Die rasante Verbreitung von Corona hat dazu geführt, dass mehr Menschen im Home Office arbeiten. Dabei bietet das Home-Office viele Vorteile: kein Arbeitsweg, ein persönlicher Arbeitsplatz sowie eine flexiblere Einteilung des Tages. Doch wie lässt sich die Produktivität im Home-Office beibehalten oder steigern? Wir haben die besten Tipps für mehr Produktivität gesammelt.

Produktiv arbeiten im Home-Office

Mittlerweile arbeiten viele Menschen im Home Office. Und das hat Vor- sowie Nachteile. Während man sich den Arbeitsweg spart und noch im Schlafanzug die ersten Aufgaben verrichten kann, lauern zuhause auch viele Ablenkungen. Dabei ist es schwierig produktiv zu arbeiten. Wenn man dann noch Kinder im Home-Office betreuen muss, wird es noch schwieriger. Daher stellen sich Viele die Frage, welche Effekte das Home-Office auf die Produktivität hat? Laut einer Umfrage der bekannten Online-Jobplattform Stepstone gab jeder dritte befragte Arbeitnehmende an, dass die Motivation im Home-Office allmählich nachlässt. Die Münchener IFO befragte 1097 Unternehmen hinsichtlich der Produktivität im Home-Office – lediglich 5,7 % der Unternehmen konnten eine Steigerung der Produktivität verzeichnen, während 27 % eine gesunkene Produktivität ihrer Belegschaften meldeten.

Nachteile einer verminderten Produktivität

Eine verminderte Produktivität kann dazu führen, länger an Projekten zu sitzen sowie unregelmäßige Arbeitszeiten zu haben, die die Work-Life-Balance aus dem Gleichgewicht bringen. Deswegen präsentieren wir Ihnen nun sieben Tipps, mit denen Sie zu mehr Produktivität im Home-Office finden:

Effektiv die Produktivität steigern

Damit deine Produktivität im Home-Office nicht nach lässt, solltest du einige nützliche Tipps beherzigen. Denn diese helfen die deine Produktivität zu steigern. Gleichzeitig sorgst du so dafür, dass dir die Decke nicht auf den Kopf fällt. Dabei helfen die folgenden Ratschläge nicht nur im Home-Office, sondern auch im normalen Arbeitsalltag.

1) Arbeitsumfeld schaffen und Produktivität steigern

Die Einrichtung eines adäquaten Arbeitsplatzes spielt eine wichtige Rolle dabei, die eigene Produktivität zu gewährleisten. Wenn du auf der Couch vor dem Fernseher sitzt, wirst du mit Sicherheit Schwierigkeiten haben, produktiv zu arbeiten. Zudem kann es schwer sein in einer unordentlichen Umgebung konzentriert zu bleiben. Deshalb solltest du vor Arbeitsbeginn Ordnung schaffen und Aufräumen. Gleichzeitig solltest du darauf achten, Arbeit und Privatleben räumlich zu trennen. Im Idealfall nutzt du einen Tisch der im Arbeitszimmer steht und legst dir einen ergonomischen Stuhl zu. Außerdem achte darauf, dass dein Arbeitsplatz aufgeräumt ist und es ausreichend natürliches Tageslicht gibt.

2) Routine entwickeln und beibehalten

Bevor du zur Arbeit fährst, hast du wahrscheinlich eine Routine. Beispielsweise trinken viele Menschen nach dem Aufstehen gerne einen Kaffee und machen sich anschließend für die Arbeit frisch. Diese Routine solltest du auch im Home-Office beibehalten. Denn das hilft deinem Gehirn, zu begreifen, dass du dich dennoch auf der Arbeit befindest. Folglich kann das deine Produktivität steigern. Ebenfalls hilft es mental, den Pyjama gegen Arbeitskleidung zu tauschen, um in den Work-Flow zu kommen und die Müdigkeit überwinden zu können.

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3) Prioritäten setzen zum produktiver Arbeiten

Wenn du von zuhause aus arbeitest, solltest du dir einen Arbeitsplan erstellen. Dabei ist es wichtig Prioritäten zu setzen, welche du in einer To-Do-Liste festhalten kannst. Das abarbeiten dieser Prioritäten motiviert und führt so zu mehr Produktivität im Home-Office. Gleichzeitig werden die wichtigsten Aufgaben erledigt ohne etwas zu vergessen. Ein solches Zeitmanagement im stressigen Alltag kann wahre Wunder wirken.

4) Mehr Produktivität im Home Office durch Timeboxing

Gleichfalls kann die Methode des Timeboxing helfen produktiver zu arbeiten. Denn diese Methode sorgt für ein klares Zeitmanagement, indem die zu erledigen Aufgaben einen genauen Zeitrahmen bekommen. Dadurch wird verhindert, dass man sich in einer Aufgabe verliert oder trödelt. Natürlich solltest du realistische Zeitrahmen setzen. Beispielsweise 30 – 60 Minuten für Emails, 45 Minuten für das Team Meeting und 90 Minuten für das neue Projekt.

