Wenn das lang ersehnte Baby endlich auf die Welt gekommen ist, beginnt für die Eltern eine ganz besondere und spannende Zeit. Vieles wird dann im Zusammenleben neu sein und einiges wird sich mit der Zeit erst einspielen müssen. Auch das Stillen mit Muttermilch oder Muttermilch Alternativen wird ein Thema sein. Daher haben wir nützliche Informationen gesammelt.

Muttermilch ist sehr gesund

Das Stillen ist vor allem in den ersten Monaten die beste Nahrung für das Kind. Es bekommt so die absolut passende Ernährung und ebenso die körperliche Nähe und Zuwendung. Die Milch der Mutter beinhaltet alle wichtigen Nährstoffe in der korrekten Menge und soll das Kind gegen Infektionen wie Atemwegs- und Mittelohrentzündungen stärken. Dazu ist sie leicht verdaulich und mit ihr kannst du dein Baby nicht zu viel füttern. Außerdem wird allgemein gesagt, dass sich gestillte Kinder etwas besser als nicht gestillte Kinder entwickeln. Die Rede ist davon, dass später ein geringeres Risiko für Diabetes Typ 2 besteht und Fettleibigkeit weniger vorkommt. Auch soll es Anhaltspunkte dafür geben, dass es seltener zu Herz- und Hirninfarkten kommen würde.Und wenn mal etwas beim Füttern daneben geht, kann man die Muttermilch einfach aus der Kleidung reinigen.

Wie sich die Einstellung zum Stillen gewandelt hat

Früher galt die Flaschenmilch als sichere und praktischere Lösung und das Stillen wurde eher negativ dargestellt. Die Betonung soll da auf die persönliche Einschränkung der Freiheit der Mütter gelegen haben und das es nicht mit dem Beruf vereinbar wäre und die Figur der Frauen ruinieren würde. Das Stillen galt sogar als Zeichen für einen niedrigen Sozialstatus und sogar gesundheitlich als unsicher. Das änderte sich alles in den 70er Jahren. Dazu wurden in der Medizin biologisch und psychologisch wertvolle Aspekte des Stillens entdeckt.

Richtig Stillen richtig anleiten und helfen lassen

Da viele Mütter gerade am Anfang etwas unsicher sind, sollte man zum Thema Stillen ruhig eine Stillberaterin oder eine speziell ausgebildete Hebamme zur Hilfe holen. Sie können wertvolle Tipps rund um das Thema geben. Auch wertvolle Tipps zur Schwangerschaft mit Asthma oder für die richtige Ernährung in der Schwangerschaft bekommst du hier.

Das Stillen des Babys sollte an beiden Brüsten ohne Schwierigkeiten auch in unterschiedlichen Stillpositionen möglich sein. Wenn das Kind richtig angelegt wird, können dadurch wunde Brustwarzen, Milchstau und auch sonstige Probleme vermieden werden. Das Baby sollte beide Brüste gut erfassen können und Stillen sollte schmerzfrei funktionieren.

Das Stillkissen verwenden

Das sogenannte Stillkissen gehört zu den wichtigen Dingen der Baby-Erstausstattung. Dabei gibt es dies in unterschiedlichen Ausführungen. Generell soll es der Mutter und dem Kind eine Erleichterung beim Stillen sein und das Stillen bequemer machen. Bei dem Stillkissen handelt es sich um ein spezielles Schwangerschaftskissen, das ergonomisch geformt und flexibel anzuwenden ist und bereits in der Schwangerschaft gerne zum Einsatz kommt. Die Auswahl an Stillkissen ist recht groß. Ein Blick auf den Stillkissen Testsieger kann helfen, die richtige Entscheidung diesbezüglich zu treffen.

Wie lange sollte man stillen?

Es ist empfehlenswert den Säugling mindestens bis zum Beginn des fünften Monats ausschließlich zu stillen. Danach kannst du mit Beikost beginnen. Nach einem halben Jahr sollte aber spätestens das Baby auch andere Nahrung erhalten. Doch wie lange du dein Kind dazu noch stillst, musst du selbst bestimmen.

Die Häufigkeit und Dauer der Mahlzeiten

Wie häufig stillst, ist individuell zu entscheiden. So kann der Säugling acht bis zwölf Stillmahlzeiten am Tag zu sich nehmen. Es gibt Säuglinge, die trinken in einem Zeitraum von zwei bis sechs Stunden stündlich und schlafen dann länger. Andere trinken tagsüber und in der Nacht alle zwei bis drei Stunden. Dabei bleiben die Kleinen im Durchschnitt um die 15 bis 20 Minuten pro Stillmahlzeit an jeder Brust. Zudem gibt es Säuglinge, die nur eine Brust benötigen, um satt zu werden. Andere wiederum brauchen beide und trinken noch länger. Darüber hinaus beachte auch eine sichere Schlafumgebung fürs Baby.

