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Kalkhaltiges Wasser trinken oder hartes Wasser entkalken?

Kalk im Wasser
Zu viel Kalk im Wasser - was wirklich hilfreich ist und effektiv entkalkt.

Das Trinkwasser in Deutschland hat eine sehr gute Qualität. Doch mancherorts kann zu viel Kalk im Wasser sein. Dann stellt sich die Frage kalkhaltiges Wasser trinken oder hartes Wasser entkalken? Wir welche Auswirkungen Kalkwasser hat und wann du das Wasser lieber entkalken solltest.

Das Wichtigste in Kürze

  • Kalkhaltiges Wasser trinken stellt keine Gefahr dar.
  • Kalkhaltiges Wasser enthält wichtige Mineralstoffe.
  • Hartes Wasser kann auf Dauer Haushaltsgeräte verkalken und beschädigen.
  • Das Wasser entkalken gelingt mit Hausmitteln oder einem Wasserfilter.

Kann man kalkhaltiges Wasser trinken?

Im Durchschnitt trinken die Deutschen rund 120 bis 140 Liter Wasser am Tag. Dabei verwenden wir das meiste Wasser für den sanitären Bereich, z.B. für die Toilettenspülung, zum Zähneputzen, Waschen und Co. Hingegen verbrauchen wir wenig Wasser zum Trinken. Die hohen Standards in Deutschland, die die Qualität des Trinkwassers garantieren sollten, sind europaweit mit die höchsten. Das ist zwar beruhigend zu wissen, doch dass unser Wasser dennoch einen hohen Kalkanteil in manchen Regionen aufweist, ist nicht von der Hand zu weisen. Daher stellt sich die Frage, ob man kalkhaltiges Wasser trinken kann? Dabei lautet die Antwort ganz klar: ja! Du kannst kalkhaltiges Wasser aus der Leitung beruhigt trinken, denn die Vorteile überwiegen die Nachteile:

Vorteile

  • Hohe Qualität dank ständiger Kontrolle
  • Enthält wichtige Mineralstoffe
  • Kalzium für Aufbau von Knochen und Zähne
  • Magnesium zum Schutz von Muskeln
  • Kein schweres Tragen

Nachteile

  • Geschmackssache
  • Für vor erkrankte Menschen eventuell nicht ratsam

Folgen des kalkhaltigen Wassers

Kalkhaltiges Wasser ist hierzulande Gang und Gäbe und besonders ist das zu bemerken, wenn wir beispielsweise Waschmaschinen, Durchlauferhitzer und Kaffeemaschinen immer wieder nutzen. Die Kalkablagerungen sind nicht nur sichtbar, sondern auch schädlich für die einwandfreie Funktion dieser Geräte und aller Maschinen, die mit Wasser arbeiten. Vor allem das Strom sparen mit dem Durchlauferhitzer wird negativ durch Kalkablagerungen beeinflusst. Aber auch an Wasserhähnen, Waschbecken, in Toiletten und selbst beim Haare waschen spüren wir mehr oder weniger den Kalk im Wasser. Dann sind folgende Auswirkungen des harten Wasser möglich:

  • Geringere Lebensdauer der Haushaltsgeräte durch Verkalkung.
  • Höherer Energieverbrauch der verkalkten Geräte.
  • Mehr Spül- und Waschmittel ist nötig zur Reinigung.
  • Ablagerungen in der Leitung sind Nährboden für Bakterien.
  • Unschöne weiße Flecken auf Armaturen.

Wie erkenne ich zu hartes Wasser?

Schon ein einfaches Haare waschen zeigt, wie hart oder weich das Wasser ist. Denn sprödes und trockenes Haar nach dem Waschgang, welches auch nach dem Trocknen sehr stumpf aussieht, ist in nicht wenigen Fällen ein (verstecktes) Zeichen von zu kalkhaltigem Wasser. Hingegen fühlen sich die Haare bei weichem Wasser schon beim Waschen weich und geschmeidig an. Zudem sind die hartnäckigen Kalkablagerungen an Wasserhähnen, Duschköpfen und Abflüssen im sanitären Bereich ein Zeichen von zu viel Kalk im Wasser. Außerdem gibt es verschiedene Methoden den Härtegrad zu ermitteln, z.B. ein Teststreifen aus der Apotheke, ein Set mit einer Titrierlösung oder erkundige dich direkt bei deinem Wasserversorgungsbetrieb. Oder kaufe dir das folgende Messgerät zur Messung der Wasserqualität.

