Die beliebten Böden aus Parkett brauchen eine besondere Pflege, um dauerhaft gut auszusehen. Damit keine Kratzer, Dellen oder andere Verschmutzungen dem Parkettboden schaden, haben wir die wichtigsten Tipps zum Parkett reinigen und ölen gesammelt.

Was ist Parkettboden?

Parkett hat eine lange Tradition und ist ein Boden aus echtem Holz. Dabei wurden Vorläufer des Parkettbodens bereits im Mittelalter verwendet. Und noch heute ist die Art von Holzboden sehr beliebt. Denn Parkett ist in vielfältigen Ausführungen erhältlich. Aufgrund der verschiedenen nutzbaren Holzarten und unterschiedlichen Bearbeitungsverfahren, kommen hier ganz unterschiedliche Parkettböden zum Ausdruck. Das besondere am Parkettboden ist das einzigartige Barfuß-Gefühl und seine weiche und warme Eigenschaft. Gleichfalls beachte den informativen Ratgeber zum Vinylboden verlegen.

„Ein Boden darf man als Parkett bezeichnen, wenn die oberste Schicht, die Nutzschicht, zumindest 2,5mm dick ist. Ist sie dünner spricht man von einem Echtholzboden. Das heutige Mehrschichtparkett besteht meist aus drei Schichten: Dekor, Mittellage und Gegenzug. Letzterer verhindert ein Verformen des Bodens; die Kräfte, die auf ihn wirken, werden besser ausgeglichen.“

Tilo Blogeintrag zum Thema Parkett.

Tipps zur schonenden Parkettboden Reinigung und Pflege

Holz ist ein Rohstoff mit vielfältigen Eigenschaften. Als Parkettboden wissen Liebhaber vor allem die vielen Farbtöne und Gestaltungsmöglichkeiten zu schätzen. Und in der Regel ist Parkettboden relativ pflegeleicht, wenn man gewisse Regeln zum Parkettboden reinigen und pflegen beachtet. Dabei erfolgt die grundsätzliche Reinigung ganz einfach mit einem Besen oder einem Staubsauger mit Bürstenaufsatz. Bei größeren Verschmutzungen kannst du mit einem leicht feuchten Wischer das Parkett reinigen. Da Parkett dazu neigt, durch zu viel Wasser schaden zu nehmen, solltest du danach alles wieder gut trocknen. Spezielle Parkettpflegemittel helfen, dem Parkett Optik und Glanz zu erhalten. Doch nun im Detail:

1) Parkettboden vor mechanischen Schäden schützen

Als Erstes musst du dafür sorgen, dass keine Sandkörnchen oder Ähnliches auf die Oberfläche von Parkett gelangen, weil harte Materialien auch ohne Einwirkung von chemischen Mitteln die Parkettoberfläche zerstören können. Um das zu vermeiden, solltest du vor dem Eingang zum Zimmer mit Parkettboden einen Fußabtreter aus Gummi auslegen, damit harter Dreck dort haften bleibt. Wichtig ist auch, dass alle Möbelstücke mit Fußgleitern ausgestattet werden, weil du so Kratzer und Dellen im Holz vermeiden kannst. Außerdem solltest du vor dem Parkett reinigen groben Schmutz mit einem Besen entfernen.

2) Richtig das Parkett reinigen

Gewöhnlichen Dreck entfernst du durch regelmäßiges Bodenwischen mit speziellen Reinigungsbezügen. Das ist darauf zurückzuführen, dass die Benutzung gewöhnlicher Bodenwischtücher aus Mikrofasern ebenfalls zur Beschädigung der empfindlichen Oberfläche führen könnte. Dabei empfehlen Spezialisten, Parkettböden jeden Tag mit trockenem Tuch zu wischen, um Staub entfernen zu können, und einmal pro Woche mit nebelfeuchtem Tuch zu wischen.

Parkettböden nur nebelfeucht wischen!

