Jetzt eine gestörte Darmflora erkennen und eine gesunde Darmflora aufbauen und verbessern mit Hausmitteln und Lebensmitteln. Denn die Mikroorganismen in unseren Darm übernehmen viele wichtige Aufgaben. Folglich verhilft uns ein gesunder Darm zu einer gestärkten Gesundheit.

Du kannst deine Darmflora selbst verbessern und stärken. Und somit gezielt deine Gesundheit stärken und für ein gutes Wohlbefinden sorgen. Mit unseren Tipps bekämpfst du Ursachen und vermeidest Symptome einer gestörten Darmflora, wie Verdauungsbeschwerden.

Was ist die Darmflora?

Als Darmflora bezeichnet man die gesamten Mikroorganismen, die unseren Dünn- und Dickdarm besiedeln. Hierbei handelt es sich um gute, nützliche Darmbakterien, als auch um schädliche Bakterien und Pilze. Insgesamt konnten bereits 1400 verschiedene Arten identifiziert werden. Dabei ist die Flora des Darms eines Menschen individuell und kann mit mindestens 160 verschiedenen Arten besiedelt sein. Je nach dem welche der beiden Gruppen überwiegen, spricht man von einer gesunden oder einer gestörten Darmflora.

Welche Funktion hat die Darmflora?

Die Darmflora übernimmt eine wichtige Aufgabe in unserem Körper. Denn die Darmbakterien unterstützen unsere Verdauung. Darüber hinaus kann sie Vitamine produzieren und giftige Stoffe neutralisieren. Ebenfalls ist sie wichtig für unser Immunabwehr. Denn eine gesunde Flora verhindert die Ausbreitung kranker Keime in unserem Körper. Zudem sorgt sie im gesunden Zustand für einen niedrigen Cholesterinspiegel. Während sie im kranken Zustand psychologische Erkrankungen, wie Depressionen begünstigen kann. Daher kann es sehr wichtig sein die Darmflora aufzubauen, falls sie im Ungleichgewicht geraten ist.

Prof. Michael Blaut über die Aufgabe der Darmbakterien:
„Es gibt eine ungeheure Vielfalt an Nährstoffen, die nur von Mikroben abgebaut werden können, weil unserem Körper die nötigen Enzyme fehlen. Entsprechend groß ist das Repertoire an Enzymen, das zu ihrer Spaltung benötigt wird. Vielleicht erklärt sich daraus die große Vielfalt von Mikroorganismen im menschlichen Darm.“

Ursachen für eine gestörte Darmflora?

Es gibt eine Vielzahl von möglichen Ursachen. Und zu den häufigsten gehören eine ungesunde Ernährung, Alkohol, Drogen oder andere schlechte Lebensgewohnheiten. Zudem können Antibiotika und andere Medikamente die Flora unseres Darms schädigen. Folglich ist die Darmschleimhaut kein ausreichender Schutz mehr und Bakterien und Pilze haben ein leichtes Spiel. Dann können eine Vielzahl von Symptomen folgen. Darüber hinaus beachte unsere Tipps zum Immunsystem stärken.

Symptome einer Störung

Mögliche Symptome einer gestörten Darmflora können Verdauungsprobleme sein. Hierzu zählen Erkrankungen, wie Durchfall, Blähungen und Bauchkrämpfe. Ebenso können ein geschwächtes Immunsystem und ständige Müdigkeit Hinweise für eine Störung sein. Und auch Hauterkrankungen, wie Neurodermitis oder Schuppenflechte stehen im Verdacht aufgrund einer teilweise gestörten Darmflora begünstigt zu werden.

Anleitung zum Darmflora aufbauen

Falls du deine Darmflora präventiv aufbauen möchtest, kannst du eine 4 Wochen Kur machen. Dafür brauchst du bestimmte Probiotika. Und diese findest du meist im Internet. Ebenso kannst du dir Unterstützung von einem Arzt oder einem Heilpraktiker holen. Das kann insbesondere empfehlenswert sein, wenn du eindeutige Symptome einer gestörten Flora zeigst. Im folgenden zeigen wir dir, wie die 4 Wochen Kur funktioniert. Allerdings solltest du immer die Packungsbeilage deiner gewählten Präparate beachten, da es keine einheitliche Vorgehensweise gibt. Ebenfalls beachte unseren Artikel zum Reizdarm behandeln und beruhigen.

