Schwitzen in der Nacht erfolgreich reduzieren

8 Tipps gegen nächtliches Schwitzen

Starkes nächtliches Schwitzen ist unangenehm und kann viele Ursachen haben. Bei einigen ist es empfehlenswert einen Arzt um Rat zu fragen. Doch andere Ursachen können mit einfachen Tipps gegen das Schwitzen in der Nacht bekämpft werden.

Stress oder eine schlechte Schlafumgebung sorgen fürs Schwitzen in der Nacht. Daher kannst du dieses Problem gut in den Griff kriegen. Allerdings kann eine sogenannte Hyperhidrose auch ein Hinweis für eine schwere Erkrankung sein.

Nächtliches Schwitzen© pixabay.com | CC 0
Damit die Matratze gut durchlüftet ist und Feuchtigkeit schnell verdunsten kann, ist Bodenfreiheit wichtig. Tagesdecke und Zierkissen erst auf das Bettzeug legen, wenn alles richtig getrocknet ist, sonst entstehen Stockflecken.

Ursache für das Schwitzen in der Nacht

Es gibt einige Gründe für nächtliches Schwitzen. Dabei spielen eine ungeeignete Schlafumgebung, belastende Lebensphasen und hormonelle Schwankungen des Körpers eine Rolle. aber auch ernsthafte Erkrankungen können das Schwitzen in der Nacht verursachen. Folgend haben wir möglichen Ursachen für dich aufgelistet:

  • Ungeeignete Schlafumgebung: hohe Luftfeuchtigkeit, zu warme Bettwäsche.
  • Vermehrter Genuss von Alkohol, Nikotin und scharfen Gewürzen.
  • Infektionskrankheiten oder Autoimmunkrankheiten.
  • Psychische Belastungen und Stress im Alltag.
  • Hormonelle Veränderungen im Körper.
  • Einnahme bestimmter Medikamente.

Tipps gegen nächtliches Schwitzen

Jeder Mensch schwitzt nachts – einige mehr, andere weniger. Zunächst solltest du die Ursache des Schwitzens herausfinden und schwere Erkrankungen ausschließen. Wenn dein Schwitzen nachts auf die Ernährung oder die Schlafumgebung zurückzuführen ist, kannst du das Schwitzen in der Nacht effektiv bekämpfen. Darüber hinaus beachte auch unsere Hausmittel gegen nächtlichen Harndrang.

1) Für das richtige Raumklima sorgen

Das Raumklima ist in vielen Fällen verantwortlich für den Nachtschweiß. Die Umgebungstemperatur sollte nicht mehr als 19 Grad Celsius betragen und die Luftfeuchtigkeit nicht über 50 Prozent liegen. Anderenfalls ist es einfach nur zu warm, um gut zu schlafen. Auch im Winter sollte das Schlafzimmer eine angenehme Temperatur haben und nicht zu stark geheizt sein. Auch wenn es draußen richtig kalt wird nachts. Hierzu lies unsere Tipps zur Luftfeuchtigkeit reduzieren.

2) Gut Lüften gegen Schwitzen in der Nacht

Ebenfalls ist es wichtig das Schlafzimmer ausreichend zu lüften. Denn frische Luft ist meistens kühler und versorgt den menschlichen Organismus mit Sauerstoff. So verbessert sich das Raumklima und das Schwitzen wird im besten Fall weniger. Darüber hinaus beachte unsere Tipps zum Schlafprobleme bekämpfen und besser Schlafen.

3) Wahl des Betts entscheidend

Das Bett hat großen Einfluss auf das nächtliche Schwitzen. Es sollte keinen Bettkasten haben, sodass die Luft gut zirkulieren und die Feuchtigkeit schnell abtrocknen kann. Betten mit hoher Bodenfreiheit sind besonders gut geeignet. Ebenfalls interessant und praktisch sind Holzbetten mit rustikalen Charm. Sie sorgen für ein gesunden Schlaf.

4) Einfluss der Matratze aufs nächtliche Schwitzen

Auch die Matratze nimmt Einfluss auf das nächtliche Schwitzen. Die Matratze sollte flach oder besonders hoch sein. Außerdem sind Taschen- oder Tonnentaschenfederkernmatratzen besonders klimaregulierend. Der aktive Luftaustausch in den Tonnentaschenfedern ist durch Hohlräume gewährleistet. Hierzu beachte auch unsere Anleitung zur Matratzenreinigung.

5) Schwitzen reduzieren mit geeigneter Bettwäsche

Die richtige Auswahl der Bettwäsche kann nächtliches Schwitzen reduzieren. Dabei machen Leinen, Mako-Satin oder Seide das Schlafklima unter der Bettdecke besonders angenehm. Denn diese sind hautfreundlich und natürlich. Seidenbettwäsche hat eine glatte Oberfläche, die kühlend wirkt. Im Gegensatz dazu solltest du auf Bettwäsche aus synthetischen Materialien. Da diese das nachts Schwitzen begünstigen.

Ebenso wichtig ist die Füllung. Denn diese sorgt für eine gute Klimaregulierung. Das gilt insbesondere für Federn und Daunen als Füllmaterial, die besonders wärmeisolierend wirken. Außerdem können sie viel Flüssigkeit speichern. Ein Baumwollbezug sorgt dafür, dass der Nachtschweiß wieder zügig ausdunsten kann. Ebenfalls sehr gut klimaregulierend wirken Kamelhaar, Schafschurwolle und Yakflaumhaar.

