauses mindestens drei bis vier Meter von einem Baum oder Busch entfernt. Ebenso solltest du die Katzen vertreiben, wenn sie sich zu Nahe am Vogelhaus befinden.

8) Bodenfütterung nutzen

Es gibt einige Vogelarten die am Boden nach Futter suchen. Daher gibt es für die Bodenfütterung spezielle Futterautomaten. Dabei solltest du auch hier besonders auf die Hygiene achten und regelmäßig die Futterstelle am Boden säubern. Folgende Futterstellen und Futter eignen sich gut zur Fütterung:

9) Nisthilfe für Kleinvögel bereitstellen

Heutzutage finden kleinere Vogelarten nicht genügend Nistplätze und Unterschlüpfe in der Natur. Demnach kannst du künstlichen Nistplätze im Garten bereitstellen. Dabei gelten für Kleinvogelarten grundsätzlich folgende Richtlinien für geeignete Nisthilfen: Innenmaßen von ca. 10 x 10 x 10 cm ist für sie als Brutstätte gut. Somit sind Rohre, Dreieckskasten oder eine „Normalform“ mit diesen Maßen sinnvoll. Hauptsache die Größe des Einfluglochs ist ausreichend. Dann befestige die jeweilige Vorrichtung hoch in einem Baum, sodass sich die kleinen Singvögel sicher fühlen. Auch eine gute Idee ist das Bauen eines Insektenhotels.

10) Nisthilfe selber bauen

Gleichfalls kannst du eine Nisthilfe für Vögel selber bauen. Folglich eignet sich am besten sägeraues Fichtenholz. Dabei sollte die Stärke ca.20 mm sein. Auch verleimtes wasserfestes Sperrholz kannst du verwenden. Jedoch solltest du darauf achten, dass es nicht unter Verwendung von Tropenholz hergestellt wurde. Damit die Jungvögel von Innen die Öffnung erreichen können, sollten die Innenwände aufgeraut sein. Schrauben eignen sich beim Zusammenbauen des Kästchens am besten, Nägel würden nicht sehr lange halten. Für eine umweltfreundliche Imprägnierung des Rohholzkastens solltest du ihn mit Leinöl anstreichen. Somit ist es biologisch abbaubar. Ebenfalls solltest du die Bodenplatte mit winzigen ca. 6mm kleinen Löchern versehen. Denn das sorgt für eine bessere Lüftung.