5) Prokrastination verhindern und Produktivität steigern

Wer kennt es nicht, da wartet eine unliebsame Aufgabe auf einen und man beginnt diese aufzuschieben. Stattdessen beginnt man so ziemlich alles andere zu tun. Im Home-Office widmet man sich plötzlich dem Wäsche waschen, fängt an zu putzen oder denkt über die Umgestaltung des Wohnzimmers nach. Das alles gehört zur Prokrastination. Damit dir das nicht passiert und du produktiv bist, teile die unliebsame Aufgabe in mehrere Schritte auf. Der Erfolg wird dein Selbstbewusstsein stärken und die Produktivität steigern.

6) Mehr Produktivität durch Pausen und Bewegung

Eine hohe Produktivität zu haben bedeutet auch, im richtigen Moment Pausen einzulegen. schließlich ist es unmöglich, acht Stunden am Tag durchgehend hochkonzentriert zu arbeiten. In der Stepstone-Studie gab fast die Hälfte aller Befragten an, wenig Pausen einzulegen. Dabei müssen Pausen, wie ein kleiner Spaziergang, sein, um den Geist zu erholen und schmerzen im Rücken- und Nackenbereich vorzubeugen. Auch ein Mini-Workout am Arbeitstisch ist denkbar und hält dich Fit im Alltag. Natürlich solltest du nicht das Mittagessen vergessen. Studien haben ergeben, dass es eine Korrelation zwischen Produktivität und der Einnahme eines Mittagessens gibt.

7) Verzichte auf Multitasking für mehr Produktivität

Es ist falsch zu denken, dass man durch Multitasking mehr schafft. Im Gegenteil kann das gleichzeitige Bearbeiten von Aufgaben dazu führen, dass man sich verzettelt. Am Ende hast du viele Aufgaben begonnen, aber keine zu Ende geführt. Dann kann das sehr demotivierend sein. Also halte dich an deinen Arbeitsplan und mache ein Schritt nach dem anderen. Somit wirst du sicher für mehr Produktivität im Home-Office sorgen.

8) Ablenkung bewusst beseitigen

Da es im Home-Office keine Kontrollmechanismen gibt, musst du diese selbst entwickeln, da die Versuchung sonst einfach zu groß ist, sich ablenken zu lassen. Experten raten, mit Stundenplänen und To-Do-Listen zu arbeiten, um den Faden nicht zu verlieren. Das Handy solltest du stumm schalten beziehungsweise Benachrichtigungen, die nichts mit der Arbeit zu tun haben abschalten. Zudem hilft es, sich alle Seiten, an denen du gerade arbeitest, im Vollbildmodus anzeigen zu lassen, damit du nicht in Versuchung kommst, neue Tabs zu öffnen, die nicht zur aktuellen Tätigkeit beitragen. Auch solltest du Familienmitglieder wissen lassen, dass es zu gewissen Uhrzeiten keine Störungen geben sollte.

9) Halte den Kontakt zum Kollegium

Auf die Frage, was das Schönste an der Arbeit sei, werden nicht wenige Menschen sagen: die Kollegen. Home-Office bedeutet nicht, dass der Kontakt zum Kollegium abbrechen muss. Es gibt Apps und Programme die dabei helfen, in Kontakt zu bleiben. Wenn du regelmäßig Kontakt zu deinem Kollegium hältst, hältst du die soziale Komponente aufrecht. Außerdem solltest du dein Netzwerk pflegen, um die soziale Komponente beim Job zu wahren. Dabei kann der Austausch mit dem Kollegium helfen, die ein oder andere Aufgabe zu lösen. All diese Dinge helfen dabei, die „Verbindung“ zur Arbeit aufrechtzuerhalten und die Eigenmotivation zu steigern.

10) Aufgaben delegieren und Produktivität steigern

Damit dich kleine oder eine Vielzahl an Aufgaben nicht aufhält, solltest du Aufgaben delegieren, die auch andere übernehmen können. Denn vielleicht hat gerade jemand mehr Zeit, um dir Aufgaben abzunehmen. Somit steigerst du nicht nur deine eigene Produktivität, sondern die des gesamten Teams. Das Delegieren kann nicht nur in der Arbeitswelt hilfreich sein sondern auch zuhause für ein schnellen Hausputz sorgen, sofern alle mithelfen.

Produktives Arbeiten leicht gemacht

Ein Teil der neuen Normalität ist das Home-Office, das sich auf die Produktivität der Arbeitnehmenden positiv oder negativ auswirken kann. Primär sollten wir aber an die Vorteile des Home-Offices denken, nämlich mehr Zeit mit der Familie, kein Arbeitsweg und eine erhöhte Flexibilität. Mit Sicherheit ist es eine große Umstellung, jedoch lässt sich die Arbeit von zu Hause aus mit der nötigen Disziplin und einer gesunden Routine ohne größere Probleme meistern. Wichtig dafür ist, dass du dir die Arbeit selbst erleichterst, indem du im eigenen Heim die passenden Arbeitsbedingungen schaffst, gesunde Routinen beibehältst, Ablenkungen ausschaltest und den Bezug zur Arbeit nicht verlierst.