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Tipps zum Wasser entkalken

Um dem Wasser eine bestimmten Weichheitsgehalt zu geben, gibt es bestimmte Methoden, die durchaus effektiv und wichtig sein können. Dabei sind liegen die Lösungen zwischen einer Anwendung einfacher Hausmittel bis zu aufwendigen Hightech-Lösungen. Welche davon du wählst, ist dir überlassen. Doch zuvor solltest du wissen, welche Bedeutungen die unterschiedlichen Härtegrade haben. Folglich findest du in der Tabelle die verschiedenen Härtegrade:

Härtegrad des WassersKalkgehalt im Wasser
Weiches Wasserunter 1,5 Millimol Kalk pro Liter (unter 8,4 dH)
Mittelhartes Wasserzwischen 1,5 – 2,5 Millimol Kalk pro Liter (8,4 bis 14 dH)
Hartes Wasserüber 2,5 Millimol Kalk pro Liter (über 14 dH)

1) Wasserenthärtungsanlagen gegen hartes Wasser

Immer häufiger ist der Ruf nach weichem Wasser und Nachhaltigkeit beim Verbrauch des kostbaren Wassers zu hören. Desto mehr Menschen denken schließlich beim Bauvorhaben, dass sie Wasserenthärtungsanlagen, Hauswasserfilteranlagen und Osmoseanlagen installieren, um weiche und entkalktes Wasser im Haushalt nutzen zu können. Die Installation dieser Geräte ist nicht schwierig und kann schon nach kurzer Einbauphase genutzt werden. Anhand von hochmodernen elektronischen Steuerelementen lassen sie sich bequem bedienen und auch die Wartung der Geräte ist simpel. Der Anschluss dieser Maschinen ist direkt am Wasserzugang. Ein gutes BEispiel ist die preiswerte Entkalkungsanlage von ‎LFS CLEANTEC:

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Unsere Entkalkungsanlagen der Reihe IWKC besteht aus einem Kabinettgehäuse mit eingebautem GFK Drucktank, dem marktführenden Steuerkopf WS1CI von Clack und natürlich unserem zuverlässigen Austauscherharz FG160. Der Drucktank ist mit einem Austauscherharz zur Wasserenthärtung befüllt, das Gehäuse dient als Salzlösetank und der Steuerkopf sorgt für den vollautomatischen Betrieb der Enthärtungsanlage. Die Wasserenthärtung erfolgt auf Basis von Ionenaustausch. Durch den Austauschprozess wird kalkfreies Wasser mit 0°dH erzeugt. Das Austauscherharz mit einer Nutzungsdauer von mindestens 10 Jahren wird dauerhaft und verlustfrei mit Sole regeneriert.

2) Hausmittel Essig zum Wasser entkalken

Ebenfalls kannst du Wasser entkalken mit Hausmitteln. Dabei ist ein regelmäßiges Entkalken von Waschmaschinen, Spülmaschinen, Kaffeevollautomaten oder des Wasserkochers bei harten Wasser unerlässlich. Folglich lösen sich die Kalkablagerungen und die Geräte bleiben länger erhalten. Demnach ist die Lebensdauer der Geräte deutlich niedriger, als bei regelmäßiger Entkalkung, beispielsweise mit dem Hausmittel Essig, welches den Kalk auf ganz natürliche Weise und umweltschonend lösen kann. Beispielsweise kannst du es als Reiniger nutzen und so weiße Kalkflecken auf Armaturen loswerden.

3) Natron gegen Kalkablagerungen

Wird das Wasser im Haushalt nicht enthärtet, können alle Wasserleitungen des gesamten Wassersystems in Mitleidenschaft gezogen werden. Oftmals werden Richtwerte des Härtegrades empfohlen, um diverse Geräte oder auch Maschinen im Haushalt überhaupt anschließen und in Gebrauch nehmen zu können. Auch das Wundermittel Natron kann im Haushalt Kalk entgegenwirken. Denn du kannst das Wasser entkalken indem du Natronpulver dazu gibst. Ausführliche Anleitungen zum Geräte entkalken findest du in den folgenden Artikeln:

4) Wasser entkalken mit einem Filter

Wenn du kalkhaltiges Wasser nicht trinken möchtest, kannst du ein Trinkwasserfilter nutzen. Somit kannst du das Wasser entkalken, ganz schnell und einfach! Vor allem für Menschen, die zu viel Kalk im Wasser geschmacklich nicht mögen ist dies eine gute Möglichkeit auf schweres Getränkekisten tragen zu verzichten und Geld für teures Wasser zu sparen. Immerhin kostet das Wasser aus der Leitung nur 0,3 Cent pro Liter. Doch bedenke beim wasser entkalken mit Filter, dass du den Filter regelmäßig austauschen musst, damit sich keine Keime bilden.

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Was bedeutet der Härtegrad des Wassers?

Der Härtegrad des Wassers (°dH) ist schlussendlich ausschlaggebend für den Kalkgehalt. Der Richtwert oder auch Idealwert liegt in Deutschland bei 7°dH. Kalkablagerungen können Leitungen verstopfen, sie zerbersten lassen und Dichtungen und Verschlüsse oder wichtige Zugangsrohre und Leitungen verdichten und beschädigen.

Häufige Fragen und Antworten

Wie erkenne ich kalkhaltiges Wasser?

Kalkhaltiges Wasser erkennst du vor allem an Kalkablagerungen bei Haushaltsgeräten oder an weißen Kalkflecken an Armaturen. Ferner kannst du kalkhaltiges Wasser beim Trinken erkennen.

Kann man kalkhaltiges Wasser trinken?

Ja kalkhaltiges Wasser ist für gesunde Menschen nicht gesundheitsgefährdend. Es enthält wichtige Mineralstoffe, die positiv für die Gesundheit sind.

Wie kann ich Wasser entkalken?

Du kannst Wasser entkalken indem du eine Entkalkungsanlage nutzt oder Hausmittel, wie Essig oder Natron, zur Entkalkung anwendest.


Was sind deine Erfahrungen mit einem Wasserfilter? Kennst du noch weitere Tipps zum Wasser entkalken? Dann teile sie gerne mit uns in den Kommentaren! Wir freuen uns auf deine Ideen und einen regen Austausch.

2 Kommentare

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  • Danke für den informativen Beitrag.
    Ich bin zwar keine Hausfrau, lebe aber in einem Singlehaushalt und kämpfe schon seit Jahren gegen den hohen Kalkgehalt im Leitungswasser. Über das regelmäßige Entfernen der Kalkrückstände an den Armaturen und dem Entkalken der Kaffeemaschine mit handelsüblichen Mitteln bin ich aber noch nicht hinausgekommen. Für die Waschmaschine verwende ich bei jedem Waschgang Entkalkungssteine.
    Eine Wasserenthärtungsanlage wäre natürlich perfekt. Ich bin mir aber nicht sicher, ob sich der Einbau einer solchen Anlage für mich als Einzelperson wirklich lohnt.

    LG

  • Wir haben bei uns in der Gegend keine so gute Wasserqualität. Gut zu wissen, dass es spezielle Wasserenthärtungsanlagen gibt, damit weiches Wasser aus der Leitung kommt. Ich hoffe, dass es möglich ist, zusätzlich auch noch eine Enteisenungsanlage einzubauen. Aber da die Installation leicht und schnell vonstattengehen soll, bin ich optimistisch, schon bald eine bessere Wasserqualität zu Hause zu haben.