Muttermilch Alternativen und Ergänzungen zum Stillen

Es gibt unterschiedliche Gründe, warum gar nicht oder nur eine bestimmte Zeit lang gestillt wird. Wer nun nicht mehr Stillen möchte oder kann, wird bei der Baby-Ersatznahrung eine große Auswahl finden. Deshalb kann es sehr sinnvoll sein, sich mit dem Thema Stillen und Muttermilch im Voraus auseinander zu setzen. Denn es gibt auch gute Muttermilch Alternativen für dein Kind, wie die folgenden Beispiele:

  • Pre-Milch – ist der Muttermilch am ähnlichsten und kann das gesamten erste Lebensjahr geben werden. Denn in dieser Milch ist ausschließlich Laktose (Milchzucker) als Süßungsmittel enthalten. Andere Kohlenhydrate hingegen dürfen in dieser Babymilch nicht enthalten sein. Dabei ist der Eiweißgehalt der Muttermilch recht ähnlich und man kann mit ihr ein neugeborenes Baby nicht überfüttern. Es gibt Pre-Milch und HA-Pre-Milch für allergiegefährdete Kinder.
  • Ziegenmilch – ergibt eine interessante Muttermilch Alternative, sofern dein Neugeborenes nicht allergiegefährdet ist. Diese gibt es als Anfangs-, Folge- und Kindermilch. Dabei soll die Ziegenvollmilch leicht verdaulich sein, weil das Fett aus kleineren Fettkügelchen und relativ vielen kurz- und mittelkettigen Fettsäuren besteht. Zudem soll die relativ niedrige Menge des Proteins αs1-Casein dafür sorgen, dass die Masse im Magen weicher ist und somit vom Körper leichter ausgeschieden wird. Außerdem enthält sie wichtige Nährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und Proteine.
  • Andere Alternativen, wie Sojamilch oder Milch auf Mandelbasis sind hingegen nicht zu empfehlen. Denn darin sehen Personen der Medizin und Wissenschaft ein Gesundheitsrisiko. Ferner soll die Entwicklung des Säuglings dadurch gefährdet werden.

Mit dem richtigen Wasser die Babymilch zubereiten

Üblicherweise wird das Milchpulver mit Wasser vermischt. Prinzipiell ist die Leitungswasserqualität in Deutschland so gut, dass du das Wasser abgekocht für die Herstellung der Babynahrung verwenden kannst. Allerdings musst du wissen, dass in alten Häusern immer noch alte Blei- oder Kupferrohre liegen können. Wenn das der Fall ist, solltest du dieses Wasser nicht für die Nahrung von Babys verwenden. Auch dann nicht, wenn es mit einem Wasserfilter gereinigt wurde.

Bei manchen Wasserwerken können Eltern von kleinen Kindern kostenlose Wassertests erhalten. Somit ist eine Überprüfung der Qualität problemlos möglich. Ebenfalls ist es möglich, Wasser kostenpflichtig auf Blei und Kupfer testen zu lassen. Als Alternative zum Leitungswasser ist stilles Mineralwasser. Dabei sollte das Etikett den Hinweis „zur Zubereitung von Babynahrung geeignet“ enthalten. Auch spezielles Babywasser ist erhältlich, allerdings sehr teuer.

Häufige Fragen und Antworten

Ist Muttermilch gesund?

Ja Muttermilch ist sehr gesund, denn sie erhält wertvolle Nährstoffe. Diese stärken die Gesundheit des Kindes und wappnen es für Infektionen. Zudem ist die Muttermilch gut verdaulich.

Wie lange und häufig sollte man Stillen?

Es ist empfehlenswert das Kind mindestens bis zum fünften Lebensmonat ausschließlich zu stillen. Dabei kann es acht bis zwölfmal täglich gefüttert werden. Wobei die Stillzeit zwischen 10 – 20 Minuten dauern kann. Doch bedenke dass diese Angaben individuell sehr unterschiedlich sein können.

Welche Muttermilch Alternativen gibt es?

Nicht immer ist das Stillen einwandfrei möglich, auch kann es Schmerzen bereiten oder von den Müttern nicht gewollt sein. Dann bietet sich die Verwendung von Muttermilch Alternativen an. Hierzu kann sogenannte Pre-Milch oder auch Ziegenmilch verwendet werden. Hingegen verzichte auf andere Alternativen, wie Soja- oder Mandelmilch.