Gesunden und leckeren Sauerteig selbst herstellen mit einer einfachen Anleitung. Da ein Sauerteigbrot den nötigen Säuregehalt hat und fluffig leicht ist, schmeckt es besonders. Daher erfahre jetzt, wie du Sauerteig ansetzen und füttern kannst. So gelingt das Sauerteig Anstellgut beim ersten Mal.

Ist Sauerteig gesund?

Ein Sauerteig aus Roggen liefert dir viele gesunde Ballaststoffe, Vitamine und Mineralien. Dazu zählen Vitamine B und E, Eisen, Natrium, Zink und auch die für Schwangere wichtige Folsäure. Außerdem sind für die Herstellung von Sauerteigbrot keine künstlichen Zusatzstoffe nötig. Auch auf Hefe wird hier verzichtet. Darüber hinaus hat der saure Teig einen niedrigen Glykämischen Index. Dieser zeigt die blutzuckererhöhende Wirkung von kohlenhydrahthaltigen Lebensmitteln an. Der niedrige Wert des sauren Teigs veranschaulicht, dass der Blutzucker nach dem Verzehr nur langsam steigt. Da auch die wichtigen Vitamine und Mineralien besser vom Körper aufgenommen werden können ist der selbstgemachte Sauerteig sehr gesund.

Anleitung zum Sauerteig selbst herstellen

Da der Sauerteig sehr gesund und gut verträglich ist, erfreut er sich steigender Beleibtheit. Demnach nutze unser cleveres Rezept für den richtigen Teig. Dabei kannst du diesen Sauerteig füttern und zwar bis zu zehn mal. Dafür brauchst du nichts weiter als Wasser und Roggenmehl. Dann mische diese zwei Komponenten und in ca. drei Tagen ist der perfekte Sauerteig entstanden mit dem du köstliches Vollwertbrot backen kannst. Doch wie genau funktioniert es? Im folgenden Video findest du eine bildliche Anleitung für das Sauerteig Anstellgut. Und weiter unten bekommst du eine ausführliche Anleitung.

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1) Sauerteig ansetzen

Zum Sauerteig ansetzen muss du die folgenden Zutaten zum Teig vermischen und als Teig verrührt eine Nacht bei Wärme zugedeckt stehen lassen. Dabei sollte die Ruhezeit mindestens 24 Stunden betragen. Nach dieser Zeit sollte der Teig leichte Bläschen bilden. Wichtig: die Temperatur muss ca. 25 Grad betragen. Doch bitte achte, dass keine Zugluft oder Sonneneinstrahlung den Teig verdirbt. Damit die Gärung des Teiges hygienisch stattfindet, solltest du den Teig abgedeckt stehen lassen. Somit verhinderst du, dass Bakterien von außen eindringen. Denn der Teig benötigt nur Wärme, Zeit und Ruhe. Anschließend kannst du zum nächsten Schritt übergehen.

  • 100 g Roggen – selbst frisch mahlen und mit
  • 150 g Wasser verrühren.
  • oder nehme wie in der Video Anleitung beschrieben 100 g Roggenmehl und 100 g lauwarmes Wasser.

2) Sauerteig verlängern

Am zweiten Tag darfst du den Sauerteig verlängern. Dann nochmals 100 g Roggen, fein gemahlen und 150 g Wasser zugeben. Anschließend diese Zutaten unter den bereits zubereiteten Grundteig mengen. Dabei weist der Teil noch wenig Veränderung auf, da eine leichte Blasenbildung oder rosa Färbung meist erst nach dem 3. Tag der Gärung erfolgt. Nach der Zugabe muss der Teig wieder Ruhe, Wärme und mindestens 24 Stunden Zeit haben, damit der Gärprozess voran schreitet.

Tipp: Von Anfang an sollten sie Roggen und Wasser in einer ausreichend großen Schüssel verrühren, damit der Sauerteig sein Volumen durchaus verdoppeln kann, ohne dass er aus der Schüssel quillt. Ähnlich wie beim Hefeteig braucht jeder Gärungsprozess im Teig Platz. Nach weiteren 24 Stunden kann der letzte Schritt folgen.

Wichtig: Keine weiteren HIlfsmittel nutzen!

Wenn du das frisch gemahlene Roggenmehl und das nicht zu kalte Wasser zugibst, sind weitere Zutaten nicht nötig, um den Gärprozess zu beschleunigen. Also verzichte auf weitere Hilfsmittel wie Zwiebel, Hefe oder Kümmel. Denn die richtigen Milchsäure Bakterien entstehen nur durch Roggen, Wasser, Wärme und Zeit.