Der Begriff „nebelfeucht“ bedeutet, dass das Tuch gerade mal so feucht ist, dass der Boden spätestens nach fünf Minuten wieder komplett trocken wird. Dabei resultiert diese Empfehlung aus der Tatsache, dass selbst versiegeltes Parkett nur gegen Feuchtigkeit, aber nicht gegen richtige Nässe geschützt ist. Deswegen würde die Benutzung nasser Tücher zum Aufquellen von Parkett führen.

3) Das richtige Mittel zum Parkett reinigen verwenden

Gleichfalls solltest du zum Parkett reinigen auf die Nutzung von Scheuermitteln und anderen aggressiven Reinigungsmitteln sowie Dampfreinigern absehen. Denn diese können zur Zerstörung des schönen Parkettbodens führen. Stattdessen solltest du bei Bedarf lieber spezielle Reinigungsmittel für Parkett benutzen, weil diese eine gründliche Reinigung mit schonender Behandlung in sich vereinen. Dabei empfiehlt es sich, Parkettböden einmal im Monat mit Bohnerwachs zu behandeln, damit sie nicht nur rein, sondern auch glänzend bleiben. Und alle 2 Jahre muss jeder Parkettboden von Fachpersonal gereinigt werden, um die Langlebigkeit desselben sicherzustellen. Darüber hinaus beachte Tipps zum Fettflecke vom Holz entfernen.

4) Flecken entfernen bei der Parkettpflege

Wenn du mit Schuhen über das Parkett läufst, gibt es schon mal unschöne Verunreinigungen durch Gummiabrieb. Diese lassen sich problemlos mit lauwarmem Wasser entfernen, dem du einen Schuss gewöhnliches Geschirrspülmittel beifügen kannst. Auch das Hausmittel Essig oder handelsüblichen Essigreiniger kannst du benutzen. Außerdem lassen sich mit diesen Mitteln auch andere Verschmutzungen wie Fettflecken oder klebrige Stoffe abreiben. Hingegen kannst du ganz hartnäckige Flecken aller Art mit einer Mischung aus Wasser und Spiritus zu gleichen Teilen entgegenwirken. Folglich kannst du so Wachsflecken und sogar Kaugummi wieder entfernen. Hierzu beachte auch Tricks zum Wachsflecke auf Holz entfernen.

5) Fehler beim Parkett reinigen und pflegen vermeiden

Die wichtigsten Regeln zum Parkett reinigen wurden bereits erwähnt. Für eine besseren Übersicht hier nochmal die wichtigsten Fakten und Fehler, die du unbedingt vermeiden solltest. Darüber hinaus siehe auch was du beim Marmorböden reinigen beachten solltest. Denn auch hier können bestimmte Reiniger zu Schäden führen.

  • Auf keinen Fall aggressive Reinigungsmittel oder Hilfsmittel, wie Dampfreiniger verwenden.
  • Ammoniak sollte auch nicht auf dem Etikett des Putzmittels erscheinen.
  • Vermeide zu viel Feuchtigkeit beim Parkett reinigen.
  • Spezielle Parkettpflegemittel kommen nur selten und wenn nur sparsam zum Einsatz.
  • Versiegeltes Parket zwei Mal im Jahr mit passenden Reinigungsmittel säubern.
  • Gewachstes Parket einmal im Jahr neu wachsen.
  • Geölte Böden kannst du mit dem passenden Öl in unregelmäßigen Abständen pflegen.
  • Allgemein gilt bei der Pflege: Immer gut trocknen.

Das korrekte Reinigungsmittel für jede Art von Parkett

Für jede Art von Parkettboden gibt es spezielle Mittel zu kaufen. Immer das richtige Pflegemittel für den richtigen Boden zu verwenden, ist wichtig. Hier sollte man auch mal ein höherwertiges Produkt verwenden und nicht am falschen Ende sparen.

6) Parkett ölen, versiegeln oder wachsen?