Tipp: Auf Tagesdecken verzichten

Die klassische Tagesdecke verhindert, dass Bettdecke und Kissen trocknen. Deshalb ist es besser, darauf zu verzichten oder sie nur zu verwenden, wenn das Bettzeug vollständig getrocknet ist.

6) Schweißausbrüche vermeiden mit Ernährung

Wenn du nachts übermäßig schwitzt, isst du vielleicht zu viele scharfe Gewürze, die viel Capsaicin enthalten. Capsaicin ist bekannt für seine schweißtreibende Wirkung. Auch fettiges Essen, Fleisch und Wurst fördern das nächtliche Schwitzen. Auch solltest du am Abend auf Alkohol, Koffein und Nikotin verzichten. Denn auch diese Genussmittel verursachen Schweißausbrüche. Im Gegensatz dazu sind abends Milchprodukte und Obst, vor allem Zitrusfrüchte, Gemüse und Reis besser geeignet. Da sie als schweißhemmend gelten. Und auch zinkhaltige Lebensmittel können dein Schwitzen reduzieren.

Tipp: Salbeitee gegen übermäßiges Schwitzen

Salbeitee vor dem Schlafengehen kann Schweißausbrüche vermeiden. Denn die Inhaltsstoffe wirken direkt im Gehirn auf das Wärmeregulationszentrum. Folglich hemmen sie die Schweißproduktion in den Schweißdrüsen.

7) Einen gestressten Biorhythmus vermeiden

Unregelmäßige Schlafzeiten können zu Schlafprobleme und nächtliches Schwitzen führen. Denn die unregelmäßigen Schlafzeiten irritieren den Biorhythmus. Der Organismus gerät unter Stress und kommt nur sehr schwer zur Ruhe. Ebenso ist zu wenig Schlaf stressig für dein Körper. Folglich kann es zu Schlafstörungen und vermehrter Schweißproduktion führen. Daher lies auch, wie dir das Einschlafen mit Hausmitteln gelingt.

8) Stress effektiv reduzieren

Seelischer Stress kann ebenfalls Nachtschweiß verursachen. Wer beispielsweise nicht richtig abschalten kann, weil eine wichtige Prüfung oder Entscheidung ansteht, kommt nicht zur Ruhe. Ebenso sind stressige und emotionale Situationen vor dem Schlafengehen zu vermeiden. Für Ruhe kann ein wohltuendes Entspannungsbad sorgen, angenehme Musik oder ein Buch. Fernsehen oder andere elektronische Medien beispielsweise mit E-Books oder Computerspiele können das Einschlafen ebenfalls behindern.

Weitere Tipps gegen Schwitzen in der Nacht

Neben den bereits genannten Tipps, kannst du deine Nacht trockener gestalten indem du auf folgende Dinge achtest. Sie helfen dir das nächtliche Schwitzen zu reduzieren:

  • Trage zum Schlafen ein Nachthemd. Denn das ist besser geeignet als ein Schlafanzug. Natürliche Materialien, wie Leinen oder Baumwolle, sind als Nachtwäsche am besten geeignet.
  • Esse schon einige Stunden vorm zu Bett gehen. Denn schweres und kalorienreiches Essen direkt vor dem Schlafengehen kann Schweißausbrüche begünstigen und ist zu vermeiden.
  • Wasche dich mit lauwarmem Essigwasser vor dem Schlafen. Dadurch soll das das nächtliche Schwitzen ebenfalls reduziert werden.
  • Trinke ein Glas Milch vorm Schlafengehen. Das kann wohltuend wirken und das Einschlafen erleichtern.
Clevere Tipps gegen nächtliches Schwitzen.

Wann zum Arzt bei starkem Schwitzen?

Wenn du nachts ständig klitschnass geschwitzt aufwachst, solltest du zum Arzt gehen. Insbesondere wenn du andere Ursachen, wir eine schlechte Schlafumgebung und schlechte Ernährungsgewohnheiten ausschließen kannst. Denn Nachtschweiß kann auch ein Symptom für eine schwerwiegende Erkrankung sein, wie beispielsweise Lungentuberkulose oder Malaria.

Häufige Fragen und Antworten

Welche Ursachen hat nächtliches Schwitzen

Ursachen fürs Schwitzen in der Nacht sind häufig eine schlechte Schlafumgebung, Stress, sowie schlechte Ernährungsgewohnheiten (zu fettiges Essen vorm Schlafen gehen). Aber dahinter kann auch eine schwere Erkrankung stecken, weswegen das nächtliche Schwitzen mit einem Arzt besprochen werden sollte.

Was tun gegen Schwitzen in der Nacht?

Wenn die Ursachen der Umgebung und den Gewohnheiten geschuldet sind, kannst du deine Schlafumgebung erneuern: Wähle ein Bett ohne Bettkasten, Bettwäsche aus natürlichen Materialien und eine Matratze aus Taschenfederkern. Ebenso solltest du Luftfeuchtigkeit reduzieren und häufiger Lüften. Darüber hinaus ist der Konsum fettiger Speisen und scharfer Gewürze vor dem Schlafengehen zu vermeiden. In allen Fällen kann die Stressreduzierung helfen.

Welche Krankheit steckt hinter nächtlichen Schwitzen?

Nächtliches Schwitzen kann Hinweis für verschiedene Erkrankungen sein. Hierzu zählen zum Beispiel Influenza, Tuberkulose, chronische Polyarthritis, Schilddrüsenüberfunktion oder Diabetes. Aber auch Krebs oder ein Burn-Out können dahinter stecken.


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