Zeitraum der KurWas muss ich tun?
Woche 1:Die ersten 3 Tage nimmst du das Präparat 30 min vor dem Frühstück ein.
Ab den vierten Tag kann ein weiteres hinzukommen vor den Mahlzeiten.
Woche 2:In der zweiten Woche wird die Dosis der Präparate erhöht.
Woche 3:Je nach Hersteller wird die Dosis erhöht oder ggf. ein Präparat abgesetzt.
Woche 4:Das Präparat wird i.d.R. aufgebraucht und eine Besserung sollte sich zeigen.

Die richtigen Probiotika wählen

Am besten wählst du Probiotika mit einer vielen verschiedenen Bakterienstämmen. Denn jeder Stamm hat seine eigene Aufgabe und Wirkung. Zudem wirken viele Bakterien im Zusammenspiel miteinander. Demnach kann eine große Bakterienvielfalt dem Darm gut tun.

Weitere Tipps für eine gesunde Darmflora

Neben der Durchführung einer Darmsanierung und einer Kur können auch weitere Tipps dir helfen, eine gesunde Darmflora aufbauen zu können. Dabei musst du meist ungesunde Lebensgewohnheiten vermeiden und gute Gewohnheiten etablieren.

1) Mache eine Darmreinigung

Es kann sinnvoll sein zuvor eine Darmreinigung vorzunehmen. Denn in einem gestörten Darm können sich die gesunden Bakterien nicht ansiedeln. Demnach wäre ein Darmfloraaufbau wenig erfolgreich. Damit du wertvolle Zeit und Kosten sparst beginne zuerst mit der Darmreinigung. Hierbei helfen dir natürliche Hausmittel oder Lebensmittel, wie Leinsamen, Flohsamenschalen etc. Insbesondere nach einer Antibiotika Einnahme kann es wichtig werden zu reinigen und den Aufbau der Darmflora zu fördern. Hierzu beachte auch natürliche Hausmittel als Antibiotika.

2) Darmflora aufbauen mit präbiotischen Lebensmitteln

Da einige Pflanzen präbiotische Ballaststoffe enthalten, solltest du diese in deinen Speise Plan integrieren. Denn diese gelten als Nahrung für die gesunden Bakterien. Folglich förderst du ihr Wachstum und eine gesunde Flora im Darm. Hierzu zählen Lebensmittel, wie Spargel, Lauch, Chicorée, Artischocken oder auch Zwiebeln und der beliebte Knoblauch.

3) Fermentierte Lebensmittel essen

Gleichfalls gelten fermentierte Lebensmittel als sehr gesund und bekömmlich. Da sie gesunde Bakterien enthalten, solltest du diese häufiger essen. Demnach trinke häufiger Kefir oder Kombucha. Und ebenso iss mehr Sauerkraut und Kimchi. Da die Bakterien schnell absterben, solltest du diese Lebensmittel stets frisch konsumieren. Zudem kannst du sie auch gut selber zubereiten. Zum Beispiel gibt es Starter-Set zum Kombucha selber machen:

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4) Ernähre dich ballaststoffreich

Eine ballaststoffreiche Ernährung verhilft dir zu einer guten Darmgesundheit. Denn die gesunden Darmbakterien freuen sich über Lebensmittel, wie Haferflocken, Leinsamen und Vollkornprodukte. Zudem unterstützt du die Verdauung und es ist ein gutes Hilfsmittel gegen Verstopfungen nicht nur für Erwachsene sondern auch bei Verstopfungen bei Babys. Darüber hinaus lies über die Vorteile von Haferflocken.

5) Vermeide verarbeitete Lebensmittel

Verarbeitete Lebensmittel und Fertigprodukte enthalten zu viele Zusatzstoffe. Wenn du deine Darmflora aufbauen möchtest verzichte lieber auf solche Nahrungsmittel. Auch zuckerhaltige und fetthaltige Lebensmittel solltest du meiden. Denn insbesondere schlechte Bakterien ernähren sich vom Zucker. Und diese möchtest du schließlich aushungern. Hierzu lies auch unseren Beitrag zu Zuckerarten erkennen und reduzieren.

