Skip to main content
Mit dem Geschirr durch Dick und Dünn

Optimales Geschirr trocknen ohne Wasserflecken

Selbst wenn den meisten Menschen der Werbeslogan „Dann klappt´s auch mit dem Nachbarn“ der strahlenden Hausfrau mit blitzeblankem Weinglas in die Kamera haltend sicher nicht mehr hören können, der innerlich nagende Neid jedoch sagt uns allen: „Ich will auch so saubere Gläser haben.“

Die Putzfee von heute denkt jedoch ökonomisch und vermeidet Umweltbelastungen, wo es nur geht. Diese lobenswerte Haltung steht dem Plan „Saubere Gläser“ keineswegs entgegen. Hier folgen einige Tipps, wie Gläser, Besteck und Porzellan und vor allem auch Edelstahl ohne Wasserflecken im Küchenschrank glänzen können.

Geschirr trocknen ohne Wasserflecken© depositphotos.com

Optimales Geschirr trocknen ohne Wasserflecken.

Wie entstehen Wasserflecken?

Die gegebenen Hinweise wirken gegen Verunreinigungen an Geschirr, die meist einer falschen Behandlung geschuldet sind. Wasserflecken entstehen dann, wenn das Wasser nicht ungehindert am sauberen Geschirr herunterfließen kann. Daher kann sehr gut gereinigtes Geschirr durchaus lufttrocknen, ohne Wasserflecken zu bilden. Meist nur hält dieser Zustand nicht sehr lange an, daher ist es empfehlenswerter, gleich das Geschirr gut abzutrocknen.

1. Was die Spülmaschine wirklich braucht

Leider nicht ganz selten der Fall: Das Geschirr kommt unsauber aus der Geschirrspülmaschine wieder heraus. Das kann zum einen am falschen Einräumen liegen, häufiger jedoch ist das fehlende Salz der Teufel im Detail.

Spülmaschinenbesitzer sollten daher stets darauf achten, dass ausreichend Salz in der eigens dafür vorgesehenen Befüllvorrichtung ist. Zwar wäscht die „Minna“ auch allein mit heißem Wasser, die Zusammensetzung des Spülwassers enthält jedoch je nach Härtegrad Magnesium- und Kalzium Ionen, die sich in einer leichten Schicht auf dem Geschirr ablagern.

Das Geschirrspülsalz verhindert diesen Vorgang durch exakte Trennung dieser Ionen und führt zu sauberem Geschirr, welches beim Nachtrocknen mit dem sauberen Geschirrtuch keine Streifenbildung aufweist.

2. Abwaschen von Hand: Glasklar umweltbewusst

Es ist nicht die Menge an Spülmittel, die sauberes Geschirr verursacht. Es ist das Abwaschen mit Köpfchen. Für Leute mit erstem eigenen Hausstand: Erst die Gläser, dann die Teller, dann Besteck, Töpfe und Pfannen, da diese am meisten verschmutzt sind, zum Schluss. Die Gläser sollen möglichst so heiß abgewaschen werden, dass man sich fast (!) die Finger verbrennt. Dabei genügt es, das Waschbecken nicht ganz voll Wasser laufen zu lassen.

Einmal unter Wasser kurz mit dem Küchenschwamm innen und außen sowie am Stiel gesäubert, kann dann stets eine kleine Menge kaltes Wasser den Schaum entfernen. Somit erhält das Abwaschwasser auch für das den Gläsern nachfolgende Geschirr eine erträglichere Abwaschtemperatur. Mit dem weiteren Besteck und Geschirr wird dann ebenso verfahren, bevor es mit dem Geschirrtuch trockengewischt wird.

3. Geschirrtuch ist nicht Handtuch

Vor der ersten Nutzung sollten neue Geschirrhandtücher genau wie andere Wäsche vorerst gewaschen werden, da sich in den Textilien nicht selten chemische Farbpigmente befinden. Diese sind nicht nur ungesund, sie legen auf das Geschirr einen Film, der eine fleckenfreie Reinigung erschwert. Ein Unterlassen dieser ersten Wäsche kann unter Umständen zu verschmiertem Geschirr führen, welches dem prüfenden Blick im Sonnenlicht nicht standhält.

Erstaunlicherweise kennen viele Menschen, überwiegend Männer, Studenten und Azubis, den Unterschied nicht zwischen Handtuch und Geschirrtuch. Auch auf dem industriell verarbeitenden Sektor wird diese Differenzierung vermehrt nicht mehr exakt geleistet, da sie beide fast die gleiche Größe besitzen. Das Geschirrtuch ist jedoch aus einem dünnen Baumwoll- oder Leinenstoff, während das Handtuch als eine Kategorie der Körpertücher aus weniger saugfähigem, jedoch dickerem Baumwollstoff ist. Da Baumwollfasern leicht fusseln, ist beim Abtrocknen von Gläsern und gutem Porzellan das langfaserige Leinengeschirrtuch mit dichter Webstruktur die bessere Wahl.

Auch Besteck und Edelstahl lässt sich damit einwandfrei polieren. Ebenso leistungsstark sind die überaus saugfähigen Mikrofasertücher, welche beim Waschen mit 40 oder 60 Grad jedoch keinesfalls Weichspüler abbekommen dürfen, da die Überreste zu Schlieren Bildung führen und die Saugfähigkeit des Mikrofasertuches durch das zusammendrücken der Fasern gemindert wird. Für eine möglichst keimfreie Geschirrreinigung sollten die Geschirrtücher auch regelmäßig ausgewechselt werden.

4. Wenn das Geschirr „einen abgekriegt“ hat

Bei gebrochener Emaille ist leider keine einwandfreie Geschirroptik ohne fachmännische Reparatur möglich. Wenn hingegen lange Zeit durch falsche Behandlung sich Wasser- oder Schmutzflecken, die unter nicht so leicht lösbaren kaum sichtbaren Schicht immer deutlicher werden, bildeten, können reiner Essig oder auch Zitronensäure wahre Wunder bewirken.

Diese Haushaltshelfer, die ohnehin fast alle chemischen Spezialreiniger effektiv ersetzen können, bedürfen jedoch ein wenig mehr Einwirkzeit bei hartnäckigen Verschmutzungen. Konzentrierter Essig, bzw. Essigessenz mit 75% Wasseranteil oder auch Essigsäure sind leicht abbaubar und der etwas unangenehme Duft verfliegt im Nu. Kraftvoll geht dieser Reiniger jedoch gegen Schwielen, Fett und Kalk vor und macht sogar blinde Gläser und Spiegelflächen wieder glänzend.

Bei angebrannten Töpfen oder fettigen Pfannen kann ein Schuss Essigessenz verdünnt mit Soda mit einem Schwamm auf der Oberfläche verteilt werden. Nach kurzer Einwirkzeit von etwa 10 Minuten lässt sich dieses Gemisch, welches Schmutz und Kalk geradezu aufgesogen hat, einfach abwaschen. Selbst hartnäckige angebrannte Reste wie sie häufig auf Grillrosten oder in Backöfen zu finden sind, lassen sich auf diese Weise ohne schrubben zu müssen entfernen.

Waren diese Tipps hilfreich? Dann teile den Artikel bitte mit anderen Hausfrauen im Internet! DANKE ♥


 

 

© 2007-2019 schillmann.com
Hosted by elitedomains.de & digitalocean.com