3) Sauerteig füttern

Im letzten Schritt musst du nochmals den Sauerteig füttern. Hierzu wieder 150 g fein gemahlenen Roggen hinzugeben und ca. 3 Esslöffel warmes Wasser. Da der Teigling sich jetzt schon leicht in flüssiger Form zeigt, reicht die Menge von 3 Esslöffel Wasser als Zugabe. Dann verrühre den gesamten Teig ein weiteres Mal und lasse ihn anschließend wieder 24 Stunden bei Wärme abgedeckt ruhen.

Nach drei Tagen, wenn alle drei Schritte abgeschlossen sind, sollte der Sauerteig leicht säuerlich riechen und sich in einer leichten Verfärbung in rosa zeigen. Gleichzeitig spiegelt die schaumige Blasenbildung den optimalen Gärprozess wieder. Dann ist der Sauerteig fertig und kann als Grundlage zum Brot backen verwendet werden.

Übung macht den Meister

Bedenke, dass Sauerteig selbst herstellen auch eine Gefühlssache ist. Daher zeigt die Erfahrung mit der Zeit, wie die Konsistenz des Teiges werden soll: leicht fluffig und flüssig im Ansatz. Sauerteig ansetzen gelingt ganz einfach, wenn du etwas Übung und Erfahrung dabei sammelst. Also nicht verzagen, wenn es nicht sofort beim ersten Mal klappt.

Sauerteig Grundlage „einsperren“

Ist dieser Sauerteig nun fertig, können sie einen kleinen Teil in ein „Glas sperren“. Dabei verschließe das Glas am besten fest mit Schraubverschluss. Danach kannst du es Im Kühlschrank aufbewahren. Dort hält der Sauerteig ein paar Wochen und kann später sehr gut wieder als Grundansatz für den nächsten Sauerteig verwendet werden.

Brot backen mit eigenem Sauerteig

Doch wie verfährst du mit dem übrigen Sauerteig, der als Grundlage für dein Brot jetzt fertig gegärt zur Verfügung steht? Nun da gehe wie folgt vor:

  1. Zum Sauerteigbrot backen musst du jetzt wieder in gleichen Teilen Roggenmehl und Wasser zugeben. Dafür benötigst du für den Ansatz eines Sauerteigbrotes lediglich 150 g bis 200 g des reinen Sauerteiges (wie in den drei Schritten erklärt).
  2. Nun ist die Zugabe zum Sauerteigbrot von Kümmel, Gewürzen, Salz oder Körnern nach Belieben und Geschmack möglich.
  3. Anschließend knete den Teig ordentlich durch. Dabei muss ein richtiger Teig entstehen, der einen Brotleib formbar macht. Er darf nicht zu fest und nicht zu flüssig sein.
  4. Nach dem Prozess des „Gehens“ kann ein leckeres Brot auf Basis des selbst angesetzten Sauerteiges gebacken werden.
  5. Danach bei 200 Grad im Ofen für etwa eine Stunde lang backen. Jedoch beachte hierbei auch die Eigenschaften deines Ofens.

Häufige Fragen und Antworten

Welche Zutaten brauche ich zum Sauerteig ansetzen?

Zum Ansetzen des Sauerteigs benötigst du lediglich 100 g Roggenmehl und 100 ml lauwarmes Wasser.

Wie kann ich Sauerteig selbst herstellen?

Für das Sauerteig selbst herstellen musst du zunächst Roggenmehl mit Wasser vermischen und an einem warmen Ort (ca. 25 Grad) gären lassen. Demnach lasse die Mischung mindestens 24 Stunden abgedeckt ruhen. Danach füge wieder die gleichen Teile Roggenmehl und Wasser hinzu, verrühre alles und lasse wieder alles einen Tag ruhen. Sobald der Teig Blasen und eine rosafarbene Färbung zeigt, ist das Anstellgut fertig.

Wie backe ich Sauerteigbrot?

Zum Sauerteigbrot backen füge zum Anstellgut wieder die gleichen Teile Wasser und Roggenmehl hinzu. Ebenfalls kannst du nun nach belieben würzen (Salz, Kümmel, Körner…). Dann knete alles ordentlich durch und gebe den Teig in eine Form. Anschließend bei ca. 200 Grad eine Stunde lang backen lassen. Zwischenzeitlich immer mal wieder kontrollieren.