6) Nutze das Naturheilmittel Mumijo

Mumijo ist ein Naturprodukt, welches im zentralasiatischen Regionen als Naturheilmittel genutzt wird. Dabei soll es Entzündungen hemmen und antioxidativ wirken. Jedoch ist es hierzulande meist als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich. Und laut der Verbraucherzentrale nicht empfehlenswert. Da in diesen Nahrungsergänzungen nicht immer ersichtlich ist, was alles in dem Produkt steckt. Falls du es ausprobieren möchtest, solltest du auf eine hochwertige Qualität achten und Transparenz, was die Inhalte angeht.

7) Trinke viel Wasser zum Darmflora verbessern

Ebenfalls solltest du für eine gesunde Darmflora viel Wasser und Kräutertees trinken. Denn somit wird dein Körper durchgespült. Folglich können schädliche Stoffe besser aus dem Darm geschleust werden. Gleichfalls kannst du so einem übersäuerten Körper entgegenwirken. Dabei sind je nach Körpergewicht zwischen 2 – 3 Liter Wasser nötig.

8) Bewege dich ausreichend

Auch Bewegung kann deinen Darm positiv beeinflussen. Denn Sport sorgt dafür, dass mehr Bakterien im Darm leben. Und zwar solche die kurzkettige Fettsäuren bilden. Dabei wirken sich diese positiv auf unser Darmschleimhaut aus. Folglich hilft Sport beim Darmflora aufbauen. Falls Leistungssport kein Thema für dich ist, versuche es doch mal mit einen Spaziergang oder eine Runde Yoga für Zuhause.

9) Effektiv Stress reduzieren

Neuere Forschungen bestätigen eine Verbindung zwischen dem Gehirn und dem Darm. Und erhöhter Stress kann gewaltig auf den Magen schlagen. Darüber hinaus kann Stress eine durchlässige Darmschleimhaut begünstigen. Zudem gibt es viele weitere gesundheitsschädliche Folgen durch Stress. Deswegen solltest du nicht nur zum Darmflora verbessern Stress reduzieren.

10) Gründlich das Essen kauen

Die Verdauung beginnt bereits mit der Nahrungsaufnahme. Und um so gründlicher du kaust, desto mehr wird dein Darm entlastet. Denn nicht selten führt schnelles Essen zu Verdauungsbeschwerden. Folglich solltest du dir beim Essen Zeit nehmen und somit deine Darmflora verbessern.

Häufige Fragen und Antworten

Was ist die Darmflora?

Die Bezeichnung Darmflora umfasst die Gesamtheit der Mikroorganismen, die im Dünn- und Dickdarm leben. Diese übernehmen sehr wichtige Funktionen im Körper. Sie unterstützen das Immunsystem, produzieren Vitamine und können giftige Stoffe neutralisieren. Doch man unterscheidet zwischen guten und schädlichen Mikroorganismen.

Was sind die Symptome einer gestörten Darmflora?

Eine gestörte Darmflora kann durch Verdauungsbeschwerden, wie Durchfall, Blähungen oder Bauchkrämpfe erkannt werden. Ebenfalls kann sie für ein geschwächtes Immunsystem oder ständige Müdigkeit verantwortlich sein. Auch Hautkrankheiten können durch eine geschädigte Flora begünstigt werden.

Welches sind die Ursachen einer gestörten Darmflora?

Mögliche Ursachen sind eine ungesunde Ernährung oder ein Alkohol und Drogenkonsum. Zudem kann ein Flüssigkeits- und Bewegungsmangel eine schlechte Flora des Darms begünstigen. Und auch Medikamente sind nicht gut. Daher ist es wichtig die Darmflora aufzubauen nach Antibiotika Einnahme.

Wie kann ich die Darmflora wieder aufbauen?

Du kannst deine Darmflora verbessern indem du fermentierte und präbiotische Lebensmittel isst. Ebenfalls ist eine ballaststoffreiche Ernährung von Vorteil. Zudem solltest du viel Wasser trinken und dich bewegen. Zudem ist es hilfreich Stress zu reduzieren und auf verarbeitete und zuckerhaltige Produkte zu verzichten. Zu guter Letzt kannst du eine 4 wöchige Kur mit Probiotika machen.