Häufig stellt sich die Frage, ob man das Parkett ölen, versiegeln oder wachsen soll. Dabei haben geölte und versiegelte Parkettböden ungefähr den gleichen Stellenwert von der Qualität und Pflege. Denn beide lassen sich mit speziellen Reinigern ganz normal säubern. Je nach Beanspruchung dauert es bei geölten Parketts mitunter Jahre, bis dieser einer weiteren Pflege durch Ölen bedarf. Dies ist nicht ganz einfach und wird von den meisten handwerklich unbegabten Menschen lieber einem Profi überlassen. Wenn du dein Parkett ölen, aber kein Fachpersonal zur Unterstützung nehmen möchtest, solltest du beachten, dass du ein hochwertiges Öl verwendest, am besten ohne Lösungsmittel. In der folgenden Tabelle findest du die unterschiedlichen Eigenschaften der jeweiligen Schutzarten von Parkett und wie diese am besten zu reinigen sind:

Versieglungs-Arten von ParkettEigenschaftEmpfohlene Reinigung
Geöltes Parkett
(nicht aushärtend und aushärtend)
Ist empfindlicher als andere, da dies
eine offenporige Imprägnierung
darstellt. Jedoch kann das Holz so atmen.
Regelmäßige Reinigung ist wichtig
da es anfälliger gegen Schmutz ist.
Auch ein regelmäßiges Nachölen ist ein
Muss (mindestens jedes halbe bis ganze Jahr).
Gewachstes Parkett (Kaltwachs oder Warmwachs)Schützt das Parkett vor Abrieb und ist stark schmutz- und wasserabweisend. Außerdem bringt es einen seidigen Glanz und ist leicht sanierbar.Eine regelmäßige Trockenreinigung mit weichen Hilfsmitteln (Besen) ist ratsam. Nassreinigung nur
mit einem Wischer aus Baumwolle, um Kratzer zu vermeiden. Mindestens einmal im Jahr nachwachsen.
Versiegeltes ParkettHat eine hohe Widerstandskraft gegen mechanischen Einfluss und ist gut wasserfest, daher weniger empfindlich. Jedoch nicht feuchtigkeitsregulierend.Versiegeltes Parkett ist zwar weniger empfindlich, jedoch sollten die bekannten Reinigungsregeln beachtet werden. Außerdem kann eine Reinigung mit speziellen Pflegemitteln zwei Mal jährlich erfolgen.

Nützliche Tipps zum selber Parkett ölen

Wenn du lieber selber dein Parkett ölen möchtest, dann solltest du einige Regeln beachten, damit das Vorhaben gelingt. Wir haben die wichtigsten Infos für dich im Überblick. Ebenfalls kann es hilfreich sein im Vorfeld eine Videoanleitung zum Parkett ölen anzuschauen. Zudem lies nützliche Tipps zum Boden wischen und beachte nützliche Tipps zum Kamin reinigen, wenn du solche Dinge gerne selbst erledigst. Nun eine kurze Anleitung zum Ölen deines Parkettbodens:

  1. Lüften ist bei der Ölung unabdingbar, nicht nur wegen möglicher Schadstoffe in der Luft durch die Inhalte im Öl, sondern schon weil ein gutes, gleichbleibendes Raumklima hilft, das gewünschte Ergebnis zu erzielen.
  2. Hilfsmittel zum Auftragen des Öls: Am einfachsten kannst du das Öl auf den Parkettboden Auftragen, indem du eine Bürste oder einen Lackroller verwendest.
  3. Flecken beim Ölen verhindern. Überschüssiges Öl wird nach einer kurzen Zeit des Einwirkens wieder abgezogen. Ist nämlich zu viel Öl auf dem Boden, gibt es eventuell Flecken.
  4. Öl wieder entfernen. Zum Abziehen eignet sich ein normaler Gummiwischer. Dann arbeitet man das Öl mit kreisenden Bewegungen mittels eines Tuchs in